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! Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite: Ausbruch der durch das Bundibugyo-Virus verursachten Ebola-Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda – Aktualisierung vom 4. Juni 2026
Der 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), verursacht durch das Bundibugyo-Virus, wurde am 17. Mai 2026 von der WHO als gesundheitlicher Notfall von internationaler Tragweite (PHEIC) eingestuft. Inzwischen hat sich die Krankheit auf die Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu ausgebreitet; zudem wurde eine grenzüberschreitende Übertragung in die ugandische Hauptstadt Kampala bestätigt. Die Eindämmung des Ausbruchs wird weiterhin durch erhebliche Herausforderungen erschwert. Dazu zählen Unsicherheit und bewaffnete Konflikte, eine deutlich unter dem Zielwert liegende Kontaktnachverfolgung, Infektionen unter Gesundheitspersonal, Defizite bei der Infektionsprävention und -kontrolle sowie ein anhaltendes Finanzierungsdefizit. Darüber hinaus begrenzt das Fehlen eines zugelassenen Impfstoffs gegen diese Ebola-Virusart die verfügbaren Gegenmassnahmen. Am 2. Juni 2026 berichtete die WHO, dass die Zahl der Verdachtsfälle in der DRK im Vergleich zu früheren Meldungen zurückgegangen sei. Dieser Rückgang ist jedoch vor allem auf die Neuklassifizierung von Fällen zurückzuführen, nachdem zahlreiche Verdachtsfälle durch Untersuchungen und Labortests ausgeschlossen werden konnten. Er deutet daher nicht zwangsläufig auf eine tatsächliche Abschwächung der Übertragung hin. DR Kongo: Daten vom 4. Juni 2026 (aktuelle Informationen finden Sie im WHO-Dashboard und auf der ECDC-Website):Fälle: 379 bestätigte und 303 Verdachtsfälle. Bestätigte Fälle wurden aus den Provinzen Ituri (> 340 bestätigte Fälle in 17 Gesundheitszonen), Nord-Kivu (19 bestätigte Fälle in sieben Gesundheitszonen) und Süd-Kivu (drei Fälle aus einer Gesundheitszone) gemeldet.Todesfälle: 63 bestätigte und 259 vermutete Todesfälle.Aktive Fälle: 238 bestätigte Fälle.Genesungen: 6 Fälle.Kontakte: Die Gesamtquote der Kontaktnachverfolgung in der DR Kongo lag bei 43,6 % und damit unter dem operativen Ziel von 95 %. Operativer Stand: Der Flughafen Bunia in der Provinz Ituri wurde nach einer vorübergehenden Aussetzung des Passagierflugverkehrs wiedereröffnet. Es wurden Screening-Massnahmen eingeführt. Operative Herausforderungen: Informationen zu Übertragungsketten und betroffenen Bevölkerungsgruppen sind derzeit begrenzt, was zum Teil auf die komplexe Lage aufgrund anhaltender Unsicherheit und humanitärer Herausforderungen in den betroffenen Gebieten zurückzuführen ist. Uganda: Daten vom 4. Juni 2026 (Aktualisierungen siehe WHO-Dashboard und ECDC): Fälle, Todesfälle: Insgesamt wurden 16 bestätigte Fälle, darunter ein Todesfall, gemeldet. Ort: Nach Angaben von Gesundheitsbehörden standen mindestens sieben Fälle im Zusammenhang mit lokalen Übertragungsereignissen und vier mit Reisekontakten in die DR Kongo. Von neun Fällen mit bekannten geografischen Informationen wurden acht Fälle in Kampala gemeldet, mit Ausnahme eines Falls, der im benachbarten Distrikt Wakiso gemeldet wurde. Drei der Fälle stehen im Zusammenhang mit Reisen in die DR Kongo. Fünf weitere Fälle traten bei Kontaktpersonen der ersten beiden Erkrankten auf, darunter drei Beschäftigte des Gesundheitswesens.Kontaktpersonen: Bis zum 2. Juni wurden 668 Kontaktpersonen identifiziert, die engmaschig überwacht und nachverfolgt werden. Ausserhalb Afrikas: Ein bestätigter BVD-Fall, bei dem ein US-amerikanischer Chirurg betroffen ist, befindet sich weiterhin in Berlin (Deutschland) im Krankenhaus, ebenso wie sechs Kontaktpersonen. Eine weitere Kontaktperson sollte nach Tschechien verlegt werden.Kenia untersuchte 22 Ebola-Verdachtsfälle in neun Bezirken, die alle negativ getestet wurden. Das Land verstärkte zudem die Überwachung, benannte Ebola-Testlabore, erweiterte die Isolationskapazitäten auf nationaler und Bezirksebene und verstärkte die Kontrollen an vorrangigen Einreisestellen.Mehrere symptomatische Reisende aus betroffenen Gebieten wurden in EU-/EWR- und Nicht-EU-/EWR-Ländern getestet, wobei alle Ergebnisse bislang negativ waren. Einreise- und Ausreise-Screenings sowie Kontrollmassnahmen: Mehrere Länder und Gebiete meldeten zusätzliche gesundheitsbezogene oder reisebezogene Massnahmen an den Grenzen. Aktuelle Informationen finden Sie unter IATA-LINK.
! Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda – Update 28. Mai 2026
Am 15. Mai 2026 meldete die Demokratische Republik Kongo einen Ebola-Ausbruch, der durch das Bundibugho Virus (BDV) verursacht wird; sowie Uganda zwei importierte Fälle. Die WHO erklärte am 16. Mai einen gesundheitlichen Notfall von internationaler Tragweite (PHEIC). Stand: 26. Mai 2026: DR Kongo:Fälle: Mehr als 1’100 Fälle (>1000 Verdachtsfälle, >120 bestätigte Fälle). Bestätigte Fälle wurden aus den Provinzen Ituri (110 Fälle), Nord-Kivu (11 Fälle) und Süd-Kivu (ein Todesfall) gemeldet. Todesfälle: 246 vermutete und 17 bestätigte Todesfälle. Von den bestätigten Todesfällen betrafen 14 Personen über 15 Jahre, während drei unter 15 Jahre alt waren. Standort: Es wurden Fälle in drei Provinzen gemeldet: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Kontaktpersonen: Bis zum 25. Mai wurden mehr als 2’231 Kontaktpersonen identifiziert, von denen etwa 20 % nachverfolgt werden. Die Positivitätsrate bei Labortests in der D.R. Kongo liegt derzeit bei 30 %. Operationelles Update: Der Flughafen von Bunia in der DR Kongo wurde vorübergehend geschlossen. Herausforderungen: Informationen zu Übertragungsketten und betroffenen Bevölkerungsgruppen sind derzeit begrenzt, was teilweise auf die komplexe Lage aufgrund anhaltender Unsicherheit und humanitärer Herausforderungen in den betroffenen Gebieten zurückzuführen ist. Mehrere Quellen berichten von lokalen Protesten und Brandanschlägen auf Behandlungszentren, bei denen mindestens 25 Verdachtsfälle fliehen konnten. Bürger haben zwei Zelte in einem Krankenhausbereich für Ebola-Patienten in Brand gesetzt. Freiwillige wurden zudem in Bunia von bewaffneten Gruppen eingeschüchtert und bedroht. Die WHO geht davon aus, dass diese Zahlen weiter steigen werden, da das Virus bereits eine gewisse Zeit zirkulierte, bevor der Ausbruch entdeckt wurde. Uganda: Fälle, Todesfälle: Insgesamt wurden sieben bestätigte Fälle, darunter ein Todesfall, gemeldet. Drei der Fälle weisen Reisebindungen zur DR Kongo auf, und fünf sind Kontaktpersonen der ersten beiden Fälle, darunter drei Beschäftigte des Gesundheitswesens. Ort: Die Fälle wurden in Kampala diagnostiziert und sind dort im Krankenhaus isoliert. Kontaktpersonen: Bis zum 24. Mai wurden 311 Kontaktpersonen im Zusammenhang mit den bestätigten Fällen identifiziert; sie werden engmaschig überwacht und nachverfolgt. Weitere Fälle:Ein bestätigter BVD-Fall, bei dem es sich um einen US-amerikanischen Chirurgen handelt, der im betroffenen Gebiet in der DR Kongo gearbeitet hatte, wurde nach Deutschland verlegt und liegt zusammen mit sechs Hochrisikokontaktpersonen in Berlin im Krankenhaus. Eine weitere Kontaktperson wurde in die Tschechische Republik verlegt. Am 27. Mai wurde ein asymptomatischer italienischer Arzt, der aus Ituri (DRK) zurückkehrte, nachdem er mit bestätigten Fällen in Kontakt gekommen war, in Rom unter Quarantäne gestellt. Der Südsudan untersucht einen Verdachtsfall im Bundesstaat West-Equatoria, nachdem bei einem Patienten aus dem Bezirk South Yambio ein vorläufiges positives Testergebnis vorlag. Ein- und Ausreisekontrollen sowie Kontrollmassnahmen: Regional: Für Reisende aus der D.R. Kongo, Uganda und dem Südsudan wurden Ausreisekontrollen und gesundheitliche Kontrollmassnahmen eingeführt. Uganda hat den Flugverkehr in die DR Kongo eingestellt, mehrere Grenzübergänge geschlossen und die Kontrollen an den Grenzübergängen verstärkt (LINK). Ruanda: Verstärkte Gesundheitskontrollen an den Landgrenzübergängen zur D.R. Kongo und verschärfte Einreisekontrollen am Kigali International Airport für Reisende, die nach Ruanda einreisen. Vereinigte Staaten: Einführung verschärfter Einreisekontrollmassnahmen in den USA und Einrichtung einer regionalen Ebola-Quarantäne- und Behandlungseinrichtung in Kenia für exponierte oder infizierte US-Bürger. Kanada: Vorübergehende Einreisebeschränkungen für Einwohner aus der D.R. Kongo, Uganda und des Südsudans, gültig ab dem 27. Mai für 90 Tage. Ab dem 30. Mai unterliegen asymptomatische kanadische Staatsbürger und Einwohner, die aus Hochrisikogebieten zurückkehren, einer 21-tägigen Quarantäne. Für andere Länder siehe IATA-LINK, der ständig aktualisiert wird.
Ebola-Ausbruch – länderspezifische Ein- und Ausreisebestimmungen
Die International Air Transport Association (IATA) aktualisiert laufend die länderspezifischen Ein- und Ausreisebestimmungen im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Die aktuellsten Informationen finden Sie unter dem IATA-LINK.
Mayotte: Lokale Malariaübertragungen im Jahr 2026 – aktueller Stand
Bis zum 29. Mai 2026 wurden auf Mayotte insgesamt 197 Malariafälle registriert. Davon wurden 71 Fälle vor Ort übertragen, das heisst, die Betroffenen haben sich auf Mayotte angesteckt. Weitere 109 Fälle wurden aus anderen Regionen eingeschleppt, überwiegend von den Komoren. Bei 17 Fällen konnte die Herkunft der Infektion nicht eindeutig geklärt werden. Die meisten Erkrankungen wurden durch den Malaria-Erreger Plasmodium falciparum verursacht, der fürbesonders schwere Krankheitsverläufe verantwortlich sein kann. Im Vergleich zum April 2026 ist die Zahl der Fälle deutlich gestiegen. Vor allem die zunehmende Übertragung auf Mayotte selbst gilt als besorgniserregend und erschwert die Bemühungen, Malaria auf der Insel langfristig zu beseitigen.
Kolumbien: Anhaltender Gelbfieberausbruch betrifft auch Reisende
Im Departement Tolima wurden in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt 28 Gelbfieberfälle bei Reisenden registriert, von denen 14 tödlich verliefen. Dies verdeutlicht die wichtige Rolle des Reiseverkehrs bei der weiteren Ausbreitung des anhaltenden Ausbruchs. Zwischen 2024 und dem 17. Mai 2026 meldete Kolumbien insgesamt 192 bestätigte Gelbfieberfälle und 85 Todesfälle in zehn Departamentos. Eine besondere Herausforderung für die Eindämmung des Ausbruchs bleibt die Impfskepsis in Teilen der Bevölkerung. Lokale Gesundheitsbehörden sehen dabei Parallelen zu den Vorbehalten gegenüber Impfungen, die bereits während der COVID-19-Pandemie beobachtet wurden.
Japan, Nepal: Masernausbrüche
Japan: Bis zum 24. Mai 2026 meldete Japan insgesamt 511 Masernfälle. Damit lag die kumulierte Zahl der gemeldeten Fälle höher als im gleichen Zeitraum jedes Jahres von 2020 bis 2025. Nepal: Seit Januar 2026 hat Nepal Masernausbrüche in neun Distrikten gemeldet, wobei kürzlich eine Übertragung in weiteren Gemeinden in den Distrikten Jajarkot und Surkhet bestätigt wurde. Landesweit haben sich mehr als 300 Kinder und Jugendliche infiziert, darunter über 200 Fälle im Distrikt Baglung.
Italien: Tollwut bei einem illegal eingeführten Hund bestätigt
Am 27. Mai 2026 bestätigte Italien einen Tollwutfall bei einem Hund in Vittorio Veneto in der Provinz Treviso (Region Venetien). Die Ermittlungen ergaben, dass der Hund im Dezember 2025 nach einer Urlaubsreise eines Familienmitglieds nach Marokko illegal nach Italien eingeführt worden war. Dies ist der erste gemeldete Tollwutfall in Nordostitalien seit etwa 15 Jahren und hat in Vittorio Veneto zu verstärkten Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Veterinärkontrolle geführt, darunter eine Tollwut-Postexpositionsprophylaxe (PEP) für 32 Personen.
Bangladesh: Anhaltender grossflächiger Masernausbruch
In Bangladesch besteht ein landesweiter Masernausbruch: Seit Jahresbeginn 2026 wurden in allen 64 Distrikten bereits mehr als 60’000 Verdachtsfälle und 8’300 laborbestätigte Fälle registriert. Seit dem 9. April 2026 liegt die durchschnittliche Zahl der täglichen Verdachtsfälle bei über 1’100. Die Division Dhaka ist am stärksten betroffen ist. Auch unter Rohingya-Flüchtlingen in den Lagern Cox’s Bazar und Bhasan Char wurden Fälle registriert.
Saudi-Arabien: Hadsch und Umra 2026
Hajj, die jährliche Pilgerfahrt nach Mekka im Königreich Saudi-Arabien (KSA), ist eine der grössten Versammlungen dieser Art weltweit. In diesem Jahr wird der Beginn des Hajj für den 25. Mai 2026 erwartet. In der Regel versammeln sich jedes Jahr etwa drei Millionen Muslime aus aller Welt in Mekka zum Hajj. Umrah ist eine kürzere, nicht obligatorische Pilgerreise für Muslime, die als Teil des Hadsch-Rituals durchgeführt wird, aber auch jederzeit unternommen werden kann.
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- Inhalt verfasst vom Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin
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Aktualisierung von Empfehlungen
Informieren Sie sich über die neuesten inhaltlichen Anpassungen auf der WebsiteChikungunya-Impfempfehlung - Update
Die Chikungunya-Impfempfehlung für Mayotte wurde aktualisiert.
Polio Impfemfehlung
Die vorläufige Empfehlung der WHO zur Polioimpfung für Madagaskar und Malawi hat sich geändert.
Empfehlung zu Chikungunya - Aktualisierung
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat am 22. April 2026 die Liste der Gebiete aktualisiert, in denen ein Risiko für Chikungunya besteht.
Länderliste Gelbfieber
Die „Länderliste für Gelbfieber“ (Impfempfehlungen und Einreisebestimmungen) wurde aktualisiert und ist in der PRO-Version verfügbar -> Gelbfieber -> Dokumente für Fachleute.
Polio - aktualisierte temporäre WHO Empfehlungen
Die Länderseiten wurden auf den neuesten Stand gebracht, um die aktualisierten Empfehlungen der WHO zur vorübergehenden Poliobekämpfung zu berücksichtigen.
Neue Empfehlung zur Chikungunya-Impfung
Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin hat die Empfehlungen zur Verwendung von Chikungunya Impfstoff für Französisch-Guayana herausgegeben.
Malaria Präventionsempfehlung - Update 2026
Die Risikogebiete und Präventionsempfehlungen wurden auf den entsprechenden Länderseiten und Karten aktualisiert.
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