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Aktuelle News
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D.R. Kongo, Uganda: Bundibugyo-Ebola - Update 9.7.2026
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Die Epidemie hat noch keinen Höhepunkt erreicht: Die Gesamtzahl der Fälle hat sich in weniger als vier Wochen von 695 auf 1’759 mehr als verdoppelt (Stand 7. Juli 2026), was auf eine anhaltende und sich ausbreitende Übertragung innerhalb der Bevölkerung hindeutet. Mittlerweile sind auch zwei weitere Provinzen betroffen:
- Tshopo: Am 9. Juli 2026 wurden zwei Fälle in Kisangani, der Provinzhauptstadt, gemeldet, die etwa 600 km vom Epizentrum entfernt liegt. Ein Fall steht im Zusammenhang mit dem Gesundheitsbezirk Niania in Ituri; der andere weist über Kisangani hinaus keinen offensichtlichen geografischen Zusammenhang auf, was auf eine vor Ort erworbene Übertragung hindeutet.
- Haut-Uélé: Am 29. Juni 2026 wurde ein importierter Fall gemeldet.
Weitere Meldungen
- Uganda: Seit dem 22. Juni 2026 kein neuer Fall.
- Uganda hat die Anwendung des noch nicht regulär zugelassenen antiviralen Medikaments Galidesivir bei einzelnen Patientinnen und Patienten erlaubt. Dies erfolgt im Rahmen eines WHO-Programms für den kontrollierten Einsatz vielversprechender, noch in der Erprobung befindlicher Behandlungen. Es ist die erste Therapie, die speziell gegen das Bundibugyo-Virus eingesetzt werden kann.
- Der in Frankreich gemeldete importierte Fall, der am 24. Juni 2026 gemeldet wurde, wurde am 4. Juli nach zwei negativen PCR-Tests als geheilt erklärt.
Madagaskar: Anhaltende Ausbreitung der Mpox-Virusvariante Clade 1b
Seit Dezember 2025 verzeichnet Madagaskar den grössten Ausbruch der Mpox-Virusvariante Clade Ib in Afrika und weltweit. Das Virus wird weiterhin innerhalb der Bevölkerung übertragen, und die Zahl der Neuerkrankungen bleibt hoch.
Bis zum 14. Juni 2026 wurden in Madagaskar mehr als 4’111 Verdachtsfälle gemeldet. Davon wurden 2’363 Infektionen bestätigt, und 15 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Die meisten Todesfälle betrafen Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.
Der Ausbruch ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Zahl der neuen Fälle bleibt hoch, und viele Tests fallen positiv aus. Die Eindämmung wird durch mehrere Faktoren erschwert, darunter Engpässe bei Impfstoffen, Probleme bei deren Lagerung und Transport (Kühlkette), Herausforderungen im Gesundheitswesen sowie die Notwendigkeit, die Bevölkerung weiterhin umfassend zu informieren und in die Massnahmen zur Eindämmung einzubeziehen.
Costa Rica: Mehr Chikungunya-Fälle in Strandregion
Costa Rica hat einen Anstieg der lokal übertragenen Chikungunya-Fälle in Playa Langosta (Pazifikküste, Provinz Guanacaste) gemeldet, einem beliebten Reiseziel in der Nähe von Tamarindo. Die Gesundheitsbehörden haben 45 Verdachtsfälle identifiziert, darunter 4 laborbestätigte und 17 wahrscheinliche Fälle, die sowohl Einheimische als auch ausländische Besucher betreffen. Im Jahr 2026 wurden landesweit insgesamt 16 bestätigte Chikungunya-Fälle gemeldet; dies sind die ersten Ansteckungen innerhalb Costa Ricas seit 2017.
USA: Lokaler Ausbruch der Legionärskrankheit in New York
Die Gesundheitsbehörden untersuchen derzeit einen Ausbruch der Legionärskrankheit in der Upper East Side von Manhattan. Bis zum 7. Juli 2026 wurden 28 Fälle und 21 Krankenhausaufenthalte gemeldet, Todesfälle gab es keine.
Legionellen vermehren sich insbesondere in Warmwassersystemen, Luftbefeuchtern, Kühltürmen, Whirlpools und hydrotherapeutischen Einrichtungen bei Wassertemperaturen unter 50 °C. Weitere Informationen zur Krankheit finden Sie unter ECDC-LINK.
WHO erklärt Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff für beendet
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Hantavirus-Ausbruch im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius für beendet erklärt. Die letzte Kontaktperson hat die Quarantäne beendet, ohne ohne sich anzustecken.
Insgesamt gab es 13 bestätigte Fälle, darunter drei Todesfälle. Mehr als 650 Kontaktpersonen in 33 Ländern und Gebieten wurden überwacht.
DR Kongo, Uganda: Bundibugyo-Ebola, Update 2.6.2026
Die Demokratische Republik Kongo sieht sich weiterhin mit einem sich ausbreitenden Ebola-Ausbruch konfrontiert, mit mehr als 1’406 bestätigten Fällen und 438 Todesfällen. Zwar wurden die Behandlungs- und Diagnosekapazitäten ausgebaut, doch die Übertragungsrate bleibt hoch, und die Hilfsmassnahmen werden durch die unsichere Lage behindert, unter anderem durch einen kürzlich erfolgten Angriff auf ein Ebola-Behandlungszentrum.
In der Provinz Haut-Uélé wurde ein bestätigter Ebola-Fall festgestellt, nachdem die betroffene Person aus Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, angereist war, was auf eine weitere geografische Ausbreitung hindeutet. Haut-Uélé liegt nördlich von Ituri und grenzt an den Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.
Wie in Ituri gibt es auch in dieser Provinz regen grenzüberschreitenden Verkehr und Handel, was nach Ansicht der Gesundheitsbehörden die Ausbreitung des Virus begünstigt. Daneben wurden zwei Fälle aus der Provinz Tschopo gemeldet.
Uganda: Fall von Marburg-Viruserkrankung in der Westregion bestätigt
Am 1. Juli 2026 wurde ein Fall der Marburg-Viruserkrankung im Bezirk Kyegegwa im Westen Ugandas bestätigt.
Andere Berichte deuten auf einen zweiten bestätigten Fall hin, der bislang jedoch nicht offiziell bestätigt wurde.
Derzeit untersuchen die Gesundheitsbehörden die Infektionsquelle und verfolgen Kontaktpersonen nach. Dies ist besonders wichtig, da im Bezirk viele Flüchtlinge leben und mit einer erhöhten Bevölkerungsbewegung zu rechnen ist.
Der Ausbruch fällt mit dem derzeitigen Ebola-Ausbruch in Uganda zusammen. Der letzte Ausbruch der Marburg-Viruserkrankung in Uganda wurde 2017 registriert.
Informationen zur Marburg-Viruserkrankung finden Sie im Factsheet.
Kanada: Kind stirbt an Tollwut nach Kontakt mit einer Fledermaus
Ein kürzlich veröffentlichter Fallbericht beschreibt den tödlichen Verlauf einer Tollwutinfektion bei einem gesunden 11-jährigen Jungen in Ontario. Im Jahr 2024 hatte eine Fledermaus während seines Schlafs in einem Ferienhaus kurz sein Gesicht berührt. Sichtbare Bissspuren wurden nicht festgestellt, und eine vorbeugende Behandlung nach dem möglichen Kontakt mit Tollwut (Postexpositionsprophylaxe) wurde nicht durchgeführt.
Neunzehn Tage nach dem Kontakt traten erste neurologische Beschwerden auf. Vier Tage nach der Aufnahme ins Krankenhaus wurde die Tollwutinfektion durch einen PCR-Test bestätigt. Trotz intensiver medizinischer Behandlung verstarb der Junge 36 Tage nach dem Kontakt mit der Fledermaus.
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