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WHO erklärt Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff für beendet
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Hantavirus-Ausbruch im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius für beendet erklärt. Die letzte Kontaktperson hat die Quarantäne beendet, ohne ohne sich anzustecken.
Insgesamt gab es 13 bestätigte Fälle, darunter drei Todesfälle. Mehr als 650 Kontaktpersonen in 33 Ländern und Gebieten wurden überwacht.
DR Kongo, Uganda: Bundibugyo-Ebola, Update 2.6.2026
Die Demokratische Republik Kongo sieht sich weiterhin mit einem sich ausbreitenden Ebola-Ausbruch konfrontiert, mit mehr als 1’406 bestätigten Fällen und 438 Todesfällen. Zwar wurden die Behandlungs- und Diagnosekapazitäten ausgebaut, doch die Übertragungsrate bleibt hoch, und die Hilfsmassnahmen werden durch die unsichere Lage behindert, unter anderem durch einen kürzlich erfolgten Angriff auf ein Ebola-Behandlungszentrum.
In der Provinz Haut-Uélé wurde ein bestätigter Ebola-Fall festgestellt, nachdem die betroffene Person aus Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, angereist war, was auf eine weitere geografische Ausbreitung hindeutet. Haut-Uélé liegt nördlich von Ituri und grenzt an den Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.
Wie in Ituri gibt es auch in dieser Provinz regen grenzüberschreitenden Verkehr und Handel, was nach Ansicht der Gesundheitsbehörden die Ausbreitung des Virus begünstigt. Daneben wurden zwei Fälle aus der Provinz Tschopo gemeldet.
Uganda: Fall von Marburg-Viruserkrankung in der Westregion bestätigt
Am 1. Juli 2026 wurde ein Fall der Marburg-Viruserkrankung im Bezirk Kyegegwa im Westen Ugandas bestätigt.
Andere Berichte deuten auf einen zweiten bestätigten Fall hin, der bislang jedoch nicht offiziell bestätigt wurde.
Derzeit untersuchen die Gesundheitsbehörden die Infektionsquelle und verfolgen Kontaktpersonen nach. Dies ist besonders wichtig, da im Bezirk viele Flüchtlinge leben und mit einer erhöhten Bevölkerungsbewegung zu rechnen ist.
Der Ausbruch fällt mit dem derzeitigen Ebola-Ausbruch in Uganda zusammen. Der letzte Ausbruch der Marburg-Viruserkrankung in Uganda wurde 2017 registriert.
Informationen zur Marburg-Viruserkrankung finden Sie im Factsheet.
Kanada: Kind stirbt an Tollwut nach Kontakt mit einer Fledermaus
Ein kürzlich veröffentlichter Fallbericht beschreibt den tödlichen Verlauf einer Tollwutinfektion bei einem gesunden 11-jährigen Jungen in Ontario. Im Jahr 2024 hatte eine Fledermaus während seines Schlafs in einem Ferienhaus kurz sein Gesicht berührt. Sichtbare Bissspuren wurden nicht festgestellt, und eine vorbeugende Behandlung nach dem möglichen Kontakt mit Tollwut (Postexpositionsprophylaxe) wurde nicht durchgeführt.
Neunzehn Tage nach dem Kontakt traten erste neurologische Beschwerden auf. Vier Tage nach der Aufnahme ins Krankenhaus wurde die Tollwutinfektion durch einen PCR-Test bestätigt. Trotz intensiver medizinischer Behandlung verstarb der Junge 36 Tage nach dem Kontakt mit der Fledermaus.
Weltweit: WHO-Daten zur erheblichen Untererfassung menschlicher Tollwut-Todesfälle
Die WHO-Daten für den Zeitraum 2022–2024 zeigen, dass die offiziell gemeldeten Todesfälle durch Tollwut beim Menschen weiterhin weit unter den Schätzungen aus Modellrechnungen liegen, was auf eine erhebliche Untererfassung weltweit hindeutet. Diese Diskrepanz ist wahrscheinlich auf eine unzureichende Überwachung, Fehldiagnosen, begrenzte Meldekapazitäten und eine mangelhafte sektorübergreifende Koordination zurückzuführen. Die WHO-Region Afrika verzeichnet die höchste Zahl an Todesfällen durch Tollwut beim Menschen, während aktuelle Modellrechnungen darauf hindeuten, dass in Afrika auf jeden gemeldeten Fall etwa 300 Tollwutfälle unentdeckt bleiben könnten.
In den meisten Ländern herrscht ein anhaltender Mangel an Tollwut-Immunglobulin (RIG), in einigen ist es überhaupt nicht verfügbar. Eine Umfrage in 20 Ländern zeigte, dass nur fünf Länder über zugelassene oder verfügbare RIG-Produkte verfügten – und selbst dort war die Versorgung häufig unregelmässig. Mehrere Länder berichteten von jahrelangen Lieferengpässen oder einer fehlenden lokalen Verfügbarkeit. Auch monoklonale Tollwut-Antikörper, die eine Alternative zu RIG darstellen, werden bislang kaum eingesetzt; lediglich Nigeria und Togo gaben ihre Verwendung an.
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