Medizinische Empfehlungen

für Reisende

Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin
Gesundes Reisen

Gesundes Reisen

Allgemein

  • Haben Sie die länderspezifischen Einreisebestimmungen überprüft, wie etwa Visum, Pflichtversicherungen, COVID-Tests, Impfungen?
  • Haben Sie eine geeignete Reisekrankenversicherung?
  • Haben Sie Kopien Ihres Reisepasses und Ihrer Tickets dabei?
  • Haben Sie medizinische Kontaktdaten und wichtige Telefonnummern dabei, wie z.B. die von Familie, Hausarzt, Krankenversicherung, Reiseversicherung, Kreditkarteninstitut?
  • Haben Sie Kleidung eingepackt, die für das Zielland angemessen ist? Haben Sie dabei an kulturelle, religiöse, klimatische und geographische (z. B. Höhenlage) Aspekte gedacht?
  • Wenn Sie mit Ihrem eigenen Auto verreisen – oder ein Auto mieten wollen – sorgen Sie dafür, dass Sie einen ausreichenden Versicherungsschutz, einen internationalen Führerschein und eine Fahrzeugausstattung gemäß den örtlichen Vorschriften haben.

Gesundheitsprävention

  • Vereinbaren Sie mindestens 6 - 8 Wochen vor Ihrer Abreise einen Termin bei einem/r Arzt/Ärztin spezialisiert auf Tropen- und Reisemedizin.
  • Holen Sie sich ein COVID-19-Zertifikat, falls dieses von einem der Länder, in die Sie reisen, gefordert wird.
  • Sind Ihnen häufig vorkommende Krankheiten, Gesundheitsrisiken sowie die für Ihr Zielland empfohlenen oder obligatorische Impfungen bekannt?
  • Haben Sie an Schutzmaßnahmen gegen Insektenstiche gedacht (z. B. Moskitonetz, Repellentien)?
  • Sind Sie über die häufigsten Gifttiere im Reisezielland informiert?
  • Haben Sie eine geeignete Sonnencreme, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung?
  • Lassen Sie sich im Vorfeld von Ihrem Hausarzt untersuchen, wenn Sie an einer chronischen Erkrankung leiden.
  • Wenn Sie an einer chronischen Erkrankung leiden, holen Sie sich für den Krankheitsfall lokale Kontaktdaten (z. B. für Krankenhäuser).
  • Denken Sie auch an geschützten Geschlechtsverkehr und nehmen Sie Kondome mit, da diese in Ihrem Zielland möglicherweise nur schwer erhältlich oder von schlechter Qualität sein können.
  • Lassen Sie sich vor längeren Reisen zahnärztlich untersuchen.

Medikamente

  • Haben Sie eine ausreichende Menge an Medikamenten dabei, die Sie einnehmen müssen (vorzugsweise in einem wasserdichten Behälter)?
  • Haben Sie ein Notfallset mit wichtigen Medikamenten und Erste-Hilfe-Material?
  • Besorgen Sie sich gegebenenfalls ein ärztliches Attest für Medikamente und Spritzen, die Sie mit sich führen.

Under construction

Durch Impfungen sind Sie gegen zahlreiche ansteckende Krankheiten gut gewappnet. Sie können sich beim Hausarzt, beim Tropenarzt oder in einem Impfzentrum impfen lassen. Einzig die Gelbfieberimpfung wird nur in Impfzentren und bei bestimmten Impfärzten durchgeführt. 


Die Indikationen für Impfungen bei Auslandreisen richten sich nach:

  • Den Einreise-Vorschriften (Gelbfieber- und Meningokokken Meningitis Impfung)
  • Reise- und umgebungsspezifische Aspekte: Reiseziel, die epidemiologische Lage an den Reisezielen, Aufenthaltsdauer, Reisestil (Trekking, Übernachtungen bei Einheimischen oder Fünfsternhotel), Stadt- oder Landaufenthalt und die bis zur Abreise verfügbare Zeit (geplante oder Last-Minute-Reise).
  • Persönliche Kriterien: Impfanamnese (Unverträglichkeiten, usw), Alter, Schwangerschaft, Allergien, Gesundheitszustand, chronische Krankheiten, aktuelle Medikation, Immunschwäche, usw.

Rechtzeitig impfen
Gewisse Impfungen benötigen mehrere Impfdosen zu einem genügenden Schutz. Man sollte sie am besten 6 bis 8 Wochen vor der Abreise einplanen. 

Aber auch wenn Sie sich für eine Last-Minute Reise entscheiden, sollten Sie vorher noch einen Arzt aufsuchen. Eine Auffrischimpfung gibt sehr rasch einen genügenden Schutz und es existieren beschleunigte Impfschemata. Man kann mehrere Impfungen gleichzeitig vornehmen. 

Bringen Sie ausser ihrem Impfausweis auch eine Aufstellung der Medikamente, die Sie regelmässig einnehmen, mit.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie folgende Probleme haben:

  • Allergien
  • Heftige Reaktion auf eine Impfung
  • Schwangerschaft
  • Chronische Krankheiten, Krebs
  • Dauerbehandlungen mit Blutverdünnern§ Behandlungen, die eine Auswirkung aufs Immunsystem haben: Kortison, Chemotherapie usw.
  • eine HIV-Infektion/AIDSFalls Sie eines der obengenannten Probleme betrifft, können gewisse Impfungen kontraindiziert sein oder nur mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Fieber sollten Impfungen vertagt werden.


Für weitere Informationen:

  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG): Informationen rund ums Impfen
  • Infovac: www.infovac.ch 

Fragen / Antworten 

  • Ist es möglich mehrere Impfungen gleichzeitig zu machen ?
    Ja, man kann mehrere Impfungen gleichzeitig an verschiedenen Einstichstellen am (an den) Arm(en) vornehmen.


  • Kann man Impfungen ins Gesäss injizieren ?
    Nein, keine Impfung wird ins Gesäss injiziert; bei Erwachsenen werden die Impfungen am Arm vorgenommen.


  • Kann man alle Impfungen in einer gleichen Spritze mischen und sie dann injizieren ?
    Nein, jede Impfung muss separat vorgenommen weden; es gibt jedoch einzelne Impfungen die vom Hersteller bereits kombiniert wurden wie zum Beispiel Diphterie/Tetanus oder Hepatitis A + B.


  • Ich habe Schnupfen / Husten / Grippe, kann ich trotzdem geimpft werden ?
    Ja, trotz Schnupfen, Husten opder Grippe kann man geimpft werden; falls man jedoch 38° Fieber oder mehr hat, ist es besser, die Impfung zu verschieben.

  • Ein optimaler Insektenschutz ist für die Vorbeugung vieler Krankheiten unerlässlich.
  • Dieser besteht aus Repellentien, Kleidung, die mit Insektenschutzmitteln imprägniert ist und Vorsichtsmaßnahmen während der Schlafenszeit. 
  • Maßnahmen gegen Insektenstiche sollten in den meisten Gebieten zu jeder Tages- und Nachtzeit ergriffen werden.
  • Dieses Merkblatt enthält wichtige Informationen zu verschiedenen Massnahmen zum Schutz vor Insektenstichen.
  • Zur optimalen Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen.

  • Dieses Informationsblatt enthält wichtige Informationen zu verschiedenen Maßnahmen zum Schutz vor Insektenstichen.
  • Für eine optimale Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen und das Informationsblatt auf Ihre Reise mitzunehmen.

  • Informieren Sie sich über Stechmücken und weitere für Ihr Reiseziel relevante Insekten, und auch darüber, wann diese aktiv sind und zustechen bzw. zubeißen.
  • Wenden Sie auf unbedeckter Haut Insektenschutzmittel (sogenannte Repellentien) gemäß den entsprechenden Produkthinweisen an.
  • Verwenden Sie das Produkt entsprechend der Anweisungen mehrfach, um ausreichend Schutz zu gewährleisten.
  • Tragen Sie lange Kleidung, Socken und Schuhe.
  • Besprühen oder imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Insektiziden.
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz oder in einem Raum mit Klimaanlage.
  • Die folgenden Methoden funktionieren NICHT: Essen von Knoblauch, Auftragen von Parfüm, Thiamin (Vitamin B1), Ultraschallgeräte, elektronische Mückenabwehr (Stromausfälle!), mobile Apps, Alkohol, Hefeextrakt.

Wenn Sie auf Reisen gesund bleiben wollen, ist es wichtig, dass Sie sich gegen Insektenstiche und Zecken schützen. Vor allem Stechmücken übertragen oft Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zika-Fieber. Zecken können Borreliose (Lymekrankheit), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder das Afrikanische Zeckenbissfieber übertragen. Sandmücken übertragen Leishmaniose und Tsetsefliegen die Afrikanische Schlafkrankheit. Gegen einige dieser Krankheiten gibt es Impfungen oder die Möglichkeit der Chemoprophylaxe (vorbeugende Medikation). Bei vielen besteht der einzige mögliche Schutz jedoch darin, Insektenstiche bzw. -bisse zu verhindern. Krankheiten, die durch Stechmücken verursacht werden, sind in vielen tropischen Gegenden weit verbreitet. Da die verschiedenen Arten von Stechmücken zu verschiedenen Tages- (Aedes/Stegomyia) und/oder Nachtzeiten (Anopheles) aktiv sind, wird Reisenden empfohlen, rund um die Uhr für Schutz vor Mückenstichen zu sorgen. Die Hauptaspekte beim Mückenschutz sind:

  • Verwendung von Insektenschutzmitteln (Repellentien): Dies sind Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, um Stechmücken und andere Insekten fernzuhalten oder abzuwehren. Sie wirken chemisch gegen Stoffe auf der menschlichen Haut, die Insekten normalerweise anlocken, und reduzieren so die Attraktivität des Reisenden für Mücken und Insekten. Die am meisten verwendeten Repellentien enthalten DEET (mindestens 20 – 30 %, maximal 50 %). Studien haben gezeigt, dass DEET von allen Personengruppen (inkl. Kleinkinder (älter als 2 Monate), Kindern und schwangeren Frauen) gut vertragen wird, wenn das Mittel gemäß der Produkthinweise angewendet wird. Andere empfohlene Insektenschutzmittel sind Icaridin, Eukalyptus-Citriodiol und IR3535. Die Insektenschutzmittel unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit und in der Dauer des Schutzes. Einige Produkte enthalten eine Kombination verschiedener Repellentien.
  • Kleidung: Tragen Sie langärmelige Kleidung, Schuhe und Socken.
  • Imprägnierung von Textilien (Kleidung, Moskitonetze) mit Insektiziden: Insektizide (wie z. B. Permethrin) sind Mittel, mit denen Insekten getötet oder „ausgeschaltet“ werden.
  • Als Kombinationsstrategie wird empfohlen, sowohl Insektenschutzmittel (Repellentien) auf die Haut aufzutragen, als auch Textilen mit Insektiziden zu imprägnieren/einzusprühen.
  • Insektizide können außerdem im Raum verteilt werden, und zwar mit Hilfe von Sprays oder durch Geräte, die das Insektizid freisetzen. Brennbare Mückenspiralen sollten nur in Außenbereichen verwendet werden.
  • Aufenthalt in abgeschirmten und/oder klimatisierten Räumen mit geschlossenen Fenstern.
  • Schlafen unter imprägnierten Moskitonetzen.

Die meisten Reisenden verwenden eine viel geringere Menge der Repellentien als für einen ausreichenden Schutz empfohlen wird, wodurch die Wirkung abnimmt. Insektenschutzmittel müssen regelmäßig aufgetragen werden, besonders nach dem Schwimmen oder bei heißen, feuchten Wetterbedingungen, in denen man leicht ins Schwitzen kommt. Wenn Sie Repellentien tagsüber verwenden, sollten Sie Sonnencreme bereits 15 Minuten vor dem Insektenschutzmittel auftragen. Es wird empfohlen, eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 – 50 zu nutzen, um die durch DEET verursachte Reduktion des LSF zu kompensieren.

Die verschiedenen Repellentien (DEET, Icaridin, ätherische Öle wie Citriodiol) unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit gegen verschiedene Überträger; gegen Zecken wirken sie weniger gut. Den Schutz gegen Zecken können Sie um ein Vielfaches verbessern, indem Sie Ihre Kleidung imprägnieren und Ihre Socken über die Hosenbeine ziehen, um zu verhindern, dass Zecken an unbedeckte Hautstellen gelangen können.

Der Nutzen von Repellentien als Schutz vor Tsetsefliegen und Sandmücken ist zwar weniger gut dokumentiert, dennoch wird die Verwendung einer Kombination aus Repellentien und mit Insektiziden imprägnierter Kleidung empfohlen.

Untersuchen Sie Ihren Körper nach Aufenthalten in der Natur auf Zeckenbisse. Wenn Sie eine Zecke finden, sollten Sie diese so schnell wie möglich entfernen. Dies geht am besten mit einer spitzen Pinzette, mit der Sie die Zecke direkt über der Haut greifen und gleichmäßig daran ziehen. Die Bissstelle sollte anschließend desinfiziert werden. Wenn nach einem Zeckenbiss Symptome wie Rötungen oder Fieber auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da möglicherweise eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist. Eine vorsorgliche Antibiotikabehandlung nach Zeckenbissen wird jedoch nicht empfohlen.

Diese Impfung wird allen Menschen empfohlen, die in Gebieten leben oder sich vorübergehend dort aufhalten, in denen eine Übertragung von FSME vorkommt (große Teile Europas, die baltischen Staaten, Russland bis in den fernen Osten).

  1. Hasler T, Fehr J, Held U, Schlagenhauf P. Use of repellents by travellers: a randomized, quantitative analysis of applied dosage and an evaluation of Knowledge Attitudes and Practices. Travel Med Infect Dis 2019: 27-33. Frei zugänglich unter https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1477893918303028?via%3Dihub 
  2. ABC der durch Insekten übertragenen Infektionen, die für Reisende von Relevanz sind (siehe Bild unten)
  3. Mückenschutzmittel (Repellentien), die dieses Siegel tragen, wurden ausführlich vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Basel) getestet und haben dabei bestimmte Anforderungen erfüllt. Außerdem werden diese Produkte jährlich erneut getestet. Unabhängig der Informationen auf der Produktverpackung, haben sich Produkte mit diesem Qualitätssiegel im Labortest für eine Dauer von mindestens 4 Stunden als sehr gut im Schutz gegen Stechmücken erwiesen. In der Schweiz sind folgende Produkte mit unserem Garantiezeichen erhältlich:
Anti Brumm Classic (20% Icaridin)Anti Brumm Night (20% Icaridin)
Anti Brumm Forte (28% DEET)Nobite Extreme (30% DEET und 20% Icaridin)
Anti Brumm Kids (20% Icaridin)KIK Activ (20% DEET)
Anti Brumm Naturel (31% Citriodiol)SENSOLAR ZeroBite (20% Icaridin)

 

Ruhig reist, wer versichert ist. Deckt Ihre Kranken- und Unfallversicherung Behandlungs- oder Transportkosten im Ausland und von da nach Hause. Spital-, Rettungs- und Transportkosten im Ausland sind jedoch oft so hoch, dass die Grundleistungen nicht ausreichen. Mit einer Ferien- und Reiseversicherung ersparen Sie sich unliebsame finanzielle Folgen.


Die schweizerische obligatorische Krankenpflegeversicherung:
Nur bei Notfallbehandlung im Ausland (Unfälle und Erkrankung, wo eine Rückkehr in die Schweiz aus medizinischen Gründe nicht möglich ist), werden die Kosten bis maximal zum doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte, vergütet. Die Rettungskosten von Personen in Lebensgefahr (z.B. nach einem Bergunfall oder bei einem Herzinfarkt) bezahlt die Grundversicherung ebenfalls die Hälfte, jedoch bis maximal 5000 Franken pro Jahr und nur in der Schweiz.

Europa: Für Reisen in der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) können Sie bei Ihrer Krankenkasse die europäische Krankenversicherungskarte verlangen. Diese Karte ermöglicht eine Behandlung im Aufenthaltsland zu gleichen Bedingungen wie mit der in Kraft stehenden Krankenkasse. So müssen Sie die Behandlungskosten vor Ort nicht vorschiessen (ausser einer eventuellen Franchise oder einer Beteiligung an den Kosten je nach Bedingung des Landes). Die Rechnung wird direkt an Ihrer Krankenkasse zugesendet.

Wenn Sie gewisse Beträge für Krankheitskosten vorstrecken mussten, sichern diese Dokumente Ihnen die Erstattung der Behandlungskosten am Aufenthaltsort oder innerhalb kurzer Zeit nach Ihrer Rückkehr.

Ferien: Spital-, Rettungs- und Transportkosten im Ausland sind jedoch oft so hoch, dass die Grundleistungen nicht ausreichen. Mit einer Ferien- und Reiseversicherung ersparen Sie sich unliebsame finanzielle Folgen. Gewisse Kreditkarten sowie der Touring Club Suisse bieten ähnliche Leistungen an.

Umfang und Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke hängt von Verschiedenem ab: Reiseziel, Reisedauer, Reisestil und die Grösse Ihrer Reisegruppe sind dafür bestimmend. Ist Ihre Reiseapotheke richtig gepackt, gilt es, sie auch richtig aufzubewahren: kindersicher, vor Zerbrechen geschützt und an einem kühlen Ort. Bevor Sie eines der Medikamente anwenden, lesen Sie bitte genau den Packungsprospekt, um mögliche Unverträglichkeiten oder Gegenindikationen auszuschliessen. Beachten Sie die Verfalldaten, die auf den Medikamentenpackungen angegeben sind. Ganz besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft geboten. Ihr Arzt wird Ihnen die Medikamente empfehlen und verschreiben, die für Sie am besten geeignet sind. Achtung: gewisse Medikamente (Schmerzmittel, Kodein und Morphin- Derivate, Betäubungsmittel, Schlaftabletten, Steroide,  usw.) können in gewissen Ländern verboten sein oder ein Arztzeugnis erfordern.

Bestehende Krankheiten: eine genügende Provision von zuhause regelmässig oder gelegentlich benötigten Medikamenten in separatem Gepäck (Handgepäck) mitnehmen.

Malaria-Prophylaxe
- Medikament: bei Reise in Malariagebiet
- Repellents für die Haut (z.B. Exopic®, Anti-Brumm®, Nobite®;  Kinder: Anti-Brumm sensitive®, Nobite Haut- Sensitive® ab 2 Jahren)
- Insektizid für Textilien (Nobite Kleidung®)

Allergische Reaktionen (z.B. bei Insektenstichen): Immer die vom Arzt verordneten Notfallmedikamente mitführen !

Desinfizieren der Hände: hydroalkoholische Lösung (mindestens 70% Ethanol)

Verletzung
- Desinfektionsmittel (z.B. Ethanol 75%, Merfen®, Betadine®)
- Verbandmaterial: Schnellverband, Heftpflaster, elastische Binde, sterile Gazen,
- Verbandklammern, Sicherheitsnadeln

Instrumente
- Fieberthermometer in bruchsicherer Hülle
- Kleine Schere
- Fremdkörperpinzette

Fieber, Erkältung, Schmerzen: Parazetamol (Dafalgan®,  Panadol®), Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID)

Magen und Darm
- Durchfallhemmendes Medikament bei wässrigem Durchfall ohne Fieber (z.B.Imodium®)
- Bei Durchfall mit hohem Fieber und blutigem Stuhl: Arztbesuch und/oder evtl. Antibiotikum (Ciprofloxacin, Azithromycin) während 1 bis 3 Tagen
Bei Kleinkindern und Betagten zur Zubereitung von Flüssigkeitsersatz (z. B. Oralpädon®, ELOTRANS®); bei Erwachsenen genügt erhöhte Flüssigkeits- und Salzaufnahme.

Übelkeit, Erbrechen, Reisekrankheit: z.B.Motilium®, Trawell®

Hautschutz
- Sonnenschutzcreme (Empfehlung: Schutzfaktor > 20, die Wahl hängt von Ihrem Hauttyp ab, von der Intensität der Sonnenstrahlen sowie von Ihren Aktivitäten.)
- Insektenstichreaktionen: (Fenistil®, Tavegyl Gel®)

Augenschutz
- Sonnenbrille, Linsenreinigungsmittel
- Bindehautentzündung: nicht-eitrige: Augentropfen (z.B. Oculosan®); eitrige: (z.B. Ciloxan®)

Erkältung: Nasentropfen, -spray vor dem Flug (Nasivine ®, Triofan ®)

Allergien: persönliche Medikamente (Antihistaminika, Asthmamedikamente, usw.)

AIDS/Sexuell übertragbare Krankheiten: Präservative oder Femidom®

Wasserdesinfektion: Entkeimungstabletten (z.B. Aquatabs®, Micropur forte®)

Sauerstoffmangel im Flugzeug ist heutzutage kein Thema mehr. Auch auf 12 000 m ü.M. entspricht das Sauerstoffangebot im Flugzeug etwa der Höhe von 2000 m ü.M. Die Luftdruckveränderung im Flugzeug ist kaum wahrzunehmen. Es sei denn, Sie sind erkältet, dann kann sich durch das Anschwellen der Schleimhäute die Verbindung von Rachen und Mittelohr verschliessen.

Der zunehmende Aussendruck beim Landen würde Sie dann im Ohr schmerzen. Am besten Sie sorgen vor: mit Nasentropfen, -sprays oder -salben; auch Kauen und Gähnen hilft, den Druck zu lindern. Die trockene Kabinenluft bewirkt zudem ein Austrocknen der Nasenschleimhäute, dagegen hilft eine Nasensalbe.

Thrombosen: Mit ein paar einfachen Vorkehrungen verhindern Sie Durchblutungsstörungen Ihrer Beine durch das lange Sitzen. Schränken Sie Ihre Beinfreiheit nicht durch Gepäckstücke ein, lockern Sie Ihre Muskeln durch ein paar Übungen im Sitzen oder stehen Sie auf und gehen ein paar Schritte. Trinken Sie reichlich (alkoholische Getränke mit Mass!) und Sie werden vor allem lange Interkontinentalflüge besser überstehen. Gut angepasste Kompressionsstrümpfe helfen Ihnen bei Venenleiden.

Der «Jet lag» trifft Sie nach dem Überfliegen mehrerer Zeitzonen mit Erschöpfung und Schlaflosigkeit, denn Ihre innere Uhr stimmt nicht mehr mit der Ortszeit überein. Kleine Nickerchen im Flugzeug, nach der Ankunft, so schnell wie möglich den neuen Lebensrhythmus übernehmen (inkl. Licht- und Sonnenexposition tagsüber) und Sie haben das Übel am schnellsten überwunden. Medikamente können Ihnen dabei helfen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt.

Alle Medikamente für die Reise führen Sie am besten im Handgepäck mit. Ist deren Einnahme zeitlich streng vorgeschrieben (z.B.Insulin, Antibabypillen), besprechen Sie vor Ihrer Abreise mit dem Arzt, wie die Anwendung bei grossen zeitlichen Verschiebungen erfolgen soll.

Sind Sie krank oder behindert, ist das Flugzeug Ihr Transportmittel: Sie erhalten Unterstützung, einen Rollstuhl oder die Möglichkeit zu liegen, wenn Sie die Fluglinie rechtzeitig informieren. Liegendtransporte werden stets begleitet. In Notfällen ist mit dem Flugzeug meistens eine rasche Rückkehr nach Hause möglich (s.u." Vorbereitungen und Versicherungen: Medizinische Notfälle im Ausland" ).

Mehr und mehr Menschen machen auf Kreuzfahrtschiffen Urlaub. An Bord ist die medizinische Versorgung unterschiedlich, und ein Transport nach Hause oder ans Festland nicht immer möglich. Ältere Leute, Personen mit chronischen Erkrankungen oder Menschen mit Gangschwierigkeiten sollten eine solche Reise mit ihrem Arzt besprechen. Da bei einer Kreuzfahrt so viele Menschen auf eher engem Raum zusammen unterwegs sind, können sich Erkrankungen wie die Grippe oder Magen Darm Infektionen schnell ausbreiten. Verschiedene Impfungen können sinnvoll sein. Es gibt auch Schiffe, die besonders medizinisch ausgerüstet sind (bsp. Hämodialyse, Rollstühle etc.)

Gesundheits-Empfehlungen

Check up: Vor der Abreise anzuraten bei allen kontrollbedürftigen Erkrankungen. Nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat Ihrer regulären Medikamente mit. Es kann hilfreich sein, ebenfalls einen Brief Ihres Arztes (möglichst auf Englisch) mitzunehmen, der kurz Ihre Erkrankung und den gegenwärtigen Therapieplan umreisst.

Sonnenbrand: Zusätzlich zur Sonneneinstrahlung, steigert die Licht-Reflexion durch das Meer die Sonnenintensität. Benutzen Sie Sonnencrème mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30, einen Sun Blocker oder physikalisch wirkenden Schutz). Tragen sie ausserdem Sonnenhut und Sonnenbrille (mit guten Gläsern) und vermeiden Sie die Sonnenexposition zwischen 11-15 Uhr.

Hitzschlag: Vermeiden Sie längere Aufenthalte und Ruhepausen in der Hitze an Deck insbesondere in den heissen Mittagsstunden, und denken Sie daran, viel zu trinken, um einem zu starken Flüssigkeitsverlust vorzubeugen.

Seekrankheit: Die Schiffsbewegungen rufen unterschiedliche Wahrnehmungen von Sehen und Gleichgewichtssinn hervor. Dieses Phänomen kann Sie seekrank machen. Eines der ersten Symptome ist typischerweise häufiges Aufstossen, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen und manchmal auch Schweissausbrüchen.
Ein paar Tipps: Halten Sie sich in der Mitte des Schiffs auf, wo die Bewegungen weniger ausgeprägt sind. Legen Sie sich ab und zu hin, schnappen Sie frische Luft an Deck und fixieren Sie den Horizont. Es hilft, in den ersten Tagen kleine leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Im Allgemeinen hält die Seekrankheit nicht lange an. Nach ein paar Tagen, wenn sich der Körper an die Schiffsbewegungen gewöhnt hat, ist sie vorbei. Es gibt auch vorbeugende Medikamente. Sie sollten eingenommen werden, bevor die Übelkeit entsteht. Fragen Sie Ihren Arzt nach dem für Sie am geeignetsten (es gibt für einige Medikamente Kontraindikationen, auch die Einnahme durch Kinder ist eingeschränkt).

Infektionskrankheiten: Auf Kreuzfahrtschiffen leben tausende Menschen verschiedenster Herkunft auf engem Raum zusammen und manchmal kann es zu kleinen Epidemien kommen. Impfen Sie sich, um sich zu schützen. Von Kreuzfahrtschiffen sind auch schon Fälle von Legionellose berichtet worden (siehe dort).

Impfungen: Basisimpfungen wie die gegen Diphtherie und Tetanus sollten aktuell sein (alle 10 Jahre auffrischen) ausserdem können insbesondere für Landgänge weitere Impfungen sinnvoll sein (bsp. Hepatitis A und andere). Risikopersonen sollten sich auch gegen Grippe und eventuell gegen Pneumokokken impfen lassen. Eine Gelbfieberimpfung könnte für afrikanische und südamerikanische Länder erforderlich sein.

Hygiene: In den letzten Jahren gab es auf Kreuzfahrtschiffen wiederholt Gastroenteritis- epidemien, die durch Norovirus hervorgerufen waren. Waschen Sie sich regelmässig die Hände. Im Falle von Übelkeit oder Durchfall konsultieren sie den Schiffsarzt.

Nahrungsmittel und Trinkwasser: Vorsicht bei Landgängen? Nehmen Sie vorzugsweise gekochte heisse Speisen und Wasser aus versiegelten Flaschen und ohne Eiswürfel zu sich. Vermeiden Sie Obst und Salate sowie rohe Meeresfrüchte.

Malaria: Das Risiko auf Schiffen ist in der Regel gering, da sie meist nur tagsüber in Risikogebieten anlegen und gegen Abend wieder auslaufen. Wenn nur ein Tagesausflug auf afrikanischem Boden vorgesehen ist, kann man auf eine Chemoprophylaxe (Präventiv-Medikation) verzichten. Allerdings ist eine genaue Abklärung mit einem erfahrenen Reise- oder Tropenmediziner ratsam, insbesondere, wenn Sie Landgänge in afrikanischen Häfen südlich der Sahara vorhaben. Bei jedem Fieber nach der Rückkehr von einer Kreuzfahrt mit Landgang in einem Malaria-Risiko-Gebiet müssen Sie an die Möglichkeit einer Malaria Infektion denken und möglichst schnell einen Arzt aufsuchen.

Unfälle: Die hin und wieder recht plötzlichen und ruckhaften Schiffsbewegungen können das Risiko zu stürzen erhöhen, insbesondere bei starkem Seegang. Denken Sie daran, sich am Treppengeländer festzuhalten oder nehmen Sie den Aufzug. Vermeiden Sie, bei starkem Wellengang an Deck herumzuspazieren.

Unter manchen Umständen ist eine Kreuzfahrt nicht empfehlenswert:

  • Personen, die unter Umständen schnelle medizinische Versorgung benötigen (kürzlicher Infarkt, kürzlich aufgetretene oder instabile Angina Pectoris)
  • Frauen mit Risikoschwangerschaften
  • Menschen mit körperlichen Handicaps, Gangunsicherheiten oder Gleichgewichtsstörungen (wegen der Unfallgefahr auf Grund der Schiffsbewegungen)

Geschäftsreisende, die sog. Entwicklungsländer besuchen, sind häufig schlecht über Gesundheitsrisiken informiert und besonders schlecht dagegen geschützt. Geschäftsreisen werden oft kurzfristig vereinbart, medizinische Information und Vorsorge gehen in der Hektik der Reisevorbereitung und angesichts anderer Prioritäten unter. Die Erkrankungsrate während und nach dem Aufenthalt im Ausland ist deswegen bei dieser Reisegruppe vergleichsweise hoch.

Einige Empfehlungen

Klima: Informieren Sie sich im Vorfeld über die Wetterverhältnisse damit Sie dann die richtige Garderobe einpacken. Vergessen Sie nicht Ihre Sonnenbrille und vielleicht noch wichtiger Sonnencrème.

Vorsicht Unterwegs: Vorsicht ist am Steuer bei Übermüdung und Jet Lag geboten. Verkehrsunfälle sind in Entwicklungsländern bis zu 20 mal häufiger als in Europa. Verzichten Sie auf Motorradfahrten. Bei Mietwagen wählen Sie ein Fahrzeug mit Sicherheitsgurten und gutem Reifenprofil, vermeiden Sie vor allem Langstrecken- und nächtliche Überlandfahrten. In Taxis sind Sie auf den Rücksitzen besser aufgehoben.

Zeitplan: Sie verhandeln erfolgreicher wenn Sie fit sind! Nehmen Sie sich genügend Zeit für Ihre Reise, planen Sie bei Treffen und Besprechungen die Zeitverschiebung mit ein (am Anfang, orientieren Sie sich an der entsprechenden Zeit zu Hause).

Flugreise/Jet Lag: Die Müdigkeit auf Grund der Zeitverschiebung kann Ihre Aktivität beeinflussen…Folgen Sie den Ratschlägen unter " Flugreise ", damit Sie sich schneller an die neue Zeit anpassen können. Zur Minderung des Thromboserisikos auf Flugreisen, trinken Sie viel Wasser, benutzen Sie Kompressionsstrümpfe und bewegen Sie Ihre Beine regelmässig.

Ernährung/Durchfallerkrankungen: Getränke (insb. mit Eiswürfeln) und Lebensmittel können Krankheiten übertragen. Durchfallerkrankungen sind die häufigsten Beschwerden auf Reisen. In Indien, Ägypten und verschiedenen Entwicklungsländern erkranken über 30 Prozent der Geschäftsreisenden daran. Reisedurchfall trifft vor allem jene, die die Regel "boil it, cook it, peel it - or forget it!" nicht beachten. Verzichten Sie möglichst auf unbehandeltes Leitungswasser, Eiswürfel, Eiscreme, Milchspeisen, Fruchtsäfte, Salate, rohes Gemüse und rohe Meeresfrüchte. Beim Auftreten von Durchfall trinken Sie ausreichende Mengen zur Rehydratation. Wenn Sie weder Blut noch Schleim im Stuhl haben und fieberfrei sind, können Sie kurzzeitig ein Durchfall stoppendes Medikament wie Loperamid (Imodium®) einnehmen, das aber keine ursächliche Behandlung darstellt, sondern nur die Symptome unterdrückt. Eine antibiotische Behandlung kann in einigen Fällen sinnvoll sein (s.u. Krankheiten und Behandlungen
"Durchfallerkrankungen" um spezifische Ratschläge).

Impfungen: Aktualisieren Sie fortlaufend Ihren Impfschutz (Diphtherie-Tetanus sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden, Mumps, Masern Röteln sollten durchgemacht, bzw. Je nach Alter ein- oder zweimal geimpft worden sein), eine Impfung gegen Kinderlähmung (Polio, in Risikoländern Afrikas und Asiens). Für jeden Aufenthalt in Hochrisikogebieten empfehlen sich Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus (häufig in Entwicklungsländern, Übertragung durch beider Erkrankungen durch die Aufnahme verunreinigten Wassers und verunreinigter Nahrungsmittel). Eine Grippeimpfung ist für gefährdete Personen sinnvoll (zwischen April und September auf der südlichen Hemisphäre, ganzjährig in den Tropen). Eine Impfung gegen Hepatitis B kann insbesondere relevant für Leute sein, die viel reisen (die Übertragung der Erkrankung erfolgt über Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten beispielsweise bei sexuellen Kontakten). Eine Gelbfieber-Impfung kann selbst für Kurzaufenthalte obligatorisch sein (im tropischen Afrika und einigen nördlichen Ländern Süd-Amerikas). Andere Impfungen können bei Epidemien empfohlen sein (bsp. Meningitis in Afrika südlich der Sahara oder Saudi Arabien etc.)

Malaria: Die Malaria stellt in vielen tropischen Regionen, insbesondere in Afrika, ein grosses gesundheitliches Risiko dar. Die Erkrankung wird über Moskitostiche gegen Abend und in der Nacht übertragen. Vor Reisen in betroffene Gebiete ist es unumgänglich, möglichst frühzeitig einen Arzt zu konsultieren, um mit ihm -in Abhängigkeit von der Situation- zu entscheiden, ob es nötig ist, regelmässig Medikamente zur Prophylaxe einzunehmen, oder ob es ausreicht, nur ein Notfall-Medikament mitzunehmen. Ein wirksamer Schutz vor Mückenstichen ist in jedem Falle anzuraten. Im Verlauf der letzten Jahre sind die Erreger der Malaria gegen viele früher gebräuchliche Medikamente resistent geworden, so dass Mittel, die Sie vielleicht noch von früheren Reisen haben unter Umständen nicht mehr wirksam sind. Bei Fieber nach der Rückkehr sollten Sie den Arzt aufsuchen und ihn informieren, wenn Sie sich in einem Malaria Risikogebiet aufgehalten haben. Schauen Sie unter " Reiseziele " nach den aktuellen Empfehlungen für die verschiedenen Länder.

Sexuelle Kontakte: Schützen Sie sich durch das Benutzen von qualitätsgeprüften Kondomen gegen HIV und andere Krankheiten und Infektionen, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Vor Ort finden Sie unter Umständen keine Kondome oder nur solche von zweifelhafter Qualität. Schauen Sie unter "Sexuell übertragbare Erkrankungen" um weitere Auskünfte zu bekommen.

Sicherheit: Erkundigen Sie sich nach den zu erwartenden Risiken und angebrachten Verhaltensweisen. Vermeiden Sie jegliche Aggressionen, sowohl tagsüber, als auch nachts. Machen Sie alleine keine abenteuerlichen Erkundungsgänge an Ihnen fremden Orten oder Gegenden. Vermeiden Sie, grosse Geldsummen mit sich zu führen. Falls Sie von bewaffneten Kriminellen überfallen werden sollten, versuchen Sie nicht, sich zu wehren. Materielle Verluste sind leichter zu verschmerzen, als körperliche. Klicken Sie auf Unfall, Gewalt, Sicherheit für weitere Hinweise.

Versicherung:
Überprüfen Sie vor der Reise Ihren Versicherungsschutz. Ihre Versicherung sollte Krankheiten und Unfälle, sowie für eventuell notwendige Heimtransporte aufkommen. Jedermann kann bei medizinischen Notfällen im Ausland über die Alarmnummer der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) rund um die Uhr (++41 333 333 333) Hilfe anfordern.



Weitere Informationen

Schauen Sie unter " Reiseziel " um spezifische Ratschläge bezüglich einzelner Länder zu finden. 

Auch in letzter Minute, klicken Sie auf "Aktualitäten " um sich über eventuelle Epidemien in Ihrem Zielland und mögliche präventive und/oder therapeutische Möglichkeiten zu informieren.

Allgemeine Sicherheit

JA

  • Machen Sie sich mit den Verkehrsregeln im Reiseland vertraut (CAVE bei Linksverkehr!) und achten Sie auf Verkehrsunfälle; tragen Sie einen Sicherheitsgurt und bei Zweirädern unbedingt einen Helm.
  • Informieren Sie Ihre Familie und Freunde, wenn Sie in ein abgelegenes oder riskantes Gebiet reisen.
  • Führen Sie Notrufnummern mit sich.

NEIN

  • Akzeptieren Sie keine Geldwechselgeschäfte auf der Straße; gehen Sie hierfür zu einer Bank oder zu einem offiziellen Geldwechsler.
  • Nehmen Sie bei sexuellen Bekanntschaften nie an, dass keine Risiken von sexuell übertragbaren Erkrankungen bestehen.
  • Setzen Sie Ihre regulären Medikamente oder Ihre Malariaprophylaxe nicht ab, wenn Sie in einem Malaria- Hochrisikogebiet sind.

 

Lebensmittel- und Wassersicherheit

JA

  • Denken Sie an Maßnahmen zur Lebensmittel- und Wassersicherheit.
  • Praktizieren Sie regelmäßig Händehygiene.
  • Essen Sie nur Lebensmittel, die Sie schälen oder kochen können.
  • Trinken Sie nur Wasser aus Flaschen oder desinfiziertes Wasser.

NEIN

  • Essen Sie keine ungenügend gekochten oder rohen Lebensmittel.
  • Trinken Sie kein Leitungswasser.
  • Trinken Sie keine Getränke mit lokal hergestellten Eiswürfeln.
  • Essen Sie kein nicht-kommerzielles Eis, insbesondere nicht bei Straßenverkäufern.

 

Sicherheit bei Kontakt mit Tieren

JA

  • Suchen Sie nach dem Biss giftiger Tiere einen Arzt auf (z. B. Skorpion, Schlange, Stachelrochen, Qualle).
  • Suchen Sie im Falle von Tierbissen / oder Tier-Kratzwunde (CAVE Tollwutgefahr!) sofort einen Arzt auf, nachdem Sie die Wunde gut mit Seife gewaschen und desinfiziert haben.
  • Lassen Sie sich sofort gegen Tollwut immunisieren, wenn Sie in einem Land, in dem Tollwut vorkommt, von einem Säugetier gebissen oder gekratzt wurden.

NEIN

  • Schneiden Sie nach dem Biss giftiger Tiere die Wunde nicht auf und legen Sie keinen Druckverband an.
  • Lassen Sie Kinder nicht mit Tieren spielen oder diese streicheln.
  • Berühren Sie keine Tiere, auch keine Haustiere, die möglicherweise nicht gegen Tollwut geimpft sind.

 

Umweltsicherheit

JA

  • Bleiben Sie bei Sonnenschein an kühlen und geschützten Orten.
  • Befolgen Sie Tag und Nacht Maßnahmen zur Verhinderung von Insektenstichen, auch in Städten.

NEIN

  • Baden oder schwimmen Sie nicht in Teichen, Seen oder Flüssen, wenn Sie sich in einem Land aufhalten, indem Schistosomiasis vorkommt.
  • Treiben Sie bei starker Luftverschmutzung oder extremer Hitze nicht intensiv Sport.

 

Wenn Sie krank sind

JA

  • Lassen Sie sich sofort auf Malaria testen, wenn Sie während oder nach Aufenthalt in einem Malariagebiet Fieber >37.5° C haben.
  • Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie starken (z. B. blutigen) Durchfall haben.

NEIN

  • Wenn Sie während oder nach einem Aufenthalt in den Tropen Fieber haben, warten Sie nicht erst tagelang, bis Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Ein optimaler Insektenschutz ist für die Vorbeugung vieler Krankheiten unerlässlich.
  • Dieser besteht aus Repellentien, Kleidung, die mit Insektenschutzmitteln imprägniert ist und Vorsichtsmaßnahmen während der Schlafenszeit. 
  • Maßnahmen gegen Insektenstiche sollten in den meisten Gebieten zu jeder Tages- und Nachtzeit ergriffen werden.
  • Dieses Merkblatt enthält wichtige Informationen zu verschiedenen Massnahmen zum Schutz vor Insektenstichen.
  • Zur optimalen Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen.

  • Dieses Informationsblatt enthält wichtige Informationen zu verschiedenen Maßnahmen zum Schutz vor Insektenstichen.
  • Für eine optimale Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen und das Informationsblatt auf Ihre Reise mitzunehmen.

  • Informieren Sie sich über Stechmücken und weitere für Ihr Reiseziel relevante Insekten, und auch darüber, wann diese aktiv sind und zustechen bzw. zubeißen.
  • Wenden Sie auf unbedeckter Haut Insektenschutzmittel (sogenannte Repellentien) gemäß den entsprechenden Produkthinweisen an.
  • Verwenden Sie das Produkt entsprechend der Anweisungen mehrfach, um ausreichend Schutz zu gewährleisten.
  • Tragen Sie lange Kleidung, Socken und Schuhe.
  • Besprühen oder imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Insektiziden.
  • Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz oder in einem Raum mit Klimaanlage.
  • Die folgenden Methoden funktionieren NICHT: Essen von Knoblauch, Auftragen von Parfüm, Thiamin (Vitamin B1), Ultraschallgeräte, elektronische Mückenabwehr (Stromausfälle!), mobile Apps, Alkohol, Hefeextrakt.

Wenn Sie auf Reisen gesund bleiben wollen, ist es wichtig, dass Sie sich gegen Insektenstiche und Zecken schützen. Vor allem Stechmücken übertragen oft Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zika-Fieber. Zecken können Borreliose (Lymekrankheit), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder das Afrikanische Zeckenbissfieber übertragen. Sandmücken übertragen Leishmaniose und Tsetsefliegen die Afrikanische Schlafkrankheit. Gegen einige dieser Krankheiten gibt es Impfungen oder die Möglichkeit der Chemoprophylaxe (vorbeugende Medikation). Bei vielen besteht der einzige mögliche Schutz jedoch darin, Insektenstiche bzw. -bisse zu verhindern. Krankheiten, die durch Stechmücken verursacht werden, sind in vielen tropischen Gegenden weit verbreitet. Da die verschiedenen Arten von Stechmücken zu verschiedenen Tages- (Aedes/Stegomyia) und/oder Nachtzeiten (Anopheles) aktiv sind, wird Reisenden empfohlen, rund um die Uhr für Schutz vor Mückenstichen zu sorgen. Die Hauptaspekte beim Mückenschutz sind:

  • Verwendung von Insektenschutzmitteln (Repellentien): Dies sind Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, um Stechmücken und andere Insekten fernzuhalten oder abzuwehren. Sie wirken chemisch gegen Stoffe auf der menschlichen Haut, die Insekten normalerweise anlocken, und reduzieren so die Attraktivität des Reisenden für Mücken und Insekten. Die am meisten verwendeten Repellentien enthalten DEET (mindestens 20 – 30 %, maximal 50 %). Studien haben gezeigt, dass DEET von allen Personengruppen (inkl. Kleinkinder (älter als 2 Monate), Kindern und schwangeren Frauen) gut vertragen wird, wenn das Mittel gemäß der Produkthinweise angewendet wird. Andere empfohlene Insektenschutzmittel sind Icaridin, Eukalyptus-Citriodiol und IR3535. Die Insektenschutzmittel unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit und in der Dauer des Schutzes. Einige Produkte enthalten eine Kombination verschiedener Repellentien.
  • Kleidung: Tragen Sie langärmelige Kleidung, Schuhe und Socken.
  • Imprägnierung von Textilien (Kleidung, Moskitonetze) mit Insektiziden: Insektizide (wie z. B. Permethrin) sind Mittel, mit denen Insekten getötet oder „ausgeschaltet“ werden.
  • Als Kombinationsstrategie wird empfohlen, sowohl Insektenschutzmittel (Repellentien) auf die Haut aufzutragen, als auch Textilen mit Insektiziden zu imprägnieren/einzusprühen.
  • Insektizide können außerdem im Raum verteilt werden, und zwar mit Hilfe von Sprays oder durch Geräte, die das Insektizid freisetzen. Brennbare Mückenspiralen sollten nur in Außenbereichen verwendet werden.
  • Aufenthalt in abgeschirmten und/oder klimatisierten Räumen mit geschlossenen Fenstern.
  • Schlafen unter imprägnierten Moskitonetzen.

Die meisten Reisenden verwenden eine viel geringere Menge der Repellentien als für einen ausreichenden Schutz empfohlen wird, wodurch die Wirkung abnimmt. Insektenschutzmittel müssen regelmäßig aufgetragen werden, besonders nach dem Schwimmen oder bei heißen, feuchten Wetterbedingungen, in denen man leicht ins Schwitzen kommt. Wenn Sie Repellentien tagsüber verwenden, sollten Sie Sonnencreme bereits 15 Minuten vor dem Insektenschutzmittel auftragen. Es wird empfohlen, eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 – 50 zu nutzen, um die durch DEET verursachte Reduktion des LSF zu kompensieren.

Die verschiedenen Repellentien (DEET, Icaridin, ätherische Öle wie Citriodiol) unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit gegen verschiedene Überträger; gegen Zecken wirken sie weniger gut. Den Schutz gegen Zecken können Sie um ein Vielfaches verbessern, indem Sie Ihre Kleidung imprägnieren und Ihre Socken über die Hosenbeine ziehen, um zu verhindern, dass Zecken an unbedeckte Hautstellen gelangen können.

Der Nutzen von Repellentien als Schutz vor Tsetsefliegen und Sandmücken ist zwar weniger gut dokumentiert, dennoch wird die Verwendung einer Kombination aus Repellentien und mit Insektiziden imprägnierter Kleidung empfohlen.

Untersuchen Sie Ihren Körper nach Aufenthalten in der Natur auf Zeckenbisse. Wenn Sie eine Zecke finden, sollten Sie diese so schnell wie möglich entfernen. Dies geht am besten mit einer spitzen Pinzette, mit der Sie die Zecke direkt über der Haut greifen und gleichmäßig daran ziehen. Die Bissstelle sollte anschließend desinfiziert werden. Wenn nach einem Zeckenbiss Symptome wie Rötungen oder Fieber auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da möglicherweise eine Behandlung mit Antibiotika nötig ist. Eine vorsorgliche Antibiotikabehandlung nach Zeckenbissen wird jedoch nicht empfohlen.

Diese Impfung wird allen Menschen empfohlen, die in Gebieten leben oder sich vorübergehend dort aufhalten, in denen eine Übertragung von FSME vorkommt (große Teile Europas, die baltischen Staaten, Russland bis in den fernen Osten).

  1. Hasler T, Fehr J, Held U, Schlagenhauf P. Use of repellents by travellers: a randomized, quantitative analysis of applied dosage and an evaluation of Knowledge Attitudes and Practices. Travel Med Infect Dis 2019: 27-33. Frei zugänglich unter https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1477893918303028?via%3Dihub 
  2. ABC der durch Insekten übertragenen Infektionen, die für Reisende von Relevanz sind (siehe Bild unten)
  3. Mückenschutzmittel (Repellentien), die dieses Siegel tragen, wurden ausführlich vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Basel) getestet und haben dabei bestimmte Anforderungen erfüllt. Außerdem werden diese Produkte jährlich erneut getestet. Unabhängig der Informationen auf der Produktverpackung, haben sich Produkte mit diesem Qualitätssiegel im Labortest für eine Dauer von mindestens 4 Stunden als sehr gut im Schutz gegen Stechmücken erwiesen. In der Schweiz sind folgende Produkte mit unserem Garantiezeichen erhältlich:
Anti Brumm Classic (20% Icaridin)Anti Brumm Night (20% Icaridin)
Anti Brumm Forte (28% DEET)Nobite Extreme (30% DEET und 20% Icaridin)
Anti Brumm Kids (20% Icaridin)KIK Activ (20% DEET)
Anti Brumm Naturel (31% Citriodiol)SENSOLAR ZeroBite (20% Icaridin)

 

Es gibt viele Erkrankungen, die man sich während eines Auslandsaufenthalts zuziehen kann. Die meisten sind zwar vielleicht unangenehm, aber weiter nicht gefährlich.  Es ist allerdings unverzichtbar, schwere, übertragbare oder tödliche Erkrankungen auszuschliessen. Fieber nach einem Tropenaufenthalt ist ein Notfall.

Konsultieren Sie auf jeden Fall einen Arzt:   
wenn Sie sich nach einer Reise krank fühlen und mit folgenden Beschwerden symptomatisch werden :

  • Fieber (>37.5°C), Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
  • Durchfälle (mehr als 2-3 Tagen, Blut im Stuhl, Fieber, bei Kinder)
  • Hautprobleme (Rötung, Einblutungen, Gelbsucht, usw)
  • Beschwerden beim Wasserlassen, Brennen, Blut im Urin
  • Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit
  • Husten

Chronische Krankheiten verlangen mehr Vorsicht: ein Routinebesuch bei Ihrem Hausarzt ist empfohlen.

Krank während der Reise? Gehörte ein Arztbesuch oder gar Krankenhausaufenthalt mit zu Ihren Reiseerlebnissen, sollten Sie dieses genau festhalten: Symptome, medizinische Massnahmen und Medikamente, ein Arzt- oder Spitalbericht, wenn möglich sogar die Schachteln der eingenommenen Medikamente. 

Malariarückfälle können Monate bis Jahre nach Ihrer Rückkehr auftreten. Versäumen Sie es also nie, Ihren Arzt auf den Auslandaufenthalt aufmerksam zu machen!

Einige Ratschläge zur Erhöhung Ihrer Sicherheit auf Reisen

Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage: Konsulat im Reiseland, Internet-Sites mit Reiseempfehlungen, z.B. des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten: www. eda.admin.ch. Meiden Sie Reisen in Gegenden, von denen abgeraten wird.

Suchen Sie gewisse Adressen vor Ihrer Abreise heraus : Übernachtungsort nach Ihrer Ankunft, Adressen von Kontaktpersonen oder eines lokalen Vertreters Ihrer Reiseagentur, gute Kliniken und Spitäler

Informieren Sie Ihre Angehörigen über Ihre Reiseroute, mit Angabe von Telefonnummern, unter denen man Sie erreichen kann. Im Falle längerer Reisen wird empfohlen, mit Angehörigen in Kontakt zu bleiben und sie mit im voraus festgelegten Telefonanrufen regelmässig über den Verlauf der Reise und eventuelle Änderungen zu informieren.

Natel : Erkundigen Sie sich über Miet- oder Benutzungsmöglichkeiten Ihres Natels vor Ort (hilfreich in Notfällen)

Führen Sie eine Fotokopie Ihres Flugtickets und Ihres Passes mit : äusserst nützlich falls das Original verloren geht.

Tragen Sie eine Kopie der Adressen Ihrer Angehörigen bei sich (Telefonnr., Adressen, Email, Fax, etc.), sowie eine Kopie Ihrer Krankenkasse, Ihrer Reise-/Repatriierungsversicherung, Ihrer Bank, Ihrer Kreditkartenzentrale, etc.

Geld : Führen Sie nie viel Bargeld mit und verwenden Sie keine "grossen Noten". Führen Sie stets etwas Geld in der Währung des Reiselandes mit, um nicht eine Wechselstube suchen zu müssen, die eventuell geschlossen ist. Wechseln Sie nach Ihrer Ankunft Ihr Geld entweder am Flughafen oder in offiziellen Wechselstuben, auf keinen Fall bei Privatpersonen.

Transporte : Benützen Sie öffentliche Verkehrsmittel (Bus, offizielle Taxis) oder lassen Sie sich von Bekannten (Familie, Freunde) vor Ort herumfahren. Erkundigen Sie sich im Hotel über offizielleTaxis. Verriegeln Sie im Auto die Türen (vor allem bei roten Ampeln oder beim Anhalten wichtig). Reisen Sie nie nachts (verminderte Verkehrssicherheit) und in Gefahrenzonen.

Reisen Sie nicht allein. Falls Sie allein reisen müssen, meiden Sie Gefahrenzonen (Armenviertel, Häfen, rotes Quartier). Gehen Sie nachts nie allein zu Fuss aus. Besondere Vorsicht ist Frauen, älteren Menschen und behinderten Reisenden geboten. Treffen Sie die notwendigen Vorkehrungen, um nicht Diebstählen und Angriffen zum Opfer zu fallen.

Besondere Vorsicht ist in Flughäfen und allen Menschenmengen empfohlen (Bahnhöfe, Diskotheken, religiöse Stätten, etc.), wo Sie als Ausländer als Zielscheibe benutzt werden könnten.

Verhalten Sie sich diskret und respektieren Sie örtliche Bräuche. Es bestehen beträchtliche kulturelle und religiöse Unterschiede zwischen dem Westen und Ländern Asiens, des Mittleren Ostens oder Afrikas. Verhalten, das zuhause als akzeptabel gilt, kann in einem anderen Land als schockierend empfunden oder gar straflich geahndet werden.

Informieren Sie sich über örtliche Bräuche, damit Ihre Reise so reibungslos als möglich verläuft, ohne die Landeseinwohner vor den Kopf zu stossen oder ihren Zorn zu erregen. Es ist besonders wichtig, sich über religiöse Feiertage zu informieren (Ramadan, jüdische Feiern, Fastenzeit, etc.), die bestimmte Verhaltensregeln erfordern, gegen die Sie unwissentlich verstossen könnten. Mit diskretem Verhalten kann manch ein Problem vermieden werden.

Alkohol und Tabak : Weder Alkohol, Tabak noch Drogen mit sich führen noch in Ländern konsumieren, in denen dies verboten ist. Von öffentlichem Rauchen und Trinken ist in islamischen Ländern während dem Ramadan abzusehen (vermeiden Sie es ausserdem, während derselben Zeitperiode unter Tag in der Öffentlichkeit zu essen).

Kleidung : Richten Sie sich nach örtlichen Regeln und Bräuchen. Meiden Sie aufreizende Kleidung und herausforderndes Gebaren. Wenn Sie mit dem Grundsatz "Wie ein Chamäleon" reisen, fallen Sie als Tourist weniger auf und lenken weniger Aufmerksamkeit (und Probleme) auf sich. Meiden Sie jegliche äusseren Anzeichen von Wohlstand (wertvoller Schmuck, Markenkleidung und -taschen, über die Schulter gehängte Fotoapparate und Videokameras).

Handtasche : Tragen Sie ausser einer "repräsentablen" Handtasche, die wenig Wertvolles enthält, stets etwas Geld oder eine Kreditkarte in einem Taschengurt oder in einer körpernahen Tasche bei sich. Nehmen Sie während Besichtigungen nie Ihr Flugticket oder Ihren Pass mit, sondern nur eine Fotokopie. Lassen Sie Ihre Wertsachen nie in Ihrem Zimmer, sondern in einem Hotelsafe. Reiseschecks können nützlich sein.

Fotos : Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie eine Person fotografieren. In gewissen Ländern ist es verboten, Vertreter der Landesbehörden (Polizei, Armee, Wächter, Miliz), sowie offizielle Gebäude oder Anlagen zu fotografieren, denen eine strategische Bedeutung beigemessen werden kann (Brücken, Bahnhöfe, Banken, etc.)

Halten Sie sich während der ganzen Reise auf dem Laufenden : Die Entwicklung politischer, wirtschaftlicher und religiöser Spannungen kann Risiken in einem Land rasch beeinflussen. Informieren Sie sich in den Medien über Ereignisse vor und während Ihrer Reise.

Unterkunft : Treffen Sie Vorkehrungen, um Einbrüche zu vermeiden: Verriegeln Sie möglichst alle Türen und Fenster.

Überfälle : Wenn man Geld von Ihnen verlangt, geben Sie es widerstandslos her. Materielle Schäden sind Körperverletzungen vorzuziehen.

Andere Risiken : Lassen Sie auch mit Strassenverkehr (siehe unter Autoreisen), Naturkatastrophen und lokaler Kriminalität verbundene Risiken nicht ausser Acht.

Under construction

Vor streunenden Hunden, Katzen, Affen und anderen Tieren tropischer Länder sollte man Abstand halten, denn Sie könnten Tollwut übertragen. Also vermeiden Sie den Kontakt mit fremden, kranken oder toten Tieren. Werden Sie trotzdem gebissen, gekratzt, über verletzter Haut abgeleckt, sollten Sie die Wunde gründlich mit Wasser und Seife waschen und desinfizieren. Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf.

Tiere sind keine Mitbringsel, sie können tödliche Krankheiten auf sich tragen. Ausserdem gibt es Import und Exportbestimmungen, die Sie zuerst abklären müssen. Wenn Sie trotzdem ein Haustier aus den Ferien mitbringen, dann stellen Sie es zu Hause unter Angabe der Herkunftsgeschichte einem Tierarzt zur Untersuchung und Durchführung der nötigen Impfungen vor. 

Unfälle mit Gifttieren sind eher selten und lassen sich mit einem gewissen umsicht vermeiden.  Gegen Schlangenbisse schützen Sie sich mit guten Schuhen, treten kräftig auf und achten darauf, wohin Sie greifen oder sich setzen. Nachts nehmen Sie eine Taschenlampe mit auf den Weg. Bei einem Schlangenbiss darf einzig vom Arzt ein Serum eingesetzt werden. Skorpione, Spinnen und Hundertfüssler halten Sie sich vom Leibe, indem Sie Ihre Kleider nicht auf den Boden legen und Ihre Schuhe vor dem Anziehen gut ausschütteln. 
Falls eine Allergie gegen Insektengifte bekannt ist, sollte Ihnen Ihr Arzt ein Notfallmedikament verschreiben, das Sie auf Reisen immer bei sich tragen sollten. 

Über weitere Vorsichtsmassnahmen und erste Hilfe bei Unfällen mit Gifttieren kann Sie das Schweizerische Tropeninstitut informieren: www.sti.ch 
(Socinstrasse 57, 4051 Basel; Tel +41 (0)61 284 81 11)

Achten sie auf persönliche Hygiene und seien Sie insbesondere in ungewohnten Verhältnissen beim Essen und Trinken eher zurückhaltend. Aufgepasst bei mangelhaften Hygieneverhältnissen. Krankheiten übertragen sich durch schmutzige Hände, Getränke oder Lebensmittel.

  • Vor dem Essen: Händewaschen nicht vergessen !
  • Spielen Sie nach der klassischen Regel "boil it, cook it, peel it, or forget it" (siede, koche, schäle oder lass es bleiben). Mit Kotresten verunreinigte Speisen oder Getränke sind Hauptursache für Durchfallerkrankungen, die meist genannte Gesundheitsstörung von Auslandreisenden; 20 bis 50% stecken sich in Entwicklungsländern damit an.
  • Zusätzlich gilt: gut gekocht, mit einer Temperatur von 60° serviert und schnell verzehrt! Stehen Speisen länger herum, können z.B. Fliegen Krankheitserreger schnell wieder einschleusen. Wurden Sie selber zum Opfer einer Durchfallerkrankung, dann bereiten Sie in der Zeit keine Speisen oder Getränke für andere Personen zu!
  • Sauberes Wasser bekommt man schnell und einfach durch bestimmte Wasserentkeimungspräparate, spezielle Wasserfilter mit Keramik oder einfaches Abkochen über 5 Minuten.
  • Eine Impfung gegen Reisedurchfall ist noch nicht im Handel, die Vorbeugung durch rezeptfrei erhältliche Medikamente lässt sich nicht nachweisen und mit Antibiotika verringern Sie zwar die Gefahr, aber wegen möglicher Nebenwirkungen empfiehlt sich dies nicht als Dauerlösung.

 

Darauf verzichten Sie am besten:

  • Nicht oder unvollständig gekochte Speisen, wie Meeresfrüchte (insbesondere Austern), Fische und Fleisch (Beefsteak Tartar)
  • Salate und rohe Gemüse
  • Früchte, die Sie nicht selber geschält haben
  • Milch und Milchprodukte
  • Speiseeis und Puddings
  • Kalte Buffets
  • Leitungswasser als Trinkwasser, Eiswürfeln oder zum Zähneputzen (in der Regel unbedenklich sind Wasser  oder Soft-Drinks aus versiegelten Flaschen, frisch zubereiteter Tee oder Kaffee, gefiltertes und abgekochtes Wasser, Bier und Wein)
  • Gemeinschaftshandtücher (aber waschen Sie trotzdem vor jedem Essen die Hände)

Durchfälle : flüssiger Stuhl mehrmals täglich

bei einer Dauer unter fünf Tage, ohne Fieber oder Blut im Stuhl:
es handelt sich vermutlich um eine unkomplizierte Durchfallerkrankung (Reisedurchfall auf Grund einer Infektion mit banalen Bakterien), die sich in den meisten Fällen innerhalb von 2-3 Tagen zurückbildet. Es reicht aus, wenn Sie viel trinken, wie gezuckerten Tee, Bouillon, Orangensaft,Cola o. ä. (sehen Sie auch "Krankheiten und ihre Behandlung : Reisedurchfall" ).

bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen:
stellen Sie sich bei einem Arzt zur Ursachenabklärung und Beginn einer Behandlung vor.

bei zusätzlichem Auftreten von Fieber oder Blut im Stuhl:
suchen Sie sofort einen Arzt auf, denn es könnte sich um eine gefährliche Infektion, wie beispielsweise Typhus oder Malaria handeln. Bringen Sie, wenn möglich eine Stuhl Probe zum Arzt mit, die auf Parasiten, wie Amöben) untersucht oder zur bakteriologischen Diagnostik kultiviert werden kann (Shigellen, Salmonellen). Sobald eine Diagnose vorliegt, kann der Arzt eine geeignete Behandlung gegen Parasiten oder Bakterien beginnen.

bei Kindern: IMMER einen Arzt aufsuchen,
da bei Ihnen ein höheres Risiko für eine Dehydratation und einen schweren Verlauf bei Malaria besteht. In jedem Fall ist es unerlässlich sofort die Flüssigkeitsverluste mit Getränken oder Elektrolytlösungen zu ersetzen. Auch wenn das Kind erbricht, ist es ungeheuer wichtig, dass es weiter trinkt und isst, möglichst in vielen kleinen Portionen. Geben Sie Kindern unter zehn Jahren auf keinen Fall Imodium® o. ä.

The amount of the sun's UV radiation that reaches us is dependent on time of day, season, latitude, and altitude. It increases with reflection (water surface, sand, and snow/ice) and can even be relevant under cloudy conditions. UV exposure in the tropics is generally higher due to latitude.

Sunburn is especially harmful to children and people with sensitive skin. In general, everyone is affected, even dark-skinned people (e.g. sun-induced eye damage!).

Repetitive UVB / UVA exposure damages skin, eyes, and the immune system (e.g., recurrent Herpes simplex triggered by UV-light) and in the long-term it can lead to premature skin aging, skin cancer and cataract.

Well-known short-term effects are sunburn, sunstroke and sun allergy:

  • Sunburn:  redness, swelling, pain and blistering of skin
  • Sunstroke: headache, nausea, dehydration (sunstroke affects your body’s ability to cool down to normal temperature). See also the factsheet “heat associated conditions”
  • Sun allergy: itchy pimples 24 to 48 hours after exposure

Sun-induced skin lesions can be enhanced or triggered by the application of - or contact with - natural or chemical substances on the skin (e.g., lemon oil, certain plants) or medications, including antibiotics (e.g. doxycycline).

Prevention

  • Avoid the sun especially during 10 a.m. to 4 p.m., look out for shade!
  • Clothing: long-sleeved shirts and pants, UV protection clothing (e.g., swimsuits), brimmed hats (to include neck, nose, and ears)
  • Wear sunglasses with UV-protectant lenses
  • Wear sunscreen labelled “broad - spectrum”, “sun blocks” or “UVA/UVB with sun protection factor (SPF) of 30 or higher”. Apply sunscreen before exposure and repeat regularly during the day to maintain protection, particularly if sweating or after swimming.
  • Self-tanning products and pre-travel tanning are not recommended. They provide no or minimal sun protection and can even do harm.

Treatment

  • Sunburn treatment: symptom control, priority towards limiting further exposure!
  • Mild sunburn: cool compresses, topical aloe-based gels, and topical calamine.
  • Severe sunburn and heat related symptoms: rehydration + see Factsheet “Heat associated conditions”.

Under hot conditions your body must be able to keep its temperature within the normal range by cooling. One of these cooling mechanisms is sweating.

Factors that lower the capacity of cooling are

  • inadequate exposure to high temperatures over time
  • increased humidity (ability to cool through sweating is reduced!)
  • excessive loss of fluid through sweating, febrile diseases or diarrhea
  • drug and alcohol intake (direct effect of the drug, loss of fluid, level of alertness)
  • increased physical activity (increase in body temperature!)

All these factors facilitate a decompensation with a rise in body temperature and risk of damage to vital organs including the brain. We call the resulting condition heat exhaustion, respectively heat stroke. This health condition can also appear gradually. It is a medical emergency and can lead to shock and death, if left untreated.

Who is at risk
Basically everyone, even the young and healthy!

  • especially children and the older population
  • especially people with chronic or acute diseases, on various medication

Typical signs
Thirst, dry mouth, darkened urine, muscle cramps, headache, dizziness, nausea, sleepiness, faint, confusion, body temperature >40°C.

Prevention: Cooling and Rehydration

  • Acclimatisation: consider extra time to get used to heat with enough rest.
  • Plan outdoor activities early in the morning or in the late afternoon.
  • Try to stay in cool indoor spaces (e.g., shopping malls or other public air-conditioned localities), take a cold shower, avoid direct sun exposure, and look out for shade and ventilation (e.g. fan).
  • Appropriate clothing: wear loose fitting, light-weight, light-colored, and absorbing material (e.g. cotton), wear a brimmed hat, do not forget sunscreen.
  • Physical activity: If you are not used to exercise in hot environment, start slowly and pick up the pace gradually.
  • Regardless of how thirsty or active you are, drink plenty of fluids and avoid hot and heavy meals. Heavy sweating deprives the body of salt and minerals. For replacement, electrolyte containing sport drinks can be used.
  • Avoid drinking alcohol.
  • If you have fever, diarrhea or vomiting, correction of fluid and minerals is additionally advisable.
  • If you are on a low-salt diet, have diabetes, high blood pressure, or other chronic conditions, do not forget to take pre – travel advice from your doctor regarding fluid management and adaption of medication.
  • Never leave children or pets in a parked car, even if the windows are partly open!

Barfusslaufen birgt die Gefahr von Verletzungen und Infektionen. Mit geschlossenen Schuhen und Sandalen für den Strand lassen Sie den Tierchen, aber auch Glasscherben und Nägeln keine Chance.

Parasiten (wie Sandflöhe oder Larven von Würmern) können durch die intakte Haut in den Körper eindringen.

Giftige Tiere können einem schmerzhafte und gefährliche Verletzungen beibringen.

Zum Sonnenbad legen Sie sich auf einen Liegestuhl, eine Bastmatte oder ein Badetuch, aber besser nicht auf den blossen Boden.

Um das Risiko einer HIV-Infektion zu vermindern, beachten Sie folgende Regeln:

Mit einem neuen Sexualpartner:
- Beim Geschlechtsverkehr IMMER ein Präservativ oder ein Femidom benutzen
- Kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken
- Kein Oralverkehr während der Periode (kein Menstruationsblut in den Mund)

Nehmen Sie Präservative im Reisegepäck mit (sie sind vor Ort nicht immer leicht erhältlich und ihre Qualität ist manchmal zweifelhaft). Verzichten Sie unter Alkoholeinfluss, aus Schüchternheit oder weil Sie sie gerade nicht dabei haben nicht auf diesen Schutz!

Injizierbahre Drogen: benutzen Sie ausschliesslich sterile Einwegspritzen und -nadeln

Verlangen Sie bei ärztlichen oder naturärztlichen (Akupunktur) Behandlungen, Tätowierungen oder Piercing immer ungebrauchtes Einwegmaterial.

Benutzen Sie keine fremden Rasierapparate oder Zahnbürsten

Andere sexuell übertragbare Infektionen
Es gibt sexuell übertragbare Infektionen, die sich bei Oralverkehr oder durch gemeinsamen Gebrauch von Sexspielzeugen übertragen können. Wenn Symptome auftreten (Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen, lokale Pickel/Geschwüre, Schmerzen während dem Geschlechtsverkehr) müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Für weitere Informationen 
www.lovelife.ch 
www.aids.ch 

Es ist wichtig, auf Reisen über den Grad der Luftverschmutzung informiert zu sein, insbesondere, wenn Sie an chronischen Herz- oder Lungenkrankheiten (Asthma, Emphysem, obstruktive Krankheit) leiden oder mit Kindern reisen. Unter sehr starker Luftverschmutzung können selbst gesunde Erwachsene leiden. Die Größe der Städte, das Klima, die Jahreszeit, die Winde sowie die Tageszeit können eine Rolle spielen. An Tagen mit sehr hoher Luftverschmutzung bleiben Sie am besten so viel wie möglich in geschlossenen Räumen und reduzieren Ihre körperliche Tätigkeit. Vergessen Sie nicht, Ihre üblichen Arzneimittel zu nehmen (Asthmatiker: tragen Sie Ihren Bronchodilatator immer bei sich!). Wenn sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert oder neue Symptome auftreten, sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Vermeiden Sie eventuell manche Reiseziele während der kritischen Jahreszeiten.

Wichtigste Gründe der Luftverschmutzung
Von der Luftverschmutzung sind alle Länder betroffen, sowohl Industrieländer als auch Entwicklungsländer. Eine Vielzahl von Molekülen, die vom Straßenverkehr, von Verbrennungsvorgängen (Brennholz, Steinkohle), von der Industrie und der Landwirtschaft erzeugt werden, sind in der Luft vorhanden und können gesundheitsschädigend sein: Feinstäube, Kohlenmonoxid, Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Chemikalien, radioaktive Partikel, flüchtige organische Verbindungen (Benzol, Halogene) und Schwermetalle.

Auswirkungen auf die Gesundheit
Nach Schätzungen der WHO ist die Luftverschmutzung in städtischer Umgebung jährlich weltweit für 2 Millionen Todesfälle verantwortlich. Das größte Risiko geht von Feinstäuben und Ozon aus. Die Luftverschmutzung kann Herzkreislaufkrankheiten oder Erkrankungen der Atemwege (Asthma, akute oder chronische Bronchitis, Bronchiolitis usw.) verursachen oder verschlimmern und zu Krebs führen (chronische Exposition). Kinder sind besonders empfindlich. Außer den Lungen und dem Herzen können die verschiedenen Schadstoffe auch das Blut, das Nervensystem und die Nieren angreifen.

Klinik
Die Menschen reagieren unterschiedlich auf die Luftverschmutzung. Häufig wird über Brennen in den Augen oder im Hals sowie über Husten, Engegefühl in der Brust, Atemnot, pfeifendes Atmen (Asthma), Auswurf und Müdigkeit geklagt.

Einfluss von Wetter und Tageszeit
Es lassen sich stark fluktuierende Schadstoffkonzentrationen in der Luft in Abhängigkeit von den meteorologischen Bedingungen (der Wind verteilt sie und verringert ihre Konzentration) und von der Tageszeit (Stoßzeiten) beobachten. Die Ozonbildung nimmt in sehr heißen Sommern ohne Wind mit der Sonnenstrahlung zu (Smog) und im Winter bei Nebel, der die Luft zum Stehen bringt (die Luftverschmutzung sammelt sich unter den Wolken mit dem Phänomen der Temperaturinversion).

 

Vorbeugung: Verringerung der Exposition

  • Herzkrankheiten, Erkrankungen der Atemwege, Kinder: schränken Sie Ihre Tätigkeiten im Freien bei mittleren bis hohen täglichen Konzentrationen ein
  • Sehr hohe Konzentration: auch gesundere Erwachsene sollten in geschlossenen Räumen bleiben
  • Vermeiden Sie es, zu Zeiten der höchsten Umweltverschmutzung nach draußen zu gehen und schränken Sie Ihre körperlichen Anstrengungen ein
  • Nehmen Sie ein Taxi; schließen Sie im Auto die Fensterscheiben und schalten Sie die Funktion "Umluft" (Klimaanlage) ein
  • Sommersmog: schränken Sie Ihre körperlichen Tätigkeiten im Freien am Nachmittag ein (versuchen Sie diese auf den frühen Morgen oder nach dem Sonnenuntergang zu verlegen), während im Winter, solange keine Temperaturumkehr stattfindet, der Ozonwert auch bereits am Morgen hoch ist
  • Vermeiden Sie Spaziergänge / Radfahren an Straßen mit dichtem Verkehr, ziehen Sie Grünanlagen und Fußgängerzonen vor
  • Chronische Krankheiten: nehmen Sie Ihre üblichen Arzneimittel ein (vergessen Sie nicht, sie auf die Reise mitzunehmen);
  • Asthmatiker: tragen Sie Ihren Bronchodilatator immer bei sich!
  • Das Tragen einer Maske ist wenig wirksam und bei Wärme schlecht verträglich

 

Schadstoffmessungen und Grenzwerte
Die einzelnen Länder messen unterschiedliche Schadstoffe und verwenden nicht die gleichen Indizes. Die Konzentration sehr schädlicher Schwebeteilchen vom Typ PM 10 (weniger als 10 µm Durchmesser) und PM 2,5 (weniger als 2,5 µm Durchmesser) ist, was die Gesundheit anbelangt, ein wichtiger Indikator der Luftverschmutzung in städtischer Umgebung.
Folgende Werte dürfen nicht überschritten werden (Richtlinien der WHO 2005):
Schwebeteilchen   PM 2,5: 25 µg/m3 über 24 Stunden gemittelt (und 10 µg/m3 im Jahresmittel)
PM  10: 50 µg/m3 über 24 Stunden gemittelt (und 20 µg/m3 im Jahresmittel)
Ozon (O3): 100 µg/m3 über 8 Stunden gemittelt
Air Quality Index (AQI) 

Luftverschmutzung nach Regionen
AIRQUALITY NOW: Europäische Website für Luftqualitätsindex
PREVAIR.ORG : Prognosen und Kartographie der Luftqualität für Europa und die ganze Welt
AIR Now : Luftqualitätsindex: Städte in den USA und weltweit

Für weitere Informationen
Weltgesundheitsorganisation (WHO): "Air quality and health"

Sporttauchen verbindet Naturerlebnis und sportliche Leistung, man benötigt aber auch Selbstverantwortung und Teamfähigkeit. Erfahrung und körperliche Fitness sind wesentliche Faktoren für einen erfolgreichen, risikoarmen Tauchgang. Die überwiegende Anzahl von Tauchunfällen ist durch Fehlverhalten des Tauchers verursacht. Das Befolgen der Sicherheitshinweise und eine vernünftige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen vermindern jedoch das Risiko dieses Sports wesentlich und machen ihn zum Freizeitvergnügen eines breiten Publikums.


Vor der Reise

Fitness ist eine Voraussetzung
Krankheiten oder Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, die an Land vielleicht keine Probleme verursachen, können unter Wasser fatale Auswirkungen haben. Lassen Sie Ihren Gesundheitszustand durch Ihren Arzt überprüfen und klären Sie gesundheitliche Probleme in jedem Fall vor den Tauchferien ab. Besprechen Sie auch mit Ihrem Arzt ob eine eventuelle Dauermedikation oder gelegentliche Medikamenteneinnahme mit dem Tauchen vereinbar ist.

Kontraindikationen für das Tauchen

  • Schwangerschaft
  • Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit: Starkes Übergewicht, Herz- oder andere Krankheiten
  • Kinder vor dem 14. Lebensjahr
  • Lungenkrankheiten (wie Belastungsasthma, Emphysem, Fibrose, spontaner Pneumothorax in der Vorgschichte, o.a.)
  • Instabile Erkrankungen (beispielsweise Asthma, Diabetes o.ä.)
  • Hals-, Nasen- oder Ohrenprobleme: wie ein perforiertes Trommelfell, eine Mittelohrentzündung, starker Schnupfen, Nebenhöhlenentzündun
  • Schwindelzustände und bei Krankheiten, die zu Störungen des Bewusstseins führen können (wie Epilepsien, Multiple Sklerose, Innenohrschäden o.ä. )
  • Psychiatrische Erkrankungen (Depressionen, Verhaltensstörungen)

Medikamente und Tauchen
Die regelmässige Einnahme von Malariaprophylaxe ist mit dem Tauchen vereinbar, sofern das entsprechende Präparat keine problematischen Nebeneffekte verursacht. Beruhigungsmittel, Schlaftabletten, starke Schmerzmittel und Medikamente, die zu einer Verlangsamung des Reaktionsvermögens führen können, vertragen sich mit dem Tauchsport jedoch keinesfalls.

Tauchtauglichkeitszeugnis
Praktisch jede vertrauenswürdige Tauchbasis verlangt ein Tauchtauglichkeitszeugnis. In der Regel kann dieses vom Hausarzt ausgestellt werden. Eine eingehende ärztliche Untersuchung ist für jeden angehenden Taucher vor dem ersten Tauchgang (vor allem Lungenfunktion, Kreislauf, Augen, Ohren, Nase, Hals) obligatorisch.

Informieren Sie sich über:
Evakuierungsmöglichkeiten, Zentren mit Überdruckkammern und Möglichkeiten der Sauerstofftherapie (100%) am Tauchplatz. Bei jedem Tauchgang Notfallnummern und Sauerstoffbezugsquelle immer präsent haben. 

Tauchschulung
Schulungstauchgänge sind für den Anfänger unerlässlich. Auch Wiedereinsteiger müssen sich mit einem lokal erfahrenen Tauchlehrer vor Ort bezüglich der lokalen Gegebenheiten wie Gezeitenwechsel, Strömungen, spezielle Fauna und Flora orientieren. Dank solcher begleiteten Tauchgänge gewöhnt man sich in Ruhe und ohne Stress an die besonderen Verhältnisse unter Wasser. Wenden Sie sich an eine gute Tauchschule mit hochwertigen Ausrüstungen in gutem Zustand. Achten Sie darauf, dass Ihre Tauchlehrer ein international anerkanntes Zertifikat besitzen.



Während des Tauchens

Unterkühlung vermeiden
Wasser ist ein sehr guter Wärmeleiter. Auch in warmen Gewässern kann eine starke Unterkühlung auftreten. Ein Tauchanzug hilft, die Wärme zu isolieren, und bietet gewissen Schutz vor giftigen Pflanzen, Tieren oder scharfen Gegenständen (Korallenriffe o.a.).

Druckausgleich
Schon auf zehn Metern Tauchtiefe ist der Umgebungsdruck rund doppelt so hoch wie an der Oberfläche. Dieser Druck nimmt entsprechend der zunehmenden Tauchtiefe kontinuierlich zu (pro 10 Meter 1 bar). Zwar nimmt der Taucher den durch das Gewicht des Wassers auf ihn ausgeübten Druck nicht direkt wahr, die Druckunterschiede wirken sich aber insbesondere auf die luftgefüllten Hohlräume des Körpers aus. Ein ständiger Druckausgleich ist insofern während des Ab- und Aufstiegs (Zu- und Abnahme des Drucks) unerlässlich.

Ein mangelhafter Druckausgleich kann zu einem Barotrauma (Schädigungen durch Unterdruck) führen. Beim Abtauchen ist der Druckausgleich insbesondere für die Ohren wichtig. Sonst kann im Mittelohr ein Unterdruck entstehen, wodurch das Trommelfell nach innen gezogen wird und unter Umständen reissen kann. Beim Auftauchen ist es wichtig, nicht den Atem anzuhalten, denn die Luft in den Atemwegen und der Lunge dehnt sich beim Auftauchen aus, was zu Rissen im Gewebe führen kann.

Gerade das Aufsteigen Richtung Wasseroberfläche darf nicht unkontrolliert geschehen. Entsprechend der Dauer und Tiefe des durchgeführten
Tauchganges sind sog. Dekompressionsstufen absolut einzuhalten. Wer sich nicht daran hält, begibt sich in Lebensgefahr. Sie finden die Werte für die Dekompressionsstufen in Tauchlisten oder auf Ihrem Tauchcomputer. Dieses Verhalten erlaubt es, das in den Geweben gelöste Gas zu eliminieren. Ein zu schnelles Auftauchen kann auf Grund der Bildung von Stickstoffbläschen das Gewebe schädigen und den sog.
Dekompressionsunfall verursachen. Dieser äussert sich hauptsächlich im Bereich der Haut, der Gelenke, des Rückenmarks und Innenohrs.

Im Falle von Problemen unter Wasser
Bleiben Sie möglichst ruhig und versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten, damit Sie nicht zu schnell an die Wasseroberfläche aufsteigen. Erbitten Sie die Hilfe Ihrer Tauchbegleitung und folgen Sie den Ratschlägen der Tauchlehrer, die sich mit den lokalen Gegebenheiten am besten auskennen.

Vorsicht vor Risiken, die mit der Tauchtiefe zusammenhängen
Stickstoff hat eine narkotisierende Wirkung, wenn man ihn mit einem hohen Gasdruck einatmet, wie es in grosser Tiefe der Fall ist (Tiefenrausch). Dies kann zu unsinnigem und sogar gefährlichem Verhalten führen. Das Risiko für diese Komplikation wächst deutlich ab einer Tauchtiefe von mehr als 30 m.

Sicherheitsregel

  • Tauchen Sie nie alleine
  • Wenn Sie sich nicht gut fühlen, verzichten Sie auf den Tauchgang
  • Tauchen Sie nicht nach Genuss von Alkohol oder nach der Einnahme von Beruhigungsmitteln, Drogen und anderen die Psyche verändernden Stoffen und Medikamenten.
  • Tauchen Sie nur bis maximal 30 m (Anfänger nur bis 20 m)
  • Tauchen Sie nicht häufiger, als zweimal pro 24 Stunden
  • Warten Sie nach dem Tauchen mindestens 12 Stunden vor einem Aufstieg auf > 200m  (z.B. Bergwanderung) 
  • Fliegen Sie frühestens 24 Stunden nach dem letzten Tauchgang 

Bei Krankheit oder Unfall
Wenn Sie bezüglich Ihres Gesundheitszustandes unsicher sind, konsultieren Sie sofort einen Arzt, insbesondere, wenn die Beschwerden in Folge eines Tauchgangs aufgetreten sind. Ohrenschmerzen können Zeichen eines Barotraumas oder einer Mittelohrentzündung sein. Beides erfordert eine medizinische Behandlung und eine Unterbrechung der Tauchaktivitäat. 

Ohrenentzündung (Swimmer's ear; Otitis externa)
Vor allem in tropischem Klima, bei starkem Schwitzen und bei dauernder Wasserexposition kann die Oberfläche der Haut im Gehörgang porös werden, so dass Bakterien in tiefere Hautschichten eindringen und dadurch zu einer Entzündung im Bereich des Ohres führen können. Zur Behandlung können entzündungshemmende oder antibiotisch wirksame Ohrentropfen indiziert sein. Um solchen Infektionen vorzubeugen, ist auf Ohrreinigung mit
Wattestäbchen, die zu kleinen Verletzungen führen können zu verzichten. Spülen Sie die Gehörgänge nach jedem Tauchgang unter der Dusche mit sauberem Wasser. Bei Tauchern, die eine besondere Neigung zu solchen Entzündungen haben, ist zudem eine Prophylaxe zu empfehlen. Eine Woche vor Abreise soll eine Behandlung mit Wasser-Essig-Tropfen begonnen werden. Eine solche Lösung kann selbst hergestellt werden. Ein Pipettenfläschchen ist in der Apotheke erhältlich. Es wird zur Hälfte mit Leitungswasser und zur Hälfte mit Obstessig (kein Wein- oder Kräuteressig!) gefüllt. Abends werden drei Tropfen dieser Flüssigkeit in jeden Gehörgang geträufelt. Diese Prophylaxe wird während der Tauchferien weitergeführt.


Wann müssen Sie einen Tauchunfall annehmen
Die Symptome eines Tauchunfalls können während des Tauchgangs oder auch danach auftreten. Jede Veränderung des Gesundheitszustands oder des Verhaltens innerhalb von 24 Stunden nach einem Tauchgang muss, bis zum Beweis des Gegenteils, als Tauchunfall gewertet werden. Leitsymptome sind:

  • Gelenk- oder Muskelschmerzen, Juckreiz der Haut, urtikarielle Veränderungen (meist gerötete, juckende Hautschwellungen)
  • Neurologische Auffälligkeiten : Sensibilitätsstörungen oder Ameisenlaufen, Lähmungserscheinungen oder Schwäche, Gangschwierigkeiten und Gleichgewichtsstörungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder bei der Defäkation, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Störungen der Sprache oder des Sehvermögens, Verwirrungszustände, Krämpfe, Ohnmacht oder Koma.
  • Atemschwierigkeiten : Luftnot, Husten, blutiger Auswurf, Brustschmerz oder ein Erstickungsgefühl.
  • Bauchschmerzen

Erste Hilfe: Kardiopulmonale Reanimation, wenn nötig. Wenn möglich 100% Sauerstoff zum Atmen. Einweisung in ein Druckkammerzentrum


Vor der Rückreise: Unterdruck im Flugzeug
Der in Passagierflugzeugen auf Reisehöhe eingestellte Kabinendruck entspricht etwa einer Höhe von 2000 bis 2500 Metern über Meer und damit einem relativen Unterdruck in Bezug auf den Druck auf Meeresniveau. Falls die Gewebe des Körpers nach vorangegangenen Tauchgängen noch mit Gas belastet sind, kann diese erneute Dekompression im Flugzeug zu einem Dekompressionsunfall führen. Deshalb ist strikte zu beachten:
36 Stunden vor dem Flug: keine Repetitivtauchgänge, keine Tauchgänge in grosse Tiefen 
24 Stunden vor dem Flug: nicht mehr tauchen !


Weitergehende Information
Professional Association of Diving Instructors (PADI): http://www.padi.com 
Confédération Mondiale des Activités Subquatiques (CMAS) ): http://www.cmas.ch 
National Association of Underwater Instructors (NAWI): http://www.naui.com 
DAN (DIVERS ALERT NETWORK): http://www.daneurope.org 


Telefonische Auskunft bei Tauchnotfällen
Internationale DAN ALARM Zentren (NUR für Notfälle)
Region (DAN) Institution Telefon
DAN America Duke University Medical Center, NC, USA +1 919 684 4326 +1 919 684 8111
DAN Latin America DAN Latin America Hotline (Spanish and Portuguese) +1-919-684-9111
DAN South-East Asia-Pacific DES Australia, Royal Adelaide Hospital +61 (8) 8212 9242
DAN South-East Asia-Pacific DES New Zealand +64 (9) 445 8454
DAN South-East Asia-Pacific Singapore Naval Medicine & Hyperbaric Center +65 750 55 46
DAN South-East Asia-Pacific DAN SEAP Philippines +02 815 99 11
DAN Europe  DAN Europe 24 hour hotline +39 039 605 7858
DAN Japan Tokyo University Medical Center +81 3 381 249 99
DAN Southern Africa Southern Africa 24 hour hotline +27 11 254 1112

Badespass und Wassersport sind besonders beliebte Ferienaktivitäten, die allerdings gewisse Risiken bergen können. Die Hauptgefahr sind Unfälle (Zusammenstösse zwischen Booten etc.), Unterkühlung und Ertrinken. Erkundigen Sie sich nach den lokalen Gegebenheiten (Wassertemperatur, Meeresströmungen, Gifttiere, Wettervorhersage). Der Wärmeverlust im Wasser ist wesentlich schneller, als in der Luft, und selbst gute Schwimmer können sich in kaltem Wasser schnell in Schwierigkeiten befinden. Seien Sie mit Kindern am Ufer wachsam, insbesondere, wenn sie jünger, als 5 Jahre sind, denn dann ist die Gefahr von Ertrinkungs- Unfällen besonders hoch. Nehmen Sie auf Bootsfahrten immer einen Rettungsring und Schwimmwesten mit.

  • Vermeiden Sie, alleine zu Baden, oder Bootsfahrten zu unternehmen

  • Nehmen Sie sich vor Unterkühlung in Acht. Wagen Sie sich nur für kurze Zeit ins kalte Wasser. Man kühlt im kalten Wasser ausgesprochen schnell aus, das kann Krämpfe und einen Orientierungsverlust zur Folge haben. Ein solcher Zustand der Unterkühlung kann auch bis zum Bewusstseinsverlust oder einem Herzstillstand führen. In sehr kaltem Wasser können auch gute Schwimmer in kurzer Zeit ertrinken. Tauchen Sie immer langsam und schrittweise in das Wasser ein, um eine gewisse Anpassung an die Temperatur zu erlauben.

  • Strömungen und Gezeiten:
    Informieren Sie sich über die Gegebenheiten vor Ort und baden Sie nur in überwachten Uferabschnitten. Wenn Sie in eine Strömung geraten, versuchen Sie nicht, dagegen anzuschwimmen: Sie riskieren sich zu erschöpfen. Beim Schwimmen in Flüssen, schwimmen Sie diagonal, um weiter flussabwärts ans Ufer zu gelangen. Im Meer sollten Sie dagegen eher parallel zum Ufer schwimmen, um möglichst eine Schwimmbahn, ohne Strömung zu finden. Bleiben Sie auf Luftmatratzen und Schlauchbooten wachsam, damit Sie nicht zu weit vom Ufer abgetrieben werden.

  • Kinder: beaufsichtigen Sie Kinder immer im Wasser und auf Booten. Wenn Ihre Kinder nicht schwimmen können versperren Sie Türen Ihres Hotelzimmers, die einen Zugang zum Strand oder zu einem Swimmingpool erlauben. Aufblasbare Schwimmflügel und Badekleidung mit Styroporschwimmern stellen einen gewissen Schutz dar, ersetzen aber keineswegs eine dauerhafte Aufsicht. Beaufsichtigen Sie auch grössere Kinder, wenn keine Bademeister oder Rettungsschwimmer anwesend sind. Bei Ihnen ist das Risiko für Unfälle durch ausgelassene Spiele (Springen auf andere Kinder, Untertauchen, Wasserbombe etc.) grösser.

  • Seien Sie vorsichtig bei Kopfsprüngen, bewegtes Wasser könnte Felsen oder andere Schwimmer verbergen und ist unter Umständen weniger tief, als es erscheint.

  • Tragen Sie auf dem Meer eine Schwimmweste, insbesondere auf kleinen Booten und bei Bootsfahrten im kalten Wasser.
  • Schützen Sie sich am Meer vor der Sonne (Verstärkung der Strahlung): Nutzen Sie Sonnencréme mit einem hohen Lichtschutzfaktor, die ausserdem wasserfest ist.

  • Seien Sie vernünftig nach einem opulenten Mahl oder einem längeren Sonnenbad. Tauchen Sie schrittweise in das Wasser ein, und verlassen Sie es sofort bei Anzeichen von Unwohlsein oder Krämpfen. Vermeiden Sie den Alkoholgenuss vor dem Baden.

  • Gefährliche Meerestiere: Informieren Sie sich über das Vorkommen gefährlicher Tiere in der Region und die nötigen Vorsichtsmassnahmen. Plastiksandalen oder Schwimmflossen schützen Ihre Füsse vor Stacheln von Seeigeln, kaputten scharfkantigen Muscheln oder Glasscherben. Schwimm- oder Taucherbrillen erleichtern es, Quallen und anderen giftigen Meerestieren auszuweichen.


Falls Sie im Wasser in Schwierigkeiten kommen

Stürze ins kalte Wasser:
Konzentrieren Sie sich darauf, möglichst schnell zu einem Boot oder ans Ufer zu kommen. Behalten Sie Ihre Kleidung zunächst an, denn sie kann ein bisschen Wärme zurückhalten. Entledigen Sie sich aber unbedingt Ihrer Schuhe und anderer schwerer Dinge wie beispielsweise Taschen. Es ist wichtig, dass Sie ruhig bleiben. Versucht ein anderer Schwimmer, Sie zu retten, krallen Sie sich möglichst nicht an Ihm fest, damit Sie nicht beide ertrinken. Drehen Sie sich auf den Rücken und folgen den Anweisungen Ihres Retters.

Versuchen Sie durch Zeichen, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Heben Sie einen Arm und machen ausladende Bewegungen von links nach rechts. Ermüden Sie sich nicht durch Schreien und wildes Gestikulieren.

Um jemanden zu retten: Werfen Sie sich nicht heldenhaft ins Wasser, wenn es auch eine andere Alternative gibt. Es ist besser, ein Boot, eine Rettungsstange oder -leine zur Rettung einzusetzen. Wenn Sie schwimmen müssen, nehmen Sie eine Schwimmweste, einen Rettungsring, eine Rettungs- oder Wäscheleineleine, um die gefährdete Person zu sichern.

Krämpfe: Hören Sie auf zu schwimmen, drehen sich auf den Rücken, um sich auf dem Wasser treiben zu lassen, und die betroffene Extremität zu entspannen. Bei Krämpfen in der Wade oder dem Oberschenkel, strecken Sie das Bein, ziehen den Fuss zu sich und massieren den schmerzenden Muskel. Krämpfe treten häufiger im kalten Wasser bei intensiver oder lang dauernder Anstrengung auf. Sie sind ein Alarmsignal, das Sie nicht ignorieren sollten.

Erste Hilfe bei Ertrinkungsunfällen
Versuchen Sie immer, Ertrinkungsopfer wiederzubeleben. Oft ist sehr kaltes Wasser eine Komponente, die bei solchen Unfällen eine Rolle spielt. Es schützt allerdings Herz und Gehirn, so dass das Opfer gute Überlebenschancen hat. Schicken Sie einen der Umherstehenden los, um schnell wie möglich professionelle Hilfe zu holen. Ein Erste Hilfe Kurs bei dem man Techniken zur Wiederbelebung lernt kann sehr hilfreich sein, insbesondere vor einer langen Reise oder einer Schiffsfahrt auf dem Meer.

Sportliche Aktivitäten können zu Stürzen und Verletzungen wie Verstauchungen oder Brüchen etc. führen. Faktoren, die solche Unfälle begünstigen sind Müdigkeit, Trainingsmangel, unzureichende Ausrüstung oder schlechte Umgebungsbedingungen, wie glatte Wege, Eis, Hitze etc. Im Zweifel ist es immer besser wegen eventueller Behandlungen oder weiterführender Abklärungen (beispielsweise Röntgenbilder zum Frakturausschluss o. ä.) einen Arzt zu konsultieren. Es folgen einige generelle Empfehlungen....

Vorbeugung

  • Wärmen Sie Ihre Muskulatur vor körperlicher Anstrengung auf und machen unter Umständen Dehnungs-Übungen (je nach geplanter Aktivität).
  • Benutzen Sie geeignete Ausrüstung, die Ihrem Körperbau entspricht, insbesondere angepasste, eingelaufene Schuhe sind wichtig.
  • Machen Sie bei Zeiten eine Pause, bevor Sie richtig müde werden, und berücksichtigen Sie Ihre körperlichen Grenzen. Die meisten Unfälle geschehen gegen Abend, gegen Ende der Unternehmung (beispielsweise bei der letzten Abfahrt mit den Ski) oder im Rahmen einer sonst ungewohnten sportlichen Aktivität.
  • Achten Sie darauf ausreichend zu trinken, insbesondere, wenn es heiss ist oder Sie schweisstreibende Anstrengungen unternehmen. Schützen Sie sich vor der Sonne (mit Sonnencrème, -brille und -hut). Meiden Sie die heissesten Tageszeiten (Vorsicht, es besteht die Gefahr eines Sonnenstichs).
  • Seien Sie Vorsichtig mit Medikamenten, die das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, zu Schläfrigkeit oder Schwindel führen.

Verstauchungen, Zerrungen von Bändern oder Muskeln: was tun?

  • Stellen Sie die betroffene Extremität ruhig: belasten Sie die betroffene Extremität nicht, halten Sie sie ruhig und entspannt, und legen Sie sie leicht hoch
  • Kühlen Sie die betroffene Stelle so schnell wie möglich mit Eis, einem Cool Pack (eingewickelt in einem dünnen Tuch oder beispielsweise in einer Socke) oder mit kaltem Wasser
  • Komprimieren Sie die betroffene Stelle leicht mit einem Tape Verband oder einer mässig straffen elastischen Binde die weder zu satt noch zu leicht gebunden ist.
  • Konsultieren Sie einen Arzt

Zeichen für eine schwerere Verletzung sind: ein Knacken oder ein knirschendes Gefühl, Unwohlsein zum Verletzungszeitpunkt (insbesondere Erbrechen), schnelle Schwellung oder Verfärbung.

Wenn Sie eine bekannte Blutungsneigung haben, oder das Blut verdünnende Medikamente wie beispielsweise Aspirin® oder Marcumar® einnehmen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, um eventuelle Einblutungen auszuschliessen, die nicht immer sofort sichtbar.

Ermüdungsbrüche
Im Rahmen langer Fussmärsche beispielsweise können sogenannte Ermüdungsbrüche auftreten, die auf wiederholte Stosswirkung auf die Ferse oder die Füsse (seltener auf Höhe der Beine) zurückzuführen sind. Sie sollten in Betracht gezogen werden, wenn während oder nach längerem Fussmarsch Schmerzen auftreten. Diese Frakturen werden nicht notwendigerweise mit einem Gips behandelt, aber die Extremität sollte je nach Verlauf 2-6 Wochen entlastet und ruhig gestellt werden. Zur Vermeidung, gewöhnen Sie sich langsam an längere Märsche, tragen Sie Schuhe mit guten Sohlen und vermeiden Sie, einen zu schweren Rucksack zu tragen.

Wunden und Schnitte

  • Waschen Sie die Wunde grünlich und desinfizieren Sie
  • Konsultieren Sie einen Arzt, falls es sich um eine tiefe Wunde handelt, das Risiko einer Schädigung von Bändern oder Nerven besteht, oder das Gesicht betroffen ist. Unter Umständen muss die Wunde in der Tiefe gereinigt oder genäht werden, bedarf eines abschliessenden Verbandes oder einer Versorgung mit Pflastern, wie beispielsweise Steristrips®
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen gegen Tetanus aktualisiert sind (alle 10 Jahre auffrischen) sogar, falls es sich nur um eine Schürfwunde handelt
  • Bei Wunden an den Füssen müssen Fremdkörper ausgeschlossen oder entfernt werden (Glas, kleine Steinchen oder Stacheln)

Blasen
Blasen entstehen durch wiederholte Reibung an der Haut (beispielsweise an den Händen beim Tennis oder and den Füssen beim Laufen) und können in der Regel durch eine geeignete Ausrüstung vermieden werden:

  • Schuhe ohne dicke Nähte, kurze Nägel
  • Angenehm zu tragende, eingelaufenen Schuhe in der passenden Grösse (eine halbe Nummer grösser, als nötig)
  • Pflaster an anfälligen Stellen, um die Haut vor dem Auftreten von Blasen vor Reibung zu schützen
  • Der Durchmesser des Griffs von Tennisschlägern angepasst an die Grösse der Hand
  • Den Rucksack individuell einstellen

Wenn die Haut intakt ist, reissen Sie die Blase nicht auf! Die Haut ist eine natürliche Barriere gegen Infektionen. Wenn es für Sie angenehmer ist, können Sie mit einer sterilen Nadel in die Blase stechen, um sie zu entleeren, und dann die Haut mit einem sterilen Pflaster abdecken. Wenn die Blase bereits aufgerissen ist, können Sie die Hautfetzen mit einer kleinen Schere entfernen und die Wunde sorgfältig desinfizieren. Ein Blasenpflaster aus Kolloidgel vermittelt eine grössere Erleichterung, als herkömmliche Pflaster.

Auch Vorsicht, Impfungen und Medikamente können manchmal nicht verhindern, dass Sie ein Unfall oder eine Krankheit überraschen. Stecken Sie in so einer Situation, dann suchen Sie Hilfe vor Ort: bei einem Arzt oder im Krankenhaus. Wenn nötig, wird Sie Ihr Arzt zuhause nach Ihrer Rückkehr weiterbehandeln. Kann Ihnen lokal niemand helfen, dann fordern Sie in der Schweiz Hilfe an.

Falls Sie plötzlich krank werden und besonders wenn Sie eine Tropenkrankheit (Durchfall, Malaria, Hautinfektion etc...) vermuten, können Sie sich an eine Reisemedizinklinik wenden. Bei Unfällen, akuten Erkrankungen oder plötzlicher Verschlechterung eines bestehenden Leidens im Ausland, wenn an Ort keine ausreichende Behandlung möglich ist, können Sie aus der Schweiz Hilfe anforden. (z.B. bei der Rettungsflugwacht REGA).

Beratung oder Hilfe erhalten Sie durch die REGA unter folgenden Telefon Nummern:

Inland:      14 14
Ausland:   ++ 41 333 333 333
Telefax:     0041 1 654 35 90
Website:   http://www.rega.ch 
E-mail:      ops@rega.ch

Einige Versicherungen werden Ihnen für den Notfall eine andere Alarmnummer angeben, die dann direkt zu wählen wäre. Aufgrund Ihrer Angaben zur Situation entscheiden Einsatzleiter und der Arzt über notwendige Massnahmen, über einen Transport, den optimalen Zeitpunkt dafür und die Art des Transportmittels.

  • Organisation von Patienten-Rückführungen in ein Zielspital in der Schweiz
  • Transport und Einweisung des Patienten in die nächste Spezialklinik im Ausland
  • Hilfe bei Sprachproblemen und Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Arzt im Ausland
  • Beratung bei Problemen mit Medikamenten und Angabe von Ersatzmedikamenten Wenn nötig stehen
  • Ambulanzflugzeuge bereit, die für die Intensivpflege von Patienten ausgerüstet sind.
  • Erlaubt es der Zustand des Patienten, reist er an Bord einer Linienmaschine in die Schweiz zurück, selbstverständlich auch dort betreut von einem medizinischen Team.

Nicht jeder braucht nach einer Reise eine ärztliche Untersuchung.

Suchen Sie nach der Reise einen Arzt auf, wenn Sie:

  • Fieber >37.5°C haben (selbst Monate nach der Rückkehr) – suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie sich in einem Malariagebiet aufgehalten haben
  • während der Reise wegen Malaria behandelt wurden
  • schweren (z. B. blutigen) Durchfall haben oder Durchfall, der länger als 5 Tage andauert
  • akute oder anhaltende Bauchschmerzen haben
  • während Ihres Aufenthalts von einem Tier (jegliche Art von Säugetier) gebissen oder gekratzt wurden – suchen Sie sofort einen Arzt auf
  • während Ihrer Reise ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten
  • starken oder anhaltenden Juckreiz haben
  • einen Hautausschlag oder ein nicht heilendes Hautgeschwür haben
  • neue oder ungewöhnliche Kopfschmerzen haben
  • unter Nachtschweiss leiden
  • ungewollten Gewichtsverlust bemerkt haben
  • einen oder mehrere geschwollene Lymphknoten haben
  • anhaltende Muskel- oder Gelenkschmerzen haben
  • Probleme beim Wasserlassen oder einen blutigen Urin haben
  • gelblich verfärbte Augen haben
  • eine längere Zeit (über 6 Monate) gereist sind oder bestimmten Risiken ausgesetzt waren
  • von Mitreisende wissen, dass sie krank geworden sind

Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Arzt, der Erfahrung in der Reise- und Tropenmedizin hat. Eine Liste an Fachärzten Tropen und Reisemedizin (FMH) finden Sie in der Rubrik "Fragen Sie die Spezialisten".

Es gibt viele Erkrankungen, die man sich während eines Auslandsaufenthalts zuziehen kann. Die meisten sind zwar vielleicht unangenehm, aber weiter nicht gefährlich.  Es ist allerdings unverzichtbar, schwere, übertragbare oder tödliche Erkrankungen auszuschliessen. Fieber nach einem Tropenaufenthalt ist ein Notfall.

Konsultieren Sie auf jeden Fall einen Arzt:   
wenn Sie sich nach einer Reise krank fühlen und mit folgenden Beschwerden symptomatisch werden :

  • Fieber (>37.5°C), Schüttelfrost
  • Kopfschmerzen, Nackenschmerzen
  • Durchfälle (mehr als 2-3 Tagen, Blut im Stuhl, Fieber, bei Kinder)
  • Hautprobleme (Rötung, Einblutungen, Gelbsucht, usw)
  • Beschwerden beim Wasserlassen, Brennen, Blut im Urin
  • Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit
  • Husten

Chronische Krankheiten verlangen mehr Vorsicht: ein Routinebesuch bei Ihrem Hausarzt ist empfohlen.

Krank während der Reise? Gehörte ein Arztbesuch oder gar Krankenhausaufenthalt mit zu Ihren Reiseerlebnissen, sollten Sie dieses genau festhalten: Symptome, medizinische Massnahmen und Medikamente, ein Arzt- oder Spitalbericht, wenn möglich sogar die Schachteln der eingenommenen Medikamente. 

Malariarückfälle können Monate bis Jahre nach Ihrer Rückkehr auftreten. Versäumen Sie es also nie, Ihren Arzt auf den Auslandaufenthalt aufmerksam zu machen!

Fieber (>37.5°C), Schüttelfrost, Hitze- oder Kältegefühl
Konsultieren Sie sofort einen Arzt.
Unter den Erkrankungen, die Sie sich auf Reisen im Ausland zugezogen haben könnten, ist die Malaria eine der häufigsten und gefährlichsten, insbesondere, wenn Sie in tropischen oder subtropischen Gebieten gereist sind, wo infizierte Mücken vorkommen. Die Malaria muss auf jeden Fall schnellstmöglich ausgeschlossen werden, denn diese Infektion kann schnell zum Tod führen, wenn man Sie nicht beim ersten Auftreten von Fieber adäquat behandelt. Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie auf Reisen waren, und wo Sie waren, damit er gegebenenfalls exotischere Diagnosen in Betracht zieht. Bestehen Sie bei Fieber nach Reisen in Afrika, Asien oder Mittel- und Südamerika immer auf eine Blutentnahme und Malariaausschluss Diagnostik. Eine Verzögerung beim Therapiebeginn kann fatal sein: jede Stunde zählt!
Auch andere Erkrankungen können zu Fieber führen: Typhus, Dengue Fieber, Rickettsiose und andere.


Beharrliche Kopfschmerzen, Fieber, Nackenschmerzen oder Zeichen von Einblutungen in die Haut (kleine rote Punkte)?
Begeben Sie sich unverzüglich in das nächste Krankenhaus, denn Ihre Beschwerden könnten durch eine schwere Malaria, eine Meningitis, oder ein hämorraghisches Fieber ausgelöst sein. Diese Erkrankungen kommen insbesondere in Afrika, Asien, sowie Mittel- und Südamerika vor. Auch hier sind ein sofortiger Therapiebeginn und/ oder eine Isolation unerlässlich, um die Überlebenschancen zu verbessern und das Risiko einer Übertragung der Infektion auf Mitreisende oder medizinisches Personal zu verringern

Durchfälle : flüssiger Stuhl mehrmals täglich

bei einer Dauer unter fünf Tage, ohne Fieber oder Blut im Stuhl:
es handelt sich vermutlich um eine unkomplizierte Durchfallerkrankung (Reisedurchfall auf Grund einer Infektion mit banalen Bakterien), die sich in den meisten Fällen innerhalb von 2-3 Tagen zurückbildet. Es reicht aus, wenn Sie viel trinken, wie gezuckerten Tee, Bouillon, Orangensaft,Cola o. ä. (sehen Sie auch "Krankheiten und ihre Behandlung : Reisedurchfall" ).

bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen:
stellen Sie sich bei einem Arzt zur Ursachenabklärung und Beginn einer Behandlung vor.

bei zusätzlichem Auftreten von Fieber oder Blut im Stuhl:
suchen Sie sofort einen Arzt auf, denn es könnte sich um eine gefährliche Infektion, wie beispielsweise Typhus oder Malaria handeln. Bringen Sie, wenn möglich eine Stuhl Probe zum Arzt mit, die auf Parasiten, wie Amöben) untersucht oder zur bakteriologischen Diagnostik kultiviert werden kann (Shigellen, Salmonellen). Sobald eine Diagnose vorliegt, kann der Arzt eine geeignete Behandlung gegen Parasiten oder Bakterien beginnen.

bei Kindern: IMMER einen Arzt aufsuchen,
da bei Ihnen ein höheres Risiko für eine Dehydratation und einen schweren Verlauf bei Malaria besteht. In jedem Fall ist es unerlässlich sofort die Flüssigkeitsverluste mit Getränken oder Elektrolytlösungen zu ersetzen. Auch wenn das Kind erbricht, ist es ungeheuer wichtig, dass es weiter trinkt und isst, möglichst in vielen kleinen Portionen. Geben Sie Kindern unter zehn Jahren auf keinen Fall Imodium® o. ä.

Lokalisierte oder umschriebene Veränderungen wie ein Pickel
Meistens handelt es sich um Mücken- oder sonstige Insektenstiche oder einer kleiner Verletzung. Häufig jucken diese Wunden und werden dann durch Kratzen infiziert. Die in tropischen Gebieten meist beträchtliche Feuchtigkeit erschwert zusätzlich die Heilung. Meist handelt es sich um einfache bakterielle Infektionen, die Sie durch zweimal tägliche sorgfältige Reinigung mit einer desinfizierenden Seife oder Lösung (Merfen®, Betadine®) behandeln können. Unter Umständen kann auch die Verwendung von desinfizierendem Puder oder antibiotischer Salbe sinnvoll sein.

Schmerzhafte, geschwollene, ringsum gerötete und/ oder ulcerierte Veränderungen: sollten Sie in jedem Falle von einem Arzt begutachten lassen. Es kann sich um eine bakterielle Infektion, aber auch einen richtigen Abszess oder eine tropenspezifischere Erkrankung wie Myase oder Tungiase (Larve einer Fliege oder eines (Sand-) Flohs unter der Haut) oder einen Schanker in Zusammenhang mit der Schlafkrankheit handeln. In jedem Fall ist es wichtig, je nach Beschwerden und möglicher Exposition, eine geeignete Diagnostik und gegebenenfalls Therapie zu initiieren.

Lokalisierte dauerhafte oder vorübergehende Veränderungen mit kleinen roten Wegen unter der Haut oder einer Schwellung sollten ebenfalls zu einem Arztbesuch führen. Es könnte sich um Veränderungen handeln, die durch Parasiten hervorgerufen werden, wie die Larva migrans, die man sich am Strand durch Kontakt mit Hundekot zuziehen kann, die Krätze, eine Filariose oder ein Wurmbefall beispielsweise mit dem Zwergfaden Wurm o. ä.

Diffuse Rötungen (typischerweise am Stamm beginnend) mit Fieber: gehen Sie zum Arzt. Es könnte sich um Dengue Fieber, Typhus, Masern, eine Rickettsiose, eine Infektion mit HIV oder eine andere Infektionskrankheit handeln.

Diffuse Rötungen mit Juckreiz in der Regel ohne Fieber, sollten schnell durch einen Arzt begutachtet werden, denn es kann sich um eine allergische Reaktion auf Medikamente (beispielsweise die Malariaprophylaxe oder Antibiotika), sowie um eine parasitäre Erkrankung handeln.

Gelbsucht und dunkler Urin: Diese Symptome können viele Ursachen haben, unter Anderem wäre eine infektiöse Hepatits (A, B, C etc.) möglich. Es kann sich aber auch um Probleme mit den Gallenwegen, der Bauchspeicheldrüse oder sogar ein Gelbfieber handeln. Konsultieren Sie schnellstmöglich einen Arzt.