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Aktuelle News
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Costa Rica: Zunahme der Dengue-Fälle
Bis zum 27. Juli 2026 wurden in Costa Rica insgesamt 2’194 Dengue-Fälle gemeldet. Damit liegen die Fallzahlen 17 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Besonders betroffen ist die Region Zentralpazifik, die die höchste Zahl an Erkrankungen im Verhältnis zur Bevölkerung aufweist. Die meisten Fälle wurden in der Provinz Alajuela registriert. Innerhalb der Provinz ist der Kanton Orotina besonders stark betroffen. Auch im Kanton La Guácima wurde ein grösserer Dengue-Ausbruch festgestellt.
In Costa Rica treten derzeit zudem deutlich mehr Chikungunya-Fälle als üblich auf. Weitere Informationen finden Sie auf www.healthytravel.ch und beim CDC.
Sri Lanka: Dengue
Bis zum 30. Juli 2026 wurden in Sri Lanka 84’724 Dengue-Fälle und 62 Todesfälle gemeldet. Im Juli wurden mit 29’350 Fällen so viele Erkrankungen wie in keinem anderen Monat verzeichnet.
In der letzten erfassten Woche gingen die Fallzahlen leicht zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Gebiete mit hohem Dengue-Risiko auf 175, und die Zahl der Dengue-bedingten Krankenhausaufnahmen blieb hoch.
Besonders viele Fälle wurden in den Distrikten Gampaha und Colombo gemeldet. Zusammen mit Kalutara entfiel auf diese drei Distrikte fast die Hälfte aller Fälle im Land.
Indien: Leptospirose in Kerala
Bis zum 31. Juli 2026 wurden in Kerala 1’394 bestätigte Leptospirose-Fälle und 63 bestätigte Todesfälle gemeldet. Hinzu kamen 932 Verdachtsfälle und 53 vermutete Todesfälle. Damit wurden insgesamt 2’326 Erkrankungen und 116 Todesfälle registriert. Allein im Juli gab es 415 bestätigte Fälle und 30 Todesfälle; auch in der letzten Woche wurden täglich mehrere Todesfälle gemeldet.
Die Erkrankung wurde in mindestens 10 Distrikten festgestellt und ist damit weit verbreitet. Besonders häufig betroffen sind Arbeiter, Landarbeiter und Hausfrauen. Die meisten Todesfälle traten bei Menschen zwischen 40 und 69 Jahren auf. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden ist Leptospirose inzwischen für mehr als die Hälfte der Todesfälle durch Infektionskrankheiten in Kerala verantwortlich. Die Sterblichkeitsrate liegt mittlerweile bei rund 6 %.
Als Reaktion darauf hat das Kerala Centre for Disease Control seine Empfehlungen angepasst. Für Personen, die beruflich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, wird nun eine vorbeugende Behandlung mit Doxycyclin über die gesamte Dauer der beruflichen Exposition empfohlen.
Frankreich: lokale Chikungunya und Dengue-Fälle
Am 27. Juli 2026 wurde in Frankreich (ohne Überseegebiete) erstmals in diesem Jahr ein lokal erworbener Chikungunya-Fall gemeldet. Der Fall trat im Departement Tarn in der Region Okzitanien auf und deutet auf eine lokale Übertragung des Virus hin. Zudem wurden zwei voneinander unabhängige lokal erworbene Dengue-Fälle in den Departements Tarn und Hérault festgestellt.
Seit Beginn der verstärkten Überwachung am 1. Mai 2026 wurden in Frankreich 87 importierte Chikungunya-Fälle, 261 Dengue-Fälle und neun Zika-Fälle registriert. Bei allen Fällen mit lokaler Übertragung führen die Gesundheitsbehörden Untersuchungen durch und ergreifen Massnahmen zur Mückenbekämpfung und Vorbeugung weiterer Infektionen.
DR Kongo, Uganda: Bundibugyo-Ebola - Update 27.7.2026
Der 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, wurde am 17. Mai 2026 zu einem Gesundheitsnotstand von internationaler Tragweite (PHEIC) erklärt.
Der Ausbruch ist noch nicht unter Kontrolle und vollzieht sich vor einem komplexen epidemiologischen, humanitären und sicherheitspolitischen Hintergrund, der durch Unsicherheit, eine hohe Mobilität der Bevölkerung – einschliesslich grenzüberschreitender Bewegungen und Handelsaktivitäten wie dem Bergbau – sowie die Anwesenheit grosser Flüchtlingsgemeinschaften gekennzeichnet ist.
Die Gesundheitsbehörden setzen in Zusammenarbeit mit der WHO und Partnern weiterhin umfangreiche Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit um, darunter die Umsetzung des kontinentalen Reaktionsplans, die Einbindung von Gebern und die Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen, um kritische Finanzierungslücken zu schliessen und die Hilfsmassnahmen in den betroffenen und gefährdeten Gebieten aufrechtzuerhalten.
Datenstand: 26. Juli 2026. Aktualisierte Informationen finden Sie auf dem WHO-Dashboard und beim ECDC.
Kambodscha: Dengue-Fieber
Weltweit: Chikungunya-Risiko – Länder mit Ausbrüchen oder erhöhtem Risiko – Update 16. Juli 2026
Das Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) hat die Liste der Länder mit Chikungunya-Übertragungsrisiko auf der Grundlage der CDC-Länderliste und aktueller epidemiologischer Meldungen aktualisiert (rot = Änderungen seit der letzten Aktualisierung vom 23. April 2026).
D.R. Kongo, Uganda: Bundibugyo-Ebola – Update 16.7.2026
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Ein Ende der Epidemie ist derzeit nicht in Sicht. Innerhalb eines Monats hat sich die Zahl der gemeldeten Erkrankungen mehr als verdoppelt – von 695 Fällen am 13. Juni 2026 auf 2’073 Fälle am 14. Juli 2026. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zudem 796 Todesfälle gemeldet. Dies deutet darauf hin, dass sich das Virus weiterhin in der Bevölkerung ausbreitet.
Seit dem letzten Update (9. Juli 2026):
- Am 13. Juli 2026 wurde ein US-Helfer nach einer Ebola-Infektion aus der Demokratischen Republik Kongo zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Es ist der zweite US-Bürger, der dort behandelt wird, und der dritte Ebola-Fall, der ausserhalb Afrikas versorgt wird
- In Uganda wurden seit dem 21. Juni 2026 keine neuen Fälle gemeldet.
- Am 16. Juli wurde in Uganda der letzte Ebola-Patient entlassen. Damit begann die 42-tägige Frist bis zur offiziellen Erklärung des Ausbruchsendes.
USA: Anstieg lokaler Cyclosporiasis-Fälle
Bis zum 13. Juli 2026 wurden den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) 1'645 im Inland erworbene, laborbestätigte Fälle von Cyclosporiasis aus 34 Bundesstaaten gemeldet. 141 Erkrankte mussten im Krankenhaus behandelt werden; Todesfälle wurden keine registriert. Zusätzlich werden derzeit mehr als 5'100 weitere gemeldete Fälle geprüft. Aufgrund einer Meldeverzögerung von bis zu sechs Wochen erwartet das CDC, dass die Fallzahlen weiter steigen werden. Bereits jetzt verzeichnen zahlreiche Bundesstaaten deutlich mehr Fälle als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aktuell laufen bundesstaatenübergreifende Untersuchungen, um die Ursache der Ausbrüche und die betroffenen Lebensmittel zu identifizieren.
In der Vergangenheit standen Cyclosporiasis-Ausbrüche in den USA wiederholt mit kontaminierten Frischprodukten wie Blattgemüse und frischen Kräutern in Zusammenhang.
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