Die Zahl der Malariafälle unter den Beschäftigten des Frankfurter Flughafens ist auf sechs gestiegen. Bei fünf Personen traten die Symptome Anfang Juli auf, bei einer weiteren Mitte August 2026. Zwei Personen sind verstorben, eine im Juli, bei der die Malaria erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, und eine weitere im August. Die vier übrigen Betroffenen haben sich inzwischen erholt.Bei allen Fällen handelte es sich um Flughafenmitarbeiter aus den Bereichen Verwaltung, technischer Betrieb sowie Fracht- und Flugzeugabfertigung. Keiner der Betroffenen hatte zuvor eine Reise in ein Malaria-Endemiegebiet unternommen.
Die Untersuchungen zur Infektionsquelle dauern an. Als mögliche Infektionsquelle gelten eine oder mehrere Anopheles-Mücken, die vermutlich an Bord eines aus einem Malaria-Endemiegebiet eintreffenden Flugzeugs eingeschleppt wurden.
Malaria im Zusammenhang mit Flughäfen tritt selten auf.
Bei Patienten mit Fieber, die an einem Flughafen tätig sind, sollte Malaria in die Differentialdiagnose einbezogen werden. Die Erhebung der beruflichen Anamnese ist von entscheidender Bedeutung, da eine rasche Diagnose und Behandlung lebensrettend sein kann.
