Am 27. Juli 2026 wurde in Frankreich (ohne Überseegebiete) erstmals in diesem Jahr ein lokal erworbener Chikungunya-Fall gemeldet. Der Fall trat im Departement Tarn in der Region Okzitanien auf und deutet auf eine lokale Übertragung des Virus hin. Zudem wurden zwei voneinander unabhängige lokal erworbene Dengue-Fälle in den Departements Tarn und Hérault festgestellt.
Seit Beginn der verstärkten Überwachung am 1. Mai 2026 wurden in Frankreich 87 importierte Chikungunya-Fälle, 261 Dengue-Fälle und neun Zika-Fälle registriert. Bei allen Fällen mit lokaler Übertragung führen die Gesundheitsbehörden Untersuchungen durch und ergreifen Massnahmen zur Mückenbekämpfung und Vorbeugung weiterer Infektionen.
Vorbeugung: Optimaler Schutz vor Mücken rund um die Uhr, auch vor anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten.
- Dengue-Impfung: Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) empfiehlt die Impfung mit Qdenga® nur für Reisende ab 4 Jahren, die bereits an Dengue erkrankt waren; siehe EKRM-Stellungnahme.
- Chikungunya-Impfung: Vimkunya® wird nur Reisenden empfohlen, die Länder besuchen, in denen ein Chikungunya-Ausbruch gemeldet wurde (siehe CDC).
Bei Fieber:
- Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und nehmen Sie Paracetamol ein, um die Symptome zu lindern.
- Vermeiden Sie die Einnahme von acetylsalicylsäurehaltigen Medikamenten (z. B. Aspirin®), da diese bei einer Dengue-Infektion das Blutungsrisiko erhöhen können. Setzen Sie acetylsalicylsäurehaltige Medikamente jedoch nicht ab, wenn diese bereits Teil Ihrer regulären Behandlung einer Grunderkrankung sind.
