Bis zum 3. März 2026 wurden innerhalb von sechs Wochen 44 Fälle auf sechs Inseln des Vanuatu Archipels gemeldet, wodurch die nationale Alarmschwelle überschritten wurde. Warme Meerestemperaturen und Störungen der Riffe begünstigen das Wachstum toxinproduzierender Algen und halten das Übertragungsrisiko während der Regenzeit aufrecht.
Ciguatera ist eine nicht ansteckende Lebensmittelvergiftung, die entsteht, wenn man Fisch isst, der Ciguatoxine enthält. Meist passiert dies, weil der Fisch nicht richtig zubereitet wurde. Die Symptome beginnen normalerweise 3–6 Stunden nach dem Essen (manchmal bis zu 30 Stunden) und fangen meist mit Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen an. Danach können Nerven- und Gehirnsymptome auftreten, z. B.:
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle
- Muskelschwäche
- Brennen oder metallischer Geschmack im Mund
- Gedächtnisprobleme, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen
Typisch für Ciguatera sind auch veränderte Temperaturempfindungen, z. B. dass kaltes wie heiss empfunden wird, aber das tritt nicht bei allen auf. Manche Beschwerden können Tage bis Monate anhalten. Ausserdem kann das Herz langsamer oder unregelmässig schlagen, was Schwindel oder Müdigkeit verursachen kann.
Ciguatera-Toxine sind geruchlos, geschmacksneutral und hitzebeständig – sie werden durch Kochen, Einfrieren oder Verarbeiten nicht zerstört. Reisende sollten Rifffische, insbesondere solche über 2 kg, meiden und niemals risikoreiche Arten (z. B. Barrakudas, Muränen) oder toxinhaltige Teile wie Kopf, Leber, Darm und Rogen verzehren.
Es gibt keine spezifische Behandlung.
