Laut Medienberichten unter Berufung auf das Gesundheitsministerium wurden seit Anfang 2025 insgesamt 95'729 Malariafälle gemeldet, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 2024 (16'113 Fälle) darstellt. Am stärksten betroffen ist die Region Sambesi (25’065 Fälle), gefolgt von der Region Kavango West (18’424) und den Distrikten Andara und Outapi mit 12’964 bzw. 7’963 Fällen. In den letzten drei Monaten ist die Zahl der Fälle stark zurückgegangen.
Das Malariarisiko gilt in der Region Sambesi das ganze Jahr über als hoch, während es in anderen nördlichen und nordöstlichen Regionen Namibias saisonal von September bis Mai hoch ist. Die Situation im Bezirk Outapi ist weniger klar, da ungewiss ist, ob die jüngsten Anstiege auf importierte Fälle aus Angola oder lokal erworbene Infektionen zurückzuführen sind. Das Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin bemüht sich um detailliertere Informationen für diese Region.
Zusätzlich zu optimalen Massnahmen zum Schutz vor Mückenstichen wird in einigen Regionen Namibias eine Chemoprophylaxe gegen Malaria empfohlen, siehe die entsprechende Länderseite unter www.healthytravel.ch.
Für Reisende, die den Bezirk Outapi besuchen (siehe blauer Pfeil), wird eine individuelle Risikobewertung empfohlen. Zusätzlich zur konsequenten Anwendung von Massnahmen zum Schutz vor Mückenstichen sollte auch eine Chemoprophylaxe in Betracht gezogen werden.