Bis zum 7. September 2026 wurden im indischen Bundesstaat Kerala 171 bestätigte Fälle einer amöbischen Meningoenzephalitis gemeldet. 44 Menschen sind daran gestorben. Damit bleiben die Fallzahlen weiterhin hoch. Bereits 2025 wurden in Kerala 201 Fälle gemeldet.
Amöbische Meningoenzephalitis ist eine sehr seltene, aber schwere Infektion des Gehirns und der Hirnhäute, die durch bestimmte freilebende Amöben (Einzeller) verursacht wird. Die Erreger kommen vor allem in warmem Süsswasser vor. Sie können über die Nase in den Körper gelangen und von dort das Gehirn erreichen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Die Erkrankung beginnt häufig mit Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen und kann sich rasch zu schweren neurologischen Beschwerden entwickeln. Sie verläuft häufig schwer und kann tödlich sein.
