Am 1. Juli 2026 wurde ein Fall der Marburg-Viruserkrankung im Bezirk Kyegegwa im Westen Ugandas bestätigt.
Andere Berichte deuten auf einen zweiten bestätigten Fall hin, der bislang jedoch nicht offiziell bestätigt wurde.
Derzeit untersuchen die Gesundheitsbehörden die Infektionsquelle und verfolgen Kontaktpersonen nach. Dies ist besonders wichtig, da im Bezirk viele Flüchtlinge leben und mit einer erhöhten Bevölkerungsbewegung zu rechnen ist.
Der Ausbruch fällt mit dem derzeitigen Ebola-Ausbruch in Uganda zusammen. Der letzte Ausbruch der Marburg-Viruserkrankung in Uganda wurde 2017 registriert.
Informationen zur Marburg-Viruserkrankung finden Sie im Factsheet.
Bitte beachten Sie, dass derzeit in Uganda auch ein Ausbruch der Ebola-Viruserkrankung andauert.
Vorbeugende Massnahmen:
- Waschen Sie Ihre Hände regelmässig und gründlich mit Wasser und Seife (oder mit Desinfektionsgel, falls keine Seife verfügbar ist).
- Vermeiden Sie den Kontakt zu erkrankten Personen, die Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Hautausschlag aufweisen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten.
- Vermeiden Sie den Besuch von Gesundheitseinrichtungen in den von MVD betroffenen Gebieten für nicht dringende medizinische Versorgung oder aus nichtmedizinischen Gründen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Leichen oder Gegenständen, die mit Leichen in Berührung gekommen sind, sowie die Teilnahme an Bestattungs- oder Beerdigungsritualen oder den Besuch einer Beerdigung oder Bestattung.
- Vermeiden Sie den Umgang mit, das Zubereiten oder den Verzehr von Busch-/Wildfleisch (Fleisch von wildlebenden oder verwilderten Säugetieren, die zum Verzehr erlegt wurden).
- Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
- Vermeiden Sie den Besuch von Bergwerken oder Fledermaushöhlen sowie den Kontakt mit allen wildlebenden Tieren, ob lebendig oder tot, insbesondere mit Fledermäusen.
- Wenn Sie sich entscheiden, Bergwerke oder Höhlen zu besuchen, in denen Fruchtfledermauskolonien leben, tragen Sie Handschuhe und andere geeignete Schutzkleidung, einschließlich Masken und Augenschutz.
- Praktizieren Sie Safer Sex.
Während der Reise und nach der Rückkehr:
Achten Sie im betroffenen Gebiet und noch 21 Tage nach der Ausreise auf Symptome der Marburg-Viruserkrankung (eine Quarantäne ist nicht erforderlich, wenn keine Symptome vorliegen).
Bei Auftreten von Symptomen:
Wenn Sie Fieber und unspezifische Symptome wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Bauchschmerzen entwickeln:
- Isolieren Sie sich sofort.
- Reisen Sie nicht weiter.
- Telefonisch: Wenden Sie sich an die örtlichen Gesundheitsbehörden oder eine medizinische Einrichtung, um Ihr Risiko gründlich abklären zu lassen (z. B. Tropeninstitut, Reiseklinik oder Abteilung für Infektionskrankheiten eines Universitätsklinikums).
- Geben Sie stets an, dass Sie sich in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben und möglicherweise mit Ebola/Marburg Virus in Kontakt gekommen sind (Inkubationszeit: 2–21 Tage).
- Während der Abklärung als Verdachtsfall sprechen Sie bitte auch das Thema eines Malariatests und weiterer Untersuchungen an.
