Guatemala: Seit Beginn des Masernausbruchs im Januar 2026 wurden in Guatemala 16’840 Masernfälle und 22 Todesfälle registriert. Die meisten Todesfälle betrafen Kleinkinder, darunter drei Säuglinge, die noch zu jung für eine Impfung waren.
Fast die Hälfte der bestätigten Fälle entfällt auf das Departement Guatemala; allein aus Guatemala-Stadt wurden mehr als 2’100 Infektionen gemeldet. Die wöchentlichen Fallzahlen erreichten im März ihren Höhepunkt und sind seither deutlich zurückgegangen.
Der Ausbruch wurde mit einer grossen internationalen religiösen Versammlung im Dezember 2025 in Verbindung gebracht.
Honduras: Bis zum 12. Juni 2026 wurden in Honduras fünf Masernfälle bestätigt. Vier davon waren aus Guatemala importiert, der fünfte betraf eine ungeimpfte 25-jährige Frau auf Roatán und stellt den ersten autochthonen Masernfall des Landes seit der Eliminierung der Krankheit im Jahr 1997 dar.
Masern verbreiten sich schnell und können gefährlich sein – der Schutz ist einfach: Lassen Sie sich impfen!
Schweizer Empfehlungen: Alle Personen, die nach 1963 geboren wurden und keinen nachgewiesenen Schutz gegen die Infektion haben (Antikörper oder zwei nachgewiesene Impfungen), sollten zweimal im Abstand von einem Monat mit dem MMR-Impfstoff geimpft werden. Im Falle einer Epidemie in der Region oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab einem Alter von 6 Monaten empfohlen.
