Im Departement Tolima wurden in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt 28 Gelbfieberfälle bei Reisenden registriert, von denen 14 tödlich verliefen. Dies verdeutlicht die wichtige Rolle des Reiseverkehrs bei der weiteren Ausbreitung des anhaltenden Ausbruchs.
Zwischen 2024 und dem 17. Mai 2026 meldete Kolumbien insgesamt 192 bestätigte Gelbfieberfälle und 85 Todesfälle in zehn Departamentos. Eine besondere Herausforderung für die Eindämmung des Ausbruchs bleibt die Impfskepsis in Teilen der Bevölkerung. Lokale Gesundheitsbehörden sehen dabei Parallelen zu den Vorbehalten gegenüber Impfungen, die bereits während der COVID-19-Pandemie beobachtet wurden.
Gelbfieber ist in den meisten Teilen Kolumbiens endemisch, wobei die Fallzahlen in bisher nicht betroffenen Regionen zunehmen. Eine Impfung gegen Gelbfieber wird allen Reisenden dringend empfohlen. Darüber hinaus ist sie unter folgenden Voraussetzungen obligatorisch:
- Jeder, der auf dem Land- oder Wasserweg innerhalb des kolumbianischen Staatsgebiets reist, muss einen Gelbfieber-Impfausweis oder eine Impfbescheinigung mit sich führen. Diese Massnahme gilt für alle Personen und umfasst alle Verkehrsmittel, einschliesslich Autos, Busse und Boote.
- Für Besucher, die einen der Nationalparks in Kolumbien betreten möchten (wird an den Eingangstoren kontrolliert).
