Seit Januar 2026 wurden auf Mauritius 20 Fälle von Leptospirose registriert, fünf Menschen starben bislang an der Infektion. Zwei weitere Patienten werden derzeit in stabilem Zustand überwacht. Mehrere schwere Fälle wurden verzögert behandelt, ein Hinweis darauf, dass viele Betroffene erst spät medizinische Hilfe suchten.
Gesundheitsbehörden entdeckten zudem mehr als 90 Rattenbrutstätten in den Regionen Beau Bassin-Rose Hill und Quatre Bornes. Dadurch steigt das Risiko, dass Boden und Wasser mit Rattenurin verunreinigt werden. Auch auf der benachbarten Insel Réunion nehmen die Leptospirose-Fälle deutlich zu, allerdings mit weniger Todesfällen als auf Mauritius.
Leptospirose beginnt mit Fieber sowie Kopf-, Rücken- und Wadenschmerzen, häufig begleitet von Übelkeit und Erbrechen. In schweren Fällen kann es zu Hirnhautentzündung, Organversagen oder einer Blutvergiftung kommen.
