Im südindischen Bundesstaat Kerala ist die Zahl der Hundebisse durch streunende Hunde im Jahr 2025 stark gestiegen: Insgesamt wurden über 300’000 Fälle registriert, rund zwei Drittel mehr als 2021. Besonders deutlich war der Anstieg im Distrikt Thrissur, wo sich die Fälle innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt haben.
Parallel dazu nahm auch die Zahl der Todesfälle durch Tollwut zu: 2025 wurden 33 Todesfälle verzeichnet – der höchste Stand der letzten fünf Jahre.
Der Kontakt mit potenziell tollwütigen Tieren ist häufig, insbesondere auf Reisen. Tollwut kann verhindert werden!
Vorbeugung:
- Vermeiden Sie generell den Kontakt mit Tieren und füttern Sie diese nicht!
- Aufgrund des weltweiten Mangels an Tollwut-Immunglobulinen – die für nicht geimpfte Personen nach einem möglichen Kontakt mit Tollwut entscheidend sind – empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin einen grosszügigeren Ansatz bei der Empfehlung einer Tollwutimpfung vor Reisen. Eine Tollwutimpfung (Präxepositionsprophylaxe = 2 Dosen vor Reisen) sollten alle Reisende als eine einmalige Investition im Leben betrachten!
Verhalten nach Kontakt: Nach einem Tierbiss/Kratzer: Waschen Sie die Wunde sofort 15 Minuten lang mit Wasser und Seife, desinfizieren Sie sie anschliessend und suchen Sie in jedem Fall so schnell wie möglich eine medizinische Einrichtung auf, um sich impfen zu lassen!
