Laut WHO haben zwischen dem 23. Februar und 8. März 2026 insgesamt 18 von 26 Ländern des erweiterten Netzwerks zur Meningitisüberwachung ihre epidemiologischen Daten zu Meningitis übermittelt.
Epidemien:
- Zentralafrikanische Republik: Region 3
- Tschad: Provinz Tanjile (Distrikt Guidari)
- Niger: Region Niamey (Distrikt Niamey 1)
Warnmeldungen:
- Burkina Faso: Region Sourou
- Zentralafrikanische Republik: Region 3
- Tschad: Provinz Tanjile (Distrikt Lai)
- D.R. Kongo: Provinz Kongo Central, Provinz Sud-Ubangi, Provinz Lomami, Provinz Haut-Lomami
- Ghana: Region Nordost, Region Upper West
- Niger: Region Niamey (Distrikt Niamey 3), Region Agadez (Distrikt Bilma)
- Togo: Region Kara
Informationen zu früheren Epidemien und Warnmeldungen finden Sie unter www.healthytravel.ch.
Saisonale Meningitis-Epidemien kommen in Subsahara-Afrika vor allem während der Trockenzeit vor, welche in der Regel zwischen Dezember bis Juni ist. Mit Beginn der Regenzeit nehmen sie rasch ab. Im Allgemeinen sind die Serogruppen der Meningokokken A, C, W und X für diese Ausbrüche verantwortlich. In den letzten Jahren wurden v. a. auch Meningitisfälle mit Pneumokokken beobachtet.
Die Krankheit verbreitet sich durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch. Falls Symptome (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Nackensteife) auftreten, sollte sofort ein Arzt konsultiert und mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden, da die Krankheit innert Stunden zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann.
Als Prophylaxe steht für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr eine Impfung gegen die wichtigsten Meningitisstämme zu Verfügung.
Eine Impfung mit einem quadrivalenten Meningokokken-Konjugatimpfstoff (Menveo® oder Nimenrix®) wird empfohlen:
- Bei Epidemien oder Warnungen wird eine Impfung für Aufenthalte von mehr als 7 Tagen oder bei engem Kontakt mit der Bevölkerung empfohlen.
Wenn keine Warnung oder Epidemie gemeldet wird, ist eine Impfung für Reisen in den „Meningitisgürtel“ während der Trockenzeit (normalerweise von Dezember bis Juni) in ganz Subsahara-Afrika empfohlen:
- bei Reisen von mehr als 30 Tagen oder
- bei kürzeren Aufenthalten, je nach individuellem Risiko (z. B. enge persönliche Kontakte, Arbeit in Gesundheitseinrichtungen, Aufenthalt in stark belegten Unterkünften, Epidemiegefahr).
