Laut einem Bericht der PAHO (Panamerikanische Gesundheitsorganisation) vom 13. März 2026 gab es im Jahr 2025 in sieben Ländern Amerikas insgesamt 346 bestätigte Gelbfieberfälle und 143 Todesfälle. Besonders viele Fälle wurden in Brasilien, Kolumbien und Peru gemeldet.
In den ersten sieben Wochen des Jahres 2026 wurden bereits 34 neue Fälle und 15 Todesfälle in Bolivien, Kolumbien, Peru und Venezuela registriert. Die PAHO stellte fest, dass der sylvatische Übertragungszyklus des Gelbfiebers, an dem Mücken als Vektoren und Affen als Wirte beteiligt sind, in der Region immer wieder auftritt. Neu ist jedoch, dass zuletzt Fälle in Gebieten aufgetreten sind, in denen es lange keine Übertragung gab, zum Beispiel im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und im kolumbianischen Departement Tolima. Die meisten Erkrankten waren nicht gegen Gelbfieber geimpft.
2025 war das Jahr mit den höchsten Fallzahlen seit den grossen Ausbrüchen 2017/2018. Die Sterblichkeitsrate lag bei etwa 41 %, was die Schwere der Krankheit zeigt. Die PAHO empfiehlt daher, dass in gefährdeten Bevölkerungsgruppen mindestens 95 % der Menschen geimpft sein sollten, um Ausbrüche zu verhindern.
