Bis zum 20 März 2026 wurden in Kent 29 Fälle von invasiver Meningokokken-Erkrankung (IMD) gemeldet, darunter leider zwei Todesfälle. Die Betroffenen waren zwischen 17 und 21 Jahre alt, einige sind Studierende der University of Kent. Auch aus Frankreich wurden zwei bestätigte Fälle gemeldet, bei denen die Betroffenen die University of Kent besucht hatten.
Bei 13 der bisher untersuchten Fälle wurde die Meningokokken-Serogruppe B nachgewiesen. Zu den möglichen Orten, an denen eine Ansteckung stattgefunden haben könnte, gehören ein Nachtclub in Canterbury (Club Chemistry) zwischen dem 5. und 7. März sowie die University of Kent. Die UKHSA arbeitet derzeit eng mit der University of Kent und dem betroffenen Club zusammen. Betroffene und Kontaktpersonen erhalten gezielte Impfungen und prophylaktische Antibiotika, um weitere Erkrankungen zu verhindern.
Insgesamt war die Serogruppe B für 55 % der IMD-Fälle in Europa verantwortlich (2024: 2’263 Fälle, 202 Todesfälle). Das ECDC schätzt das Risiko für die allgemeine Bevölkerung in der EU und im EWR weiterhin als sehr gering ein.
