Seit dem 1. Oktober 2025 wurden Fälle von Durchfallerkrankungen durch Shigella- und Salmonelleninfektionen bei Reisenden gemeldet, die von den Kapverdischen Inseln nach England, Schottland und Wales zurückgekehrt sind. Von den 158 bestätigten Shigella-Fällen berichteten 112 Betroffene von einer kürzlichen Reise auf die Kapverdischen Inseln, überwiegend in die Regionen Santa Maria und Boa Vista. Auch unter den 43 bestätigten Salmonellenfällen aus drei Clustern hatten 32 Personen zuvor die Kapverdischen Inseln besucht.
Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) verzeichnete zudem einen Anstieg von Shigella-Fällen bei Rückkehrenden in vier EU-Länder: die Niederlande, Schweden, Frankreich und Irland. Bereits 2022 wurde ein Shigella-Ausbruch auf den Kapverdischen Inseln gemeldet.
Obwohl kein landesweiter Ausbruch bestätigt wurde, weist dieses reiseassoziierte Geschehen auf anhaltende Risiken lebensmittel- und wasserbedingter Infektionen in touristischen Regionen hin. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, immungeschwächte Personen, Schwangere sowie Kinder unter fünf Jahren, bei denen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, einschliesslich Sepsis, besteht.
