Seit Ende Dezember 2025 haben starke Regenfälle im südlichen Afrika zu einem Anstieg der Malariafälle geführt.
Botswana: In der Saison 2025/26 wurden 197 Malariafälle registriert, davon 176 lokal übertragen und 21 importiert. Allein in der dritten Woche 2026 traten 56 lokal übertragene Fälle auf.
Namibia: Die Gesundheitsbehörden melden in den ersten vier Wochen 2026 8’760 bestätigte Malariafälle, verglichen mit 5’229 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am stärksten betroffen ist Katima Mulilo, gefolgt von Outapi. Insgesamt haben 20 Distrikte die Epidemieschwelle überschritten, darunter Andara, Nyangana, Ncamagoro, Nkurenkuru, Eenhana, Engela, Okongo, Grootfontein, Katima Mulilo, Rundu, Tsumeb, Otjiwarongo, Omuthiya, Tsandi, Outapi, Okahao, Opuwo, Oshikuku und Oshakati.
Südafrika: Das Gesundheitsministerium von Mpumalanga warnt vor einem Anstieg der Malariafälle nach den Überschwemmungen. Im Januar 2026 wurden 314 Fälle gemeldet, gegenüber 69 Fällen im Januar 2025, hauptsächlich in den Bezirken Nkomazi, Mbombela und Bushbuckridge im Distrikt Ehlanzeni.
Aufgrund der starken Regenfälle und des frühen Anstiegs der Malariafälle in Gebieten ausserhalb der Regionen, in denen normalerweise eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria empfohlen wird (siehe markierte Bezirke unten) hat das Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin das Gebiet in Namibia, in dem eine saisonale medikamentöse Prophylaxe empfohlen wird, erweitert. Für Botswana und Südafrika bleiben die Empfehlungen unverändert.
Neue Empfehlungen, siehe Karten mit Markierungen:
