Weißrussland
Aktuelle News
In mehreren Ländern der Europäischen Union wurde ein Anstieg der gemeldeten Fälle von Hepatitis A beobachtet, insbesondere in Österreich, Tschechien und Ungarn.
Der Anstieg der Infektionen betrifft vor allem obdachlose Erwachsene, Drogenabhängige und Menschen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben.
Die Übertragungskette ist noch nicht unterbrochen, und es ist mit weiteren Fällen zu rechnen.
Eine Impfung gegen Hepatitis A wird für Personen empfohlen, die Freunde und Verwandte in abgelegenen ländlichen Gebieten und/oder an Orten mit schlechten hygienischen Bedingungen besuchen, sowie für Risikopersonen.
Die Daten zu Masernfällen in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) in den letzten zwölf Monaten (1. Februar 2024 bis 31. Januar 2025 32‘265 Masernfälle) zeigen einen deutlichen Anstieg der Meldungen im Vergleich zu 2023. Rumänien (27‘568), Italien (1‘097), Deutschland (637), Belgien (551) und Österreich (542) wiesen die höchsten Fallzahlen auf.
Aufgrund der vermehrten Viruszirkulation, werden die Fallzahlen sehr wahrscheinlich im Frühjahr 2025 zunehmen. Die anhaltende Übertragung deutet auf Lücken in der Durchimpfung gegen diese vermeidbare Krankheit hin – sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.
Lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen!
Alle nach 1963 geborenen Personen, die keinen nachgewiesenen Schutz gegen Masern haben (Antikörper oder 2 nachgewiesene Impfungen), sollten zweimal mit dem MMR-Impfstoff geimpft werden. Im Falle einer Epidemie in der Region oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab einem Alter von 6 Monaten empfohlen.
Die Daten aus den neuesten epidemiologischen Jahresberichten des ECDC über sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) zeigen, dass die Melderate für bestätigte Gonorrhö-Fälle in den Ländern der Europäischen Union/des Europäischen Wirtschaftsraums im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 31 % gestiegen ist und seit 2014 um 321 % zugenommen hat.
Auch die Zahl der Syphilis-Fälle steigt weiter an. Im Jahr 2023 wurden in 29 EU-/EWR-Ländern 41’051 bestätigte Fälle gemeldet, was einem Anstieg von 13 % gegenüber 2022 und einer Verdoppelung gegenüber 2014 entspricht.
- Denken Sie immer daran, dass sexuell übertragbare Krankheiten weltweit zunehmen!
- Safer-Sex-Praktiken sind die beste Möglichkeit, sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern, siehe Factsheet STI.
- Kaufen Sie Kondome aus einer zuverlässigen Quelle, bevor Sie Ihre Reise antreten!
Im Jahr 2024 und bis am 2. Oktober 2024 haben 18 Länder in Europa 1’202 lokal erworbene Fälle von West-Nil-Virus (WNV)-Infektionen beim Menschen mit bekanntem Infektionsort gemeldet. Der früheste und der späteste Zeitpunkt des Auftretens waren jeweils der 1. März 2024 und der 26. September 2024.
Lokal erworbene Fälle wurden von Italien (422), Griechenland (202), Spanien (114), Albanien (102), Ungarn (101), Rumänien (71), Serbien (53), Österreich (34), Türkei (30), Frankreich (27), Kroatien (20), Deutschland (8), Slowenien (5), Kosovo (4), Slowakei (4), Bulgarien (2), Nordmazedonien (2) und Tschechien (1) gemeldet.
In Europa wurden 88 Todesfälle aus Griechenland (31), Italien (16), Albanien (13), Rumänien (10), Spanien (10), Bulgarien (2), Serbien (2), der Türkei (2), Frankreich (1) und Nordmazedonien (1) gemeldet.
Die in diesem Jahr gemeldeten Fallzahlen liegen über dem durchschnittlichen monatlichen Fallaufkommen der letzten 10 Jahre. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2023 wurden 681 Fälle gemeldet. Die Zahlen sind jedoch niedriger als im Jahr 2018, als zu dieser Jahreszeit 1'728 Fälle gemeldet wurden.
Folgende Vorsichtsmassnahmen werden empfohlen:
- Schützen Sie sich tagsüber und nachts vor Mückenstichen (siehe Merkblatt Mücken- und Zeckenstichschutz).
- Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, da auch diese infiziert sein könnten.
- Wenn Sie ein Gebiet besucht haben, in dem das West-Nil-Fieber übertragen wird, sollten Sie nach Ihrer Rückkehr mindestens 28 Tage lang kein Blut spenden.
Allgemeine Informationen
Impfungen für alle Reisende
Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung und Auffrischungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.
Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Reisende sollten gegen Windpocken immun sein. Personen zwischen 13 Monaten und 39 Jahren, die noch keine Windpocken hatten, und die noch keine 2 Impfdosen gegen Windpocken erhalten hatten, sollten eine Nachholimpfung erhalten (2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen), siehe Schweizerischen Impfplan, LINK.
Bitte folgender Link des BAG konsultieren:
Empfehlungen zur Impfung gegen Varizellen (Windpocken) und Herpes Zoster (Gürtelrose)
Impfungen für gewisse Reisende
- Die Impfung gegen Hepatitis A wird für Personen empfohlen, die Freunde und Verwandte in abgelegenen ländlichen Gebieten besuchen, in denen die Hygienebedingungen mangelhaft sind.
- Hepatitis A ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird leicht durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen, kann aber auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen lebenslangen Schutz bietet.
- Die Hepatitis-A-Impfung wird für alle Reisenden in tropische oder subtropische Länder und für Risikogruppen empfohlen.
- Hepatitis A ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird leicht durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen, kann aber auch durch sexuellen Kontakt übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen lebenslangen Schutz bietet.
- Die Hepatitis-A-Impfung wird für alle Reisenden in tropische oder subtropische Länder und für Risikogruppen empfohlen.
Hepatitis A kommt weltweit vor, aber das Infektionsrisiko ist in Ländern mit schlechten Hygienebedingungen höher. Ein erhöhtes Risiko besteht in den meisten tropischen und subtropischen Ländern sowie in einigen Ländern Osteuropas und rund um das Mittelmeer. Ausbrüche in nordeuropäischen Ländern können auftreten, wenn sich ungeimpfte Kinder bei Familienbesuchen in tropischen und subtropischen Ländern infizieren und nach ihrer Rückkehr das Virus in ihren Betreuungseinrichtungen übertragen.
In den letzten Jahren sind auch in Nordamerika und Europa, einschliesslich der Schweiz, vermehrt Fälle aufgetreten, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM).
Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der aus zwei Injektionen im Abstand von mindestens 6 Monaten besteht. Er bietet nach der zweiten Dosis lebenslangen Schutz. Die Hepatitis-A-Impfung kann auch in Kombination mit der Hepatitis-B-Impfung verabreicht werden (3 Dosen notwendig ab dem 16. Geburtstag).
Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Reisenden in Risikogebiete sowie für Personen mit erhöhtem persönlichem Risiko empfohlen wie z.B. Personen mit chronischer Lebererkrankung, Männer, die Sex mit Männern haben sowie Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko, wie im Gesundheitsdienst oder bei Kontakt mit Abwasser.
- Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
- Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
- Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
- Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
- Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!
- Tollwut wird hauptsächlich durch Hunde (und Fledermäuse) übertragen, aber prinzipiell kann jedes Säugetier infektiös sein.
- Sobald Symptome auftreten, verläuft die Tollwut ausnahmslos tödlich.
- Tollwut lässt sich am besten durch eine Impfung vor der Reise und angemessenes Verhalten gegenüber Säugetieren (Kontaktvermeidung) verhindern.
- Die Impfung vor der Reise (siehe Abschnitt Vorbeugung) ist auch deshalb empfehlenswert, weil Impfstoffe und Immunglobuline in vielen Reiseländern oft nicht zur Verfügung stehen.
- Achtung: eine Biss- oder Kratzwunde sowie Kontakt mit Speichel von Säugetieren auf offenen Wunden sind immer ein Notfall! Informieren Sie sich unten über die erforderlichen Massnahmen!
Es existiert keine Therapie gegen Tollwut!
Massnahmen im Falle einer Exposition: Reinigen Sie die Wunde sofort gründlich mit viel Wasser und Seife für 10 - 15 Minuten! Desinfizieren Sie die Wunde (z. B. mit Betadine®, Merfen®) anschliessend. Lassen Sie sich unverzüglich (d.h. während der Reise!) notfallmässig gegen Tollwut impfen (postexpositionelle Prophylaxe) bei einem Arzt oder im nächstgelegenen Krankenhaus: Für diejenigen, die vor der Reise einen vollständigen Impfschutz gegen Tollwut erhalten haben (= präexpositionelle Impfung), sind zwei zusätzliche Impfungen (egal welcher Hersteller) in einem Abstand von 3 Tagen ausreichend; sie sollten unverzüglich vor Ort (d.h. im Reiseland) durchgeführt werden. Wenn kein vollständiger präexpositioneller Impfschutz besteht, muss vor Ort innerhalb kürzester Frist zusätzlich zur aktiven Impfung auch eine passive Immunisierung mit Immunglobulinen erfolgen.
Beachten Sie: Immunglobuline (und manchmal auch aktive Impfstoffe) stehen in ressourcenarmen Gegenden häufig nicht zur Verfügung, was zu Stress und Unsicherheit führen kann. Ausserdem wird eine Auffrischungsimpfung gegen Tetanus (Starrkrampf) empfohlen.
Es ist keine gute Idee, auf Reisen Tiere zu streicheln, auch wenn sie noch so süss sind! Füttern keine Tiere und berühren Sie keine wilden, unbekannten oder toten Tiere!
Die Impfung gegen Tollwut (preexpositionelle Impfung) wird den meisten Reisenden empfohlen und ist insbesondere empfohlen für:
- Wiederholte Reisen und oder Langzeitaufenthalten in Gebieten, in denen Tollwut vorkommt.
- kurze Reisen mit hohem individuellem Risiko, insbesondere bei Fahrrad- oder Motorradreisen, bei Wanderungen in abgelegene Gebiete, für Kleinkinder und Kinder.
- Personen, die mit Tieren arbeiten, oder für Höhlenforscher (Fledermäuse!).
Für die meisten Reisenden reichen 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 7 Tagen vor der Abreise. Eine einmalige lebenslange Auffrischimpfung (3. Dosis) wird frühestens ein Jahr nach der Grundimmunisierung empfohlen, wenn weitere Reisen in Tollwutgebiete anstehen. Wenn Sie eine Immunsuppression haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt/Ärztin, da für Sie andere Impfabstände gelten.
- Falls Sie eine Reise geplant haben, sollten Sie spätestens 4 Wochen vor der Abreise einen Termin in einem reisemedizinischen Zentrum vereinbaren. Notfalls genügt auch ein Termin 10 Tage vor Abreise.
- Nach einer Exposition (Biss, Kratzverletzung): suchen Sie sofort (d. h. auch während der Reise!) einen Arzt auf zur Wundbehandlung und für eine postexpositionelle Tollwutimpfung! Dies ist auch für Personen mit einer vollständigen Grundimmunisierung vor der Reise erforderlich!
- Drucken Sie sich dieses Informationsblatt aus und halten Sie es während Ihrer Reise stets griffbereit!
- Bundesamt für Gesundheit der Schweiz (Deutsch): LINK.
- Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
- Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
- Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
- Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
- Bundesamt für Gesundheit (BAG). Hepatitis B:
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/hepatitis-b.html - Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/hepatitis-b
- Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen.
- Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
- Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
- Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
- Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.
- Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen.
- Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
- Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
- Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
- Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.
Je nach geografischer Region und Art können Zecken verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören beispielsweise die humane Ehrlichiose, Lyme-Borreliose, Tularämie, Babesiose, Zeckenrückfallfieber, Rocky-Mountains-Fleckfieber, andere Rickettsiosen, einige arbovirale Krankheiten und mehrere Flaviviren, die eine Gehirnentzündung verursachen können, wie z. B. die Frühsommer-Mengingoenzephalitis (FSME). Einige Zecken können zudem eine Zeckenlähmung verursachen. Zu den in Europa häufig von Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose, die FSME und die Tularämie.
In den USA (und in geringerem Masse auch in Südamerika) sind wichtige durch Zecken übertragene Krankheiten Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose, die Powassan-Virus Erkrankung und das ‘Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom’ (STFS = severe fever with thrombocytopenia syndrome).
Andere wichtige von Zecken übertragene Krankheitserreger sind bakterielle Organismen, die Rickettsiosen verursachen und weltweit verbreitet sind. Bei Reiserückkehrern gelten Rickettsiosen als die vierthäufigste Ursache für Fieber. Zu den Symptomen gehören Hautausschlag, Bauchschmerzen und eine trockene, schwarze oder dunkle Kruste an der Einstichstelle.
Bei einigen Krankheiten gibt es auch andere Übertragungswege. So kann beispielsweise Babesiose durch Bluttransfusionen sowie während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden.
Durch Zecken übertragene Krankheiten können weltweit auftreten, die Verbreitung hängt jedoch von der geografischen Lage ab (siehe Karte).
Zu den Gebieten mit erhöhtem FSME-Risiko gehören Mittel- und Osteuropa sowie die baltischen und nordischen Länder. FSME ist zudem in Russland weit verbreitet – von der westlichen Grenze zu Europa bis zur östlichen Landesgrenze.
Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in den gemässigten Zonen Europas, Nordamerikas und Asiens, und ihre geografische Verbreitung nimmt kontinuierlich zu. Mitteleuropa ist die Region mit den höchsten Zeckeninfektionsraten in Europa, insbesondere in Österreich, der Tschechischen Republik, Süddeutschland, der Schweiz, der Slowakei und Slowenien. Dort sind mehr als 10 % der jungen Zecken (Nymphen) und über 20 % der erwachsenen Zecken infiziert.
Babesiose kommt in bestimmten Regionen Nordamerikas und in bewaldeten Gebieten Europas und Ostasiens vor.
Die Anaplasmose ist in Nordamerika, Europa und China verbreitet.
Ehrlichiose tritt häufig in den USA, in bestimmten Regionen Europas, in Südamerika und in Afrika auf.
Die Powassan-Krankheit kommt im Nordosten der USA und im fernöstlichen Russland vor, während das Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom (SFTS) in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum auftritt.
Rickettsiosen sind weltweit verbreitet. Das afrikanische Zeckenstichfieber (ATBF) ist die am häufigsten gemeldete Rickettsieninfektion, die auf Reisen erworben wird. Sie ist im südlichen Afrika verbreitet, insbesondere in Botswana, Südafrika und Simbabwe. Das Mittelmeer-Fleckfieber (MSF), das bei Rückreisenden aus den USA und dem Vereinigten Königreich gemeldet wurde, tritt in weiten Teilen Afrikas, Europas, Indiens und des Nahen Ostens auf. Das Rocky-Mountain-Fleckfieber (RMSF) ist dagegen Kanada, Teilen von Mittel- und Südamerika sowie in den USA weit verbreitet.
Das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) ist eine seltene, aber schwerwiegende Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche oder Kontakt mit infiziertem Tierblut übertragen wird. Es ist das am weitesten verbreitete virale hämorrhagische Fieber und kommt in Süd- und Osteuropa, dem Mittelmeerraum, Nordwestchina, Zentralasien, Afrika, dem Nahen Osten und dem Indischen Subkontinent vor. Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und/ oder mit Nutztieren umgehen, haben ein höheres Risiko, sich zu infizieren.
Der Schlüssel zur Vorbeugung von durch Zecken übertragenen Krankheiten liegt darin, sich vor Zeckenstichen zu schützen
(siehe auch Merkblatt "Prävention von Mücken- und Zeckenstichen"):
- Verwenden Sie Insektenschutzmittel (Repellentien)
- Tragen Sie langärmelige Hemden, Hosen und Socken
- Behandeln Sie die Kleidung und Ausrüstung mit 0,5 % Permethrin
- Führen Sie nach Aufenthalten im Freien gründliche Zeckenkontrollen durch! Wichtig: Bei einigen Krankheitserregern ist die Anhaftungsdauer der Zecke entscheidend für eine erfolgreiche Krankheitsübertragung. Ein schnelles Entfernen der Zecke kann daher eine Infektion verhindern!
Die beste Prävention gegen FSME ist die Impfung! Diese wird empfohlen, wenn man in einem endemischen Gebiet lebt oder reist. Der Impfstoff schützt gegen alle Virus-Subtypen.
- Achten Sie in Risikogebieten auf einen guten Zeckenschutz: Tragen Sie hautbedeckende Kleidung und geschlossene Schuhe und verwenden Sie Repellentien.
- Nach dem Aufenthalt in Risikogebieten: Überprüfen Sie Ihren Körper auf Zecken, entfernen Sie diese sofort und desinfizieren Sie den Stich.
- Überwachen Sie die Einstichstelle und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Symptome auftreten. Bei Symptomen nach einer Reise in den Tropen: konsultieren Sie einen Spezialisten in Tropen- und Reisemedizin!
- Die FSME-Impfung wird allen Bewohnern in endemischen Gebiete sowie Reisenden empfohlen, die solche Gebiete besuchen, insbesondere denen, die Outdoor-Aktivitäten nachgehen
- Covid-19 ist eine Krankheit, die den ganzen Körper befällt, sich aber hauptsächlich mit Atemwegs-Symptomen wie Husten und Atemnot zeigt. Sie wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht.
- Die Infektion wird hauptsächlich über Tröpfchen und möglicherweise Aerosole verbreitet, wenn infizierte Personen husten, niesen, sprechen oder singen, ohne eine Maske zu tragen.
- Die Infektion kann sehr wirksam durch eine Impfung verhindert werden, und eine zunehmende Anzahl von Impfstoffen ist inzwischen zum Schutz zugelassen und verfügbar.
- Die Impfung wird gemäss den Schweizer Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) empfohlen, siehe LINK.
- Darüber hinaus beruht die Prävention stark auf dem Tragen von Gesichtsmasken, auf Händehygiene und auf körperlichem Abstand (min. 1.5 m), wenn keine Maske getragen werden kann und die Personen nicht geimpft sind.
- Die Grippe ist auf der ganzen Welt verbreitet, auch in subtropischen und tropischen Ländern.
- Die Impfung bietet den besten Schutz.
- Die Impfung gegen Grippe wird für alle Reisenden empfohlen, die zu den "Risikogruppen" gehören, wie z. B. schwangere Reisende, Reisende mit Vorerkrankungen, ältere Menschen (>65 Jahre), oder wenn Sie eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff planen.
- Der Grippeimpfstoff bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.
Allgemeine Informationen bezüglich der saisonalen Grippe (Influenza)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Weitere Gesundheitsrisiken
Neben Dengue, Chikungunya und Zika besteht in sub-/tropischen Regionen und einigen Gebieten Südeuropas die Gefahr anderer Erkranungen, die durch Anthropoden (Gliederfüssler) übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel folgende Krankheiten [und deren Vektoren]:
- in Europa
- Borreliose, FSME, Rickettsien [Zecken]
- Leishmaniose [Sandmücken]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- auf dem Afrikanischen Kontinent
- Rickettsien, insbesondere Afrikanisches Zeckenbissfieber [Zecken]
- Leishmanien [Sandmücken]
- Afrikanische Trypanosomiasis = Schlafkrankheit [Tsetse Fliegen]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- in Asien
- Tsutsugamushi Fieber [Milben]
- Rickettsien [Zecken]
- Leishmanien [Sandmücken]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber [Zecken]
- in Nord and Latein America
- Rickettsiosen, insbesondere Rocky Mountain Fleckfieber [Zecken]
- Leishmanien und Carrion Krankheit [Sandmücken]
- Amerikanische Trypanosomiasis = Chagas Krankheit [Raubwanzen]
- West Nil Fieber [Moskitos]
- STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
- Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine Post-Expositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist.
- Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.
- STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
- Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine Post-Expositionsprophylaxe
(PEP) sinnvoll ist. - Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.
Das freie und verantwortungsbewusste Gestalten der eigenen Sexualität ist Teil eines gesunden Lebens. Zu wissen, wie man auf sich selbst und andere achtet, ist besonders wichtig, wenn man sich in neuen Situationen befindet – beispielsweise auf Reisen.
Reisende, die Gelegenheitssex haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit sexuell übertragbaren Infektionen, sogenannten Sexually Transmitted Infections (STIs), einschliesslich HIV, anzustecken. Ein Auslandaufenthalt, wobei man auch neue Menschen kennen lernt, kann damit verbunden sein, sich anders zu verhalten und mehr Risiken einzugehen, als man dies zu Hause tun würde. Es ist wichtig daran zu denken, dass ungeschützter Sex und mehrere neue Sexualpartner ein Risiko für STIs darstellen. STIs können unter Umständen schwere Komplikationen verursachen und zudem auf weitere Partner übertragen werden, sofern diese nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt werden. Sind Sie nicht sicher, ob es sich um eine Risikosituation handelt, dann hilft der 'Risk-Check' von Love Life weiter.
- Brennen oder Juckreiz im Genitalbereich
- Schmerzhaftes, häufiges Wasserlösen oder Schmerzen im Unterleib
- Schmerzen oder Beschwerden beim Stuhlgang.
- Ungewöhnlicher Ausfluss aus dem Penis, After oder der Vagina
- Wunden, Rötungen, Bläschen im Mund/Lippen oder Genitalbereich sowie Warzen im Intimbereich
- Manchmal auch Fieber (eher selten)
Wichtig: STIs können auch ohne oder mit nur leichten Symptomen auftreten. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer neuen oder mehreren Partnerinnen oder Partnern hatten. Denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Übertragung und Komplikationen durch unbehandelte Infektionen zu verhindern.
STIs können bei einer körperlichen Untersuchung oder durch die Untersuchung von Urin, einer Wunde oder eines Abstrichs aus der Vagina, dem Penis, dem Rachen oder dem Anus diagnostiziert werden. Bluttests können bei der Diagnose bestimmter Infektionen (Hepatitis A, B und C, HIV und Syphilis) auch helfen.
Der Zeitpunkt des Tests ist wichtig, da manche Infektionen kurz nach einer Ansteckung noch nicht nachweisbar sind (diagnostisches Fenster). Bei HIV und Syphilis sollte der Test in der Regel frühestens 6 Wochen nach dem sexuellen Kontakt gemacht werden. Bei Chlamydien und Gonorrhö sollte der Test frühestens 2 Wochen nach dem Kontakt gemacht werden. Dies gilt nur, wenn keine Symptome vorliegen.
Beachten Sie auch, dass der Zugang zu zuverlässigen Tests und Behandlungen an manchen Reisezielen eingeschränkt sein kann.
Vor der Reise:
- Eine STI-Testung kann sinnvoll sein, wenn Sie kürzlich eine Risikosituation hatten.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sind (Hepatitis B, HPV und je nach Sexualverhalten Hepatitis A und Mpox).
- Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachperson zur HIV-PrEP beraten, wenn diese für Sie infrage kommt.
Während der Reise:
- Beachten Sie die Safer-Sex-Regeln von Love Life.
- Nehmen Sie Kondome aus zuverlässigen Quellen mit, da Qualität und Verfügbarkeit an manchen Reisezielen unterschiedlich sein können.
- Denken Sie daran, dass es bei Oralverkehr auch zu Übertragungen von STIs kommen kann.
- Nach einer Risikosituation sollten Sie so schnell wie möglich abklären, ob eine HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist. Am wirksamsten ist sie innerhalb weniger Stunden, spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt.
- Denken Sie daran, dass Alkohol oder Drogen zu erhöhtem Risikoverhalten führen.
- Denken Sie daran, dass Sie beim Sex andere Personen anstecken können, wenn Sie eine unbehandelte STI haben.
- Menschen mit einer neu diagnostizierten STI sind angehalten ihre früheren Sexualpartner zu informieren, damit auch sie behandelt werden können.
- Auch ohne Symptome wird nach einer Risikoexposition ein STI-Check empfohlen.
- Wenn Sie Symptome haben (siehe oben)
- Wenn Sie mehrere Sexualpartner haben, wird empfohlen, mindestens einmal jährlich einen STI-Check zu machen.
- Wenn Sie einer Bevölkerungsgruppe mit erhöhtem STI-Risiko angehören. z. B. MSM, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie deren Kunden
- Wenn bei einem Sexualpartner kürzlich eine STI diagnostiziert wurde
- Nach der Rückkehr von einer Reise, wenn Sie einen risikoreichen Kontakt hatten
- Zu Beginn einer neuen monogamen Beziehung
- Love Life: www.lovelife.ch
- Sexuelle Gesundheit Schweiz: www.sexuelle-gesundheit.ch
- Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/was-ist-hepatitis
- World Health Organization (WHO). Factsheets. Sexually transmitted infections (STIs). 20.12.2025: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sexually-transmitted-infections-(stis)
- Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
- Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
- Menschen unterscheiden sich in ihrer Anfälligkeit für die Höhenkrankheit; dies hängt nicht mit ihrer körperlichen Fitness zusammen.
- Schwere Höhenkrankheit mit Flüssigkeitsansammlungen im Gehirn oder in der Lunge kann schnell zum Tod führen.
- Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre(n) Arzt:in zu konsultieren, um detaillierte Empfehlungen und Anweisungen zu erhalten!
- Eine Höhenkrankheit kann lebensgefährlich sein und bei jedem Reisenden auftreten.
- Die Gefahr beginnt bei ca. 2500m und nimmt mit zunehmender Höhe zu.
- Wenn Sie einen Höhenaufenthalt planen, lesen sie bitte dieses Merkblatt aufmerksam durch!
- Je nach Reiseart und / oder Vorerkrankungen wird die Beratung durch eine Fachperson dringend angeraten.
- Langsamer Aufstieg. Aufstiegsregeln: oberhalb von 2500m sollte die Schlafhöhe um nicht mehr als 300-500m pro Tag gesteigert werden und pro 1000m Schlafhöhengewinn sollte ein zusätzlicher Ruhetag eingelegt werden.
- Treten Beschwerden auf, die auf eine Bergkrankheit hinweisen (siehe oben), muss der Anstieg pausiert werden und er darf erst wieder bei Beschwerdefreiheit fortgesetzt werden. Bei Zunahme der Beschwerden muss abgestiegen werden bzw. Patient:innen in tiefere Lagen abtransportiert werden. Bei Ignorieren zunehmender Beschwerden können sich die lebensbedrohlichen Formen der Höhenkrankheit, das Höhenhirnödem und/oder das Höhenlungenödem entwickeln.
- Ist das Einhalten der oben genannten Aufstiegsregeln situativ oder geländebedingt nicht möglich, kann die Einnahme von Acetazolamid (DIAMOX®) das Risiko eine akute Höhenkrankheit zu entwickeln, vermindern. Die Verschreibung des Medikaments bedingt eine ärztliche Indikationsstellung sowie eine Aufklärung über allfällige Nebenwirkungen!
- Kopfschmerzen: Paracetamol (z.B. PANADOL®, DAFALGAN®). Keine Schlafmittel verwenden!
- Höhenhirnödem: sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
- Höhenlungenödem (Atemnot auch in Ruhe, rasselndes Atemgeräusch, Reizhusten) Sofortiger Abstieg. Falls verfügbar: Sauerstoffgabe, medikamentöse Notfalltherapie.
- Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Ausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
- Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, so dass die WHO im August 2024 erneut einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) ausrief.
- Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
- Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
- Achten Sie auf allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (siehe Factsheet), um die Krankheit zu verhindern.
- Es gibt eine Impfung gegen Mpox, die jedoch derzeit nur für Personen mit hohem Risiko zur Verfügung steht.
- Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
- Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, was die WHO veranlasst hat, am 14. August 2024 einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) auszurufen.
- Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
- Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
- Eine Impfung gegen Mpox steht Gruppen mit hohem Expositionsrisiko zur Verfügung.
Mpox ist seit vielen Jahren in West- und Zentralafrika verbreitet, wo die vermuteten Reservoirtiere - kleine Säugetiere - vorkommen. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus, die als "Kladen" bezeichnet werden und die Krankheit Mpox verursachen: Klade I in Zentralafrika und Klade II in Westafrika. Seit dem Ende der Pockenimpfkampagnen in den frühen 1980er Jahren haben die Pockenfälle zunächst langsam und in den letzten 5-10 Jahren deutlich zugenommen, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Im Jahr 2022 war eine neu aufgetretene Subklade von Klade II für eine weltweite Epidemie verantwortlich, die sich hauptsächlich durch sexuelle Kontakte zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, verbreitete. Sie führte zum ersten internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC), den die WHO bis 2023 ausrief. Obwohl die Clade-II-Epidemie inzwischen unter Kontrolle ist, zirkuliert die Virus Variante Clade II weiterhin weltweit.
Im Jahr 2024 haben die anhaltende Ausbreitung von mpox Klade I in endemischen Regionen Zentralafrikas, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, und das Auftreten einer neuen Subklade Ib im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in benachbarten Ländern weltweit Besorgnis ausgelöst und die WHO veranlasst, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen PHEIC auszurufen. Die derzeitige geografische Ausbreitung der Klade Ib erfolgt über kommerzielle Wege durch sexuelle Kontakte (z. B. Sexarbeiter), gefolgt von einer lokalen Übertragung in Haushalten und anderen Umgebungen (Letztes nimmt zunehmend an Bedeutung).
Übertragung vom Tier auf den Menschen: Mpox kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser in direkten Kontakt mit einem infizierten Tier (Nager oder Primaten) kommt.
Übertragung von Mensch zu Mensch:
Mpox können von Mensch zu Mensch durch engen körperlichen Kontakt (sexuelle und nicht-sexuelle Kontakte) mit jemandem, der Symptome von Mpox hat, übertragen werden. Besonders ansteckend sind Haut- und Schleimhautläsionen, Körperflüssigkeiten und Schorf. Eine Person kann sich auch anstecken, indem sie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr benutzt, die durch den Kontakt mit einer Person mit Symptomen kontaminiert wurden. Für Haushaltsmitglieder, Familienangehörige und Sexualpartner eines bestätigten Mpox-Falls besteht ein höheres Ansteckungsrisiko, ebenso wie für Personen aus dem Gesundheitswesen, die eine erkrankte Person ohne angemessenen persönlichen Schutz behandeln.
Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen) reicht von einigen Tagen bis zu 3 Wochen. Mpox verursacht einen Hautausschlag, der schmerzhaft sein und mit geschwollenen Lymphknoten und Fieber einhergehen kann. Das Fieber kann bereits vor der Hautausschlagphase einsetzen. Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit. Der Ausschlag kann lokalisiert oder generalisiert sein, mit nur wenigen oder bis zu Hunderten von Hautläsionen. Er betrifft hauptsächlich das Gesicht, den Rumpf, die Handflächen und die Fußsohlen. Er kann auch im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten, z. B. in Mund und Rachen, auftreten. Die Symptome halten in der Regel 2 bis 4 Wochen an. Die Person bleibt so lange ansteckend, bis alle Läsionen abgeheilt sind (d.h. sobald die Krusten abgefallen sind).
Zu den Komplikationen gehören sekundäre bakterielle Infektionen, Infektionen der Lunge und des Gehirns sowie die Beteiligung weiterer Organe, Totgeburten und andere. Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, einen schweren Verlauf von Mpox zu entwickeln.
Die meisten Personen mit Mpox erholen sich spontan und benötigen keine spezifische antivirale Behandlung. Die Behandlung besteht darin, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und Komplikationen (z. B. Superinfektionen) zu verhindern. Es gibt keine etablierte direkte antivirale Behandlung, jedoch werden mehrere antivirale Medikamente in verschiedenen Ländern untersucht und können in Studien oder in klinischen Situationen gemäss den Empfehlungen nationaler medizinischer Fachgesellschaften eingesetzt werden.
Im Falle von Symptomen:
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Wenn Sie mit Mpox diagnostiziert werden:
- Bitte bleiben Sie zu Hause (isolieren Sie sich), bis Ihr Mpox-Ausschlag abgeheilt ist und sich eine neue Hautschicht gebildet hat. Indem Sie sich von anderen Menschen fernhalten und Dinge, die Sie angefasst haben, nicht mit anderen teilen, können Sie die Ausbreitung von Mpox verhindern. Menschen mit Mpox sollten die von ihnen genutzten Räume regelmässig reinigen und desinfizieren, um eine Ansteckung im Haushalt zu vermeiden.
- Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
- Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, solange Sie Symptome oder Läsionen haben. Verwenden Sie 12 Wochen lang nach der Infektion Kondome. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko der Übertragung des Virus auf einen Partner zu verringern.
- Weitere Informationen darüber, was Sie tun können, wenn Sie krank sind, finden Sie unter CDC LINK.
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:
- Weltweit:
- Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die an Mpox erkrankt sind oder sein könnten, oder mit Personen, die einen Ausschlag haben (z. B. Pickel, Blasen, Schorf).
- Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
- Vermeiden Sie es, potenziell kontaminierte persönliche Gegenstände wie Tassen, Bettwäsche/Kleidung, Handtücher zu berühren oder gemeinsam mit einer Person, die an Mpox erkrankt ist oder erkranken könnte, Essgeschirr/Tassen, Speisen oder Getränke zu benutzen.
- Vermeiden Sie Sex mit kranken Personen; verwenden Sie Kondome bis 12 Wochen nach der Mpox Erkrankung Ihres Partners.
- Befolgen Sie die Ratschläge der örtlichen Behörden.
- Bei Reisen in Gebiete in Afrika, in denen Mpox vorkommt oder Ausbrüche gemeldet sind, wird zusätzlich zu den oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
Vermeiden Sie den Verzehr oder die Zubereitung von Fleisch von Wildtieren (‘Bushmeat’) oder die Verwendung von Produkten (Cremes, Lotionen, Puder), die von Wildtieren stammen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
Impfung:
Es gibt einen Impfstoff gegen Mpox (Imvanex® oder Jynneos®, je nachdem, wo Sie wohnen). Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung der Pocken entwickelt, bietet aber einen Kreuzschutz gegen Mpox. In der Schweiz ist der Impfstoff Jynneos® seit 2024 von Swissmedic lizenziert. Risikogruppen (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern) können sich seit 2022 impfen lassen, und diese Empfehlung bleibt unverändert (siehe Empfehlungen des BAG). Angesichts der epidemiologischen Situation in Afrika im Jahr 2024 empfiehlt die Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin eine Impfung gegen Mpox für Berufstätige, welche mit Verdachtsfällen von Mpox in Kontakt sind oder sein werden, sowie Personen, die mit Tieren oder in einem Labor mit dem Virus arbeiten (bezüglich Aktualisierungen der Impfindikation, siehe News).
Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung und Reisende (Touristen) wird als äusserst gering eingestuft, wenn die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen befolgt werden; für sie wird eine Impfung nicht empfohlen.
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Mpox ist keine sexuell übertragbare Krankheit im engeren Sinne. Körperlicher Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person (Ausschlag in jedem Stadium) reicht aus, um sich anzustecken. Kondome schützen nicht vor einer Ansteckung mit Mpox!
- Es gibt weitere wichtige reisebedingte Gesundheitsrisiken wie Durchfall, Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung und mehr.
- Weitere Informationen finden Sie unter "Gesundes Reisen".
