Niederlande
Aktuelle News
Der Ausbruch der Bundibugyo-Viruskrankheit (BVD) betrifft 64 Gesundheitszonen in sieben Provinzen. Insgesamt wurden 8’665 bestätigte Fälle und eine hohe Fallsterblichkeitsrate von 48 % gemeldet. Die Provinz Ituri ist mit 6'450 Fällen (2'968 Todesfällen) weiterhin am stärksten betroffen.
Die Demokratische Republik Kongo verstärkt mit Unterstützung der WHO und ihrer Partner die Massnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs. Auch die Vorsorgemassnahmen in den Nachbarländern laufen weiter. Die WHO betont weiterhin die Bedeutung einer verstärkten Überwachung, einer verbesserten Vorbereitung und grenzüberschreitender Kontrollmassnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Importierte Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo:
- Kenia: Am 6. Oktober wurde der erste importierte Fall einer Bundibugyo-Viruskrankheit gemeldet.
- Niederlande: Ein in der Demokratischen Republik Kongo tätiger Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen (MSF), bei dem am 29. September eine Infektion mit dem Bundibugyo-Virus bestätigt wurde, wurde zur Behandlung in die Niederlande evakuiert
Datenstand: 6. Oktober 2026, aktuelle Informationen finden Sie im WHO-Dashboard und beim ECDC.
Das Risiko wird wie folgt eingeschätzt:
- Sehr hoch in Ländern mit anhaltender BVD-Übertragung innerhalb der Bevölkerung: Demokratische Republik Kongo.
- Hoch in Ländern, die eine gemeinsame Landgrenze mit Ländern haben, in denen eine BVD-Übertragung innerhalb der Bevölkerung stattfindet: Angola, Burundi, Zentralafrikanische Republik, Republik Kongo, Ruanda, Südsudan, Tansania, Uganda und Sambia.
- Niedrig im übrigen Teil der WHO-Region Afrika sowie in allen anderen Ländern ausserhalb Afrikas.
- Sehr niedrig für Reisende aus Europa, sofern die empfohlenen Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden (siehe Abschnitt Konsequenzen für Reisende).
Die Lage entwickelt sich rasch. Halten Sie sich vor, während und nach der Reise unbedingt auf dem Laufenden. Stand 07.10.2026 (rot seit letztem Update):
- Vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, North Kivu, South Kivu, Haut-Uélé, Tschopo, Bas Uélé, Sud-Ubangi) sowie in angrenzende Gebiete in den Nachbarländern, auch aufgrund der Sicherheitslage (siehe EDA).
- Für Reisen in der D.R. Kongo ausserhalb der betroffenen Gebiete sowie Uganda und Kenya: Informieren Sie sich regelmässig über offizielle Quellen. Beachten Sie, dass sich die Lage rasch ändern kann. Der Zugang zu medizinischer Versorgung – bei Unfällen, Fieber oder anderen gesundheitlichen Problemen – kann eingeschränkt sein und Risiken mit sich bringen, ebenso eine medizinische Evakuierung.
Für alle Aufenthalte in der D.R. Kongo und in den Nachbarländern einschliesslich Uganda werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Allgemeine Präventionsmassnahmen und Empfehlungen:
- Waschen Sie Ihre Hände regelmässig und gründlich mit Wasser und Seife (oder Alkoholgel, wenn keine Seife verfügbar ist).
- Vermeiden Sie den Kontakt zu erkrankten Personen, die Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Hautausschlag aufweisen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten.
- Vermeiden Sie den Besuch von Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Gebieten für nicht dringende medizinische Behandlungen oder aus nichtmedizinischen Gründen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Leichen oder Gegenständen, die mit Leichen in Berührung gekommen sind, die Teilnahme an Beerdigungs- oder Bestattungsritualen oder den Besuch einer Beerdigung oder Bestattung.
- Vermeiden Sie den Umgang mit, das Zubereiten oder den Verzehr von Busch-/Wildfleisch.
- Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
- Vermeiden Sie den Besuch von Minen oder Fledermaushöhlen sowie den Kontakt mit allen wildlebenden Tieren, ob lebendig oder tot, insbesondere mit Fledermäusen und Menschenaffen.
- Praktizieren Sie Safer Sex.
- Informieren Sie sich über die Ein- und Ausreisebestimmungen der einzelnen Länder, siehe IATA LINK.
- Wenn Sie sich unwohl fühlen, informieren Sie unverzüglich das Flugpersonal und vermeiden Sie engen Körperkontakt mit anderen Passagieren.
Hinweis: Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine spezifische Behandlung gegen die durch das Bundibugyo-Virus verursachte Ebola-Erkrankung. Für humanitäre Einsätze wird die Beratung durch einen Reisemediziner empfohlen.
Während des Aufenthalts in den betroffenen Gebieten in der D.R. Kongo sowie für 21 Tage nach der Ausreise:
- Achten Sie auf Symptome (siehe unten).
- Rechnen Sie bei der Ausreise mit einer Gesundheitskontrolle.
- Bleiben Sie erreichbar, falls Sie von den Gesundheitsbehörden kontaktiert werden.
- Befolgen Sie gegebenenfalls die Quarantänevorschriften der örtlichen Gesundheitsbehörden.
! Bei Symptomen wie Fieber oder Fiebergefühl sowie einem der folgenden Symptome: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall während Ihres Aufenthalts in und für 21 Tage nach Verlassen des Nordostens der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu Haut-Uélé, Tschopo, Bas-Uélé) und/oder Provinz Sub-Ubangi (Nordwesten D.R. Kongo), insbesondere betroffene Gebiete:
- Isolieren Sie sich sofort.
- Reisen Sie nicht.
- Kontaktieren Sie telefonisch die örtlichen Gesundheitsbehörden oder eine medizinische Einrichtung, um Ihr Risiko gründlich abklären zu lassen (z. B. Tropeninstitut, Reiseklinik oder Abteilung für Infektionskrankheiten eines Universitätsklinikums).
- Geben Sie stets an, dass Sie sich in den betroffenen Gebieten aufgehalten haben und möglicherweise mit Ebola in Kontakt gekommen sind (Inkubationszeit: 2–21 Tage).
- Während der Untersuchung als Verdachtsfall sprechen Sie bitte auch das Thema eines Malariatests und anderer Untersuchungen an.
- Details zur Ebola-Erkrankung: siehe BAG und RKI (auf Deutsch) oder ECDC (auf Englisch).
Empfehlungen des Schweizerischen Expertenkomitee für Reisemedizin (Stand: 7. Okt. 2026, Änderungen je nach Entwicklung der Lage vorbehalten):
Ein Verdachtsfall ist:
1. Eine symptomatische Person (siehe Falldefinition des BAG) mit einem Aufenthalt in den letzten 21 Tagen im Nordosten der D.R. Kongo (Provinzen Ituri, Nord-Kivu, Süd-Kivu, Haut-Uélé, Tschopo, Bas-Uélé) und/oder in der Provinz Sub-Ubangi (Nordwesten D.R. Kongo)
UND
2. Hohes Expositionsrisiko*– bewertet durch einen Spezialisten in Tropenmedizin oder für Infektionskrankheiten (im Zweifelsfall das Genfer Referenzzentrum für neu auftretende Viruserkrankungen kontaktieren)
Diese Fälle müssen isoliert, getestet und dem Kantonsarzt sowie dem Bundesamt für Gesundheit innerhalb von 2 Stunden gemeldet werden.
*Ein hohes Expositionsrisiko* beinhaltet:
- Teilnahme an lokalen Beerdigungen; oder
- Kontakt mit einer erkrankten Person, dessen Körperflüssigkeiten und/oder kontaminiertem Material, zu Hause, während des Transports oder in einer Gesundheitseinrichtung; oder
- Besuch einer lokalen Gesundheitseinrichtung.
- Direkter Kontakt mit Fledermäusen oder nichtmenschlichen Primaten – lebend oder tot – in oder aus von Ebola betroffenen Gebieten oder mit Buschfleisch.
- Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einer betroffenen Person bis zu sechs Monate nach der Genesung.
Seit Beginn der Übertragungssaison 2026 und bis zum 3. September wurden in 15 Ländern Europas 144 vom West-Nil-Virus (WNV) betroffene Gebiete mit insgesamt 1’086 lokal erworbenen Erkrankungsfällen beim Menschen identifiziert. Wichtigste Erkenntnisse:
- In der WNV-Saison 2026 ist derzeit in mehreren europäischen Ländern eine intensive Verbreitung sowohl bei Menschen als auch bei Tieren zu beobachten.
- Derzeit gibt es keine Anzeichen für einen erhöhten Schweregrad der Erkrankung beim Menschen in Europa.
- Italien bleibt im Jahr 2026 das am stärksten betroffene Land und meldet die meisten Fälle beim Menschen sowie Ausbrüche bei Vögeln. Griechenland hat eine Rekordzahl an WNV-Fällen beim Menschen für diese Jahreszeit gemeldet.
- Die Niederlande meldeten ihre ersten WNV-Infektionen beim Menschen seit 2020 sowie Ausbrüche bei Vögeln und Equiden (Pferden und pferdeartigen Tieren) in einem weitläufigen geografischen Gebiet.
- Obwohl in Belgien bisher noch keine WNV-Fälle beim Menschen gemeldet wurden, deutet die anhaltende Verbreitung bei Vögeln und Equiden in acht Regionen auf ein Risiko für Infektionen beim Menschen hin.
- Nordmazedonien erlebt derzeit einen beispiellosen WNV-Ausbruch in der Hauptstadtregion, mit Fällen beim Menschen und Nachweisen bei Vögeln.
- In den kommenden Wochen ist in Europa mit weiteren Fällen beim Menschen und Ausbrüchen bei Tieren zu rechnen.
- Einzelheiten nach Ländern finden Sie unter LINK.
Die WNV-Saison in Europa dauert in der Regel von Mai bis Oktober, wobei die Übertragung vor allem von Juli bis September stattfindet. Während dieser Zeit:
- Schützen Sie sich tagsüber und nachts vor Mückenstichen (siehe Schutz vor Mücken- und Zeckenstichen rund um die Uhr).
- Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, da auch diese mit dem West-Nil-Virus infiziert sein können.
- Wenn Sie sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem West-Nil-Fieber übertragen wird, spenden Sie während mindestens 28 Tagen nach Ihrer Rückkehr kein Blut.
Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius im Südatlantik gab es einen Ausbruch des seltenen Andes-Hantavirus. Betroffen sind Passagiere und Crew aus mehreren Ländern. Das Virus ist besonders, weil es als einziges Hantavirus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann – meist nur bei engem und längerem Kontakt.
Zwischen dem 8. und 15. Mai 2026 wurden drei weitere Fälle gemeldet:
- 1 bestätigter Fall in Frankreich
- 1 bestätigter Fall in Spanien
- 1 unklarer Fall in den USA
Insgesamt gibt es nun:
- 11 Fälle (8 bestätigt, 2 wahrscheinlich, 1 unklar)
- darunter 3 Todesfälle
Weitere wichtige Punkte:
- Die Passagiere und Teile der Crew wurden auf Teneriffa evakuiert und in mehrere Länder ausgeflogen.
- Das Schiff ist inzwischen unterwegs in die Niederlande.
- Genetische Analysen deuten darauf hin, dass das Virus wahrscheinlich zuerst von Nagetieren auf einen
- Menschen überging und sich danach zwischen Menschen weiterverbreitete.
- Der erste bekannte Fall könnte sich bei Vogelbeobachtungen durch Kontakt mit Nagetieren angesteckt haben.
Behörden erwarten möglicherweise noch weitere Fälle, weil die Krankheit erst nach bis zu 6–8 Wochen ausbrechen kann. Durch Quarantäne, Isolation und Kontaktüberwachung soll die weitere Ausbreitung aber eingedämmt werden.
Für die Allgemeinbevölkerung wird das Risiko derzeit als sehr gering eingeschätzt, für Passagiere des Kreuzfahrtschiffs hingegen als moderat. Auch wenn es vereinzelt zu Übertragungen durch evakuierte Passagiere kommen sollte, gilt eine grössere Verbreitung in der Bevölkerung als unwahrscheinlich, da das Andes-Hantavirus nicht leicht übertragbar ist und Schutzmassnahmen umgesetzt wurden.
Reisen in Regionen mit Hantavirus-Vorkommen gelten insgesamt als risikoarm.
Empfehlungen für Reisende:
- Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen vermeiden.
- Beim Umgang mit kranken oder toten Tieren sowie bei der Reinigung möglicherweise kontaminierter Bereiche Handschuhe und Maske tragen.
- Beim Camping oder Ökotourismus Zelte und Hütten geschlossen halten, damit keine Nagetiere eindringen können.
- Lebensmittel in dicht verschlossenen Behältern aufbewahren, um Verunreinigungen zu verhindern.
Seit dem 1. Oktober 2025 wurden Fälle von Durchfallerkrankungen durch Shigella- und Salmonelleninfektionen bei Reisenden gemeldet, die von den Kapverdischen Inseln nach England, Schottland und Wales zurückgekehrt sind. Von den 158 bestätigten Shigella-Fällen berichteten 112 Betroffene von einer kürzlichen Reise auf die Kapverdischen Inseln, überwiegend in die Regionen Santa Maria und Boa Vista. Auch unter den 43 bestätigten Salmonellenfällen aus drei Clustern hatten 32 Personen zuvor die Kapverdischen Inseln besucht.
Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) verzeichnete zudem einen Anstieg von Shigella-Fällen bei Rückkehrenden in vier EU-Länder: die Niederlande, Schweden, Frankreich und Irland. Bereits 2022 wurde ein Shigella-Ausbruch auf den Kapverdischen Inseln gemeldet.
Obwohl kein landesweiter Ausbruch bestätigt wurde, weist dieses reiseassoziierte Geschehen auf anhaltende Risiken lebensmittel- und wasserbedingter Infektionen in touristischen Regionen hin. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, immungeschwächte Personen, Schwangere sowie Kinder unter fünf Jahren, bei denen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, einschliesslich Sepsis, besteht.
Locally acquired mpox cases have now been confirmed in four countries. Spain reported its first such case on 10 October 2025, and the Netherlands on 17 October 2025. These have been followed by additional cases reported in Italy (2) and Portugal (1).
These new cases have been reported among men, some of whom identify themselves as men who have sex with men, with no recent travel history to mpox-endemic areas.
This development is distinct from the previously reported travel-associated clade Ib cases between August 2024 and October 2025, mostly among returning travellers from mpox-endemic areas outside of the EU.
Risk very low for general populations but moderate for at risk groups.
- Avoid close, skin-to-skin contact with people who have or may have mpox or people who have a rash (e.g., pimples, blisters, scabs).
- Wash your hands often with soap and water or an alcohol-based hand sanitiser containing at least 60% alcohol.
- Avoid touching potentially contaminated personal items such as cups, bedding/clothing, towels or sharing eating utensils/cups, food or drink with a person who has, or may have mpox.
- Avoid sex with sick persons; use of condoms for up to 12 weeks if your sexual partner has had mpox.
- Follow advice of local authorities.
- If you belongs to a group at risk, vaccination might be indicated see Mpox factsheet.
In Frankreich wurde eine Häufung von 21 Fällen von Listeria monocytogenes mit zwei Todesfällen festgestellt. Die meisten Fälle traten zwischen Anfang Juni und Mitte Juli 2025 auf. Vier weitere Länder melden jeweils einen genetisch identischen Fall von Listeriose (Belgien, Dänemark, die Niederlande und Norwegen).
Bei den verdächtigten Lebensmitteln handelt es sich um pasteurisierten Kuh- und Ziegenmilchkäse aus Frankreich, der auf dem nationalen und europäischen Markt sowie für den internationalen Export erhältlich ist. Die Produkte wurden vom Markt zurückgerufen, aber aufgrund der langen Inkubationszeit der Listeriose (in der Regel bis zu 4 Wochen, kann aber bis zu 8 Wochen dauern) könnten weitere Fälle auftreten.
Eine Kontamination von pasteurisiertem Weichkäse ist selten.
Vorbeugung: Beachten Sie die üblichen Hygienevorschriften (z. B. gute Küchenhygiene, Handhygiene, Lagertemperatur verderblicher Lebensmittel).
Schwangere, Personen über 65 Jahre oder Personen mit schweren Vorerkrankungen und/oder einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen durch Listeriose. Angesichts der langen Inkubationszeit der Listeriose (in der Regel bis zu 28 Tage, kann aber bis zu acht Wochen dauern) sollten gefährdete Personen, die möglicherweise betroffen sind, auf Anzeichen wie Fieber oder starke Kopfschmerzen achten und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
In mehreren Ländern der Europäischen Union wurde ein Anstieg der gemeldeten Fälle von Hepatitis A beobachtet, insbesondere in Österreich, Tschechien und Ungarn.
Der Anstieg der Infektionen betrifft vor allem obdachlose Erwachsene, Drogenabhängige und Menschen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben.
Die Übertragungskette ist noch nicht unterbrochen, und es ist mit weiteren Fällen zu rechnen.
Eine Impfung gegen Hepatitis A wird für Personen empfohlen, die Freunde und Verwandte in abgelegenen ländlichen Gebieten und/oder an Orten mit schlechten hygienischen Bedingungen besuchen, sowie für Risikopersonen.
Die Bestätigung einer Tollwutinfektion bei einer Hauskatze unterstreicht die Notwendigkeit, auch in Ländern, die frei von terrestrischer Tollwut sind, aber in denen das Tollwutvirus in der Fledermauspopulation vorkommt, wachsam gegenüber Tollwut zu bleiben.
Um eine weitere Übertragung des Virus auf andere (Haustier-) Tiere oder den Menschen zu verhindern, ist es von entscheidender Bedeutung, die Krankheit zu erkennen (insbesondere bei Raubtieren wie Katzen), eine schnelle Labordiagnose zu stellen und rechtzeitig Kontrollmassnahmen zu ergreifen.
Die Daten zu Masernfällen in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) in den letzten zwölf Monaten (1. Februar 2024 bis 31. Januar 2025 32‘265 Masernfälle) zeigen einen deutlichen Anstieg der Meldungen im Vergleich zu 2023. Rumänien (27‘568), Italien (1‘097), Deutschland (637), Belgien (551) und Österreich (542) wiesen die höchsten Fallzahlen auf.
Aufgrund der vermehrten Viruszirkulation, werden die Fallzahlen sehr wahrscheinlich im Frühjahr 2025 zunehmen. Die anhaltende Übertragung deutet auf Lücken in der Durchimpfung gegen diese vermeidbare Krankheit hin – sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen.
Lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen!
Alle nach 1963 geborenen Personen, die keinen nachgewiesenen Schutz gegen Masern haben (Antikörper oder 2 nachgewiesene Impfungen), sollten zweimal mit dem MMR-Impfstoff geimpft werden. Im Falle einer Epidemie in der Region oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab einem Alter von 6 Monaten empfohlen.
Die Daten aus den neuesten epidemiologischen Jahresberichten des ECDC über sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) zeigen, dass die Melderate für bestätigte Gonorrhö-Fälle in den Ländern der Europäischen Union/des Europäischen Wirtschaftsraums im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 31 % gestiegen ist und seit 2014 um 321 % zugenommen hat.
Auch die Zahl der Syphilis-Fälle steigt weiter an. Im Jahr 2023 wurden in 29 EU-/EWR-Ländern 41’051 bestätigte Fälle gemeldet, was einem Anstieg von 13 % gegenüber 2022 und einer Verdoppelung gegenüber 2014 entspricht.
- Denken Sie immer daran, dass sexuell übertragbare Krankheiten weltweit zunehmen!
- Safer-Sex-Praktiken sind die beste Möglichkeit, sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern, siehe Factsheet STI.
- Kaufen Sie Kondome aus einer zuverlässigen Quelle, bevor Sie Ihre Reise antreten!
Im Jahr 2024 und bis am 2. Oktober 2024 haben 18 Länder in Europa 1’202 lokal erworbene Fälle von West-Nil-Virus (WNV)-Infektionen beim Menschen mit bekanntem Infektionsort gemeldet. Der früheste und der späteste Zeitpunkt des Auftretens waren jeweils der 1. März 2024 und der 26. September 2024.
Lokal erworbene Fälle wurden von Italien (422), Griechenland (202), Spanien (114), Albanien (102), Ungarn (101), Rumänien (71), Serbien (53), Österreich (34), Türkei (30), Frankreich (27), Kroatien (20), Deutschland (8), Slowenien (5), Kosovo (4), Slowakei (4), Bulgarien (2), Nordmazedonien (2) und Tschechien (1) gemeldet.
In Europa wurden 88 Todesfälle aus Griechenland (31), Italien (16), Albanien (13), Rumänien (10), Spanien (10), Bulgarien (2), Serbien (2), der Türkei (2), Frankreich (1) und Nordmazedonien (1) gemeldet.
Die in diesem Jahr gemeldeten Fallzahlen liegen über dem durchschnittlichen monatlichen Fallaufkommen der letzten 10 Jahre. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2023 wurden 681 Fälle gemeldet. Die Zahlen sind jedoch niedriger als im Jahr 2018, als zu dieser Jahreszeit 1'728 Fälle gemeldet wurden.
Folgende Vorsichtsmassnahmen werden empfohlen:
- Schützen Sie sich tagsüber und nachts vor Mückenstichen (siehe Merkblatt Mücken- und Zeckenstichschutz).
- Berühren Sie keine kranken oder toten Vögel, da auch diese infiziert sein könnten.
- Wenn Sie ein Gebiet besucht haben, in dem das West-Nil-Fieber übertragen wird, sollten Sie nach Ihrer Rückkehr mindestens 28 Tage lang kein Blut spenden.
Seit 2019 sind nun mehr als 120 Menschen in Deutschland (68 Fälle), Schweden (37 Fälle), Norwegen (5 Fälle), Dänemark (9 Fälle) und den Niederlanden (2 Fälle) an einer Salmonellen-Infektion erkrankt. Auch in den USA und Kanada wurden Fälle gemeldet. Der Ausbruch wird in Verbindung mit aus Syrien importierten Sesamprodukten (Tahini und Halva) gebracht; 14 Chargen wurden positiv auf einen oder mehrere Salmonella-Ausbruchsstämme getestet. Tahini ist eine Paste, die aus rohen Sesamsamen hergestellt wird. Halva ist ein Süsswarenspezialität, die einen hohen Anteil an Sesam enthält.
Das immer wieder Auftreten von Fällen und das Entdecken positiver Lebensmittelproben seit 2019 deuten darauf hin, dass seit mehr als zwei Jahren kontaminierte Produkte auf Sesambasis auf dem EU-Markt im Umlauf sind.
Folgen für Reisende
In Anbetracht der begrenzten Informationen über die Herstellung und den Vertrieb der Sesamprodukte aus Syrien besteht weiterhin ein Risiko für neue Salmonelleninfektionen in der EU/im europäischen Wirtschaftsraum. Deshalb, Vorsicht beim Konsum obengenannter Produkte.
Referenzen
Allgemeine Informationen
Impfungen für alle Reisende
Alle Reisenden sollten eine Grundimpfung und Auffrischungen gemäss dem Schweizerischen Impfplan haben, LINK.
Allgemeine Informationen bezüglich Masern, Mumps und Röteln (MMR)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Reisende sollten gegen Windpocken immun sein. Personen zwischen 13 Monaten und 39 Jahren, die noch keine Windpocken hatten, und die noch keine 2 Impfdosen gegen Windpocken erhalten hatten, sollten eine Nachholimpfung erhalten (2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen), siehe Schweizerischen Impfplan, LINK.
Bitte folgender Link des BAG konsultieren:
Empfehlungen zur Impfung gegen Varizellen (Windpocken) und Herpes Zoster (Gürtelrose)
Impfungen für gewisse Reisende
- Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
- Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
- Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Leberinfektion.
- Das Virus wird durch sexuellen Kontakt übertragen, kann aber auch durch Blut(-produkte), z.B. beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Tätowierungsnadeln, etc. übertragen werden.
- Es gibt einen sicheren und sehr wirksamen Impfstoff, der einen langanhaltenden Schutz bietet.
- Die Hepatitis-B-Impfung wird für alle Säuglinge und Jugendliche bis 16 Jahre sowie unabhängig des Alters für Risikogruppen empfohlen.
- Bundesamt für Gesundheit (BAG). Hepatitis B:
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/krankheiten-im-ueberblick/hepatitis-b.html - Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/hepatitis-b
- Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen.
- Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
- Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
- Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
- Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.
- Nur wenige Zeckenarten stechen und übertragen Krankheitserreger, die beim Menschen Krankheiten verursachen.
- Die in einer Region verbreiteten Krankheiten hängen von den örtlichen Zeckenarten ab.
- Zecken leben in grasbewachsenen, buschigen oder bewaldeten Gebieten und auf Tieren.
- Aktivitäten im Freien erhöhen das Risiko einer Exposition - sogar im eigenen Garten.
- Lassen Sie sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen, wenn Sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.
Je nach geografischer Region und Art können Zecken verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören beispielsweise die humane Ehrlichiose, Lyme-Borreliose, Tularämie, Babesiose, Zeckenrückfallfieber, Rocky-Mountains-Fleckfieber, andere Rickettsiosen, einige arbovirale Krankheiten und mehrere Flaviviren, die eine Gehirnentzündung verursachen können, wie z. B. die Frühsommer-Mengingoenzephalitis (FSME). Einige Zecken können zudem eine Zeckenlähmung verursachen. Zu den in Europa häufig von Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose, die FSME und die Tularämie.
In den USA (und in geringerem Masse auch in Südamerika) sind wichtige durch Zecken übertragene Krankheiten Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose, die Powassan-Virus Erkrankung und das ‘Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom’ (STFS = severe fever with thrombocytopenia syndrome).
Andere wichtige von Zecken übertragene Krankheitserreger sind bakterielle Organismen, die Rickettsiosen verursachen und weltweit verbreitet sind. Bei Reiserückkehrern gelten Rickettsiosen als die vierthäufigste Ursache für Fieber. Zu den Symptomen gehören Hautausschlag, Bauchschmerzen und eine trockene, schwarze oder dunkle Kruste an der Einstichstelle.
Bei einigen Krankheiten gibt es auch andere Übertragungswege. So kann beispielsweise Babesiose durch Bluttransfusionen sowie während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind übertragen werden.
Durch Zecken übertragene Krankheiten können weltweit auftreten, die Verbreitung hängt jedoch von der geografischen Lage ab (siehe Karte).
Zu den Gebieten mit erhöhtem FSME-Risiko gehören Mittel- und Osteuropa sowie die baltischen und nordischen Länder. FSME ist zudem in Russland weit verbreitet – von der westlichen Grenze zu Europa bis zur östlichen Landesgrenze.
Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektion in den gemässigten Zonen Europas, Nordamerikas und Asiens, und ihre geografische Verbreitung nimmt kontinuierlich zu. Mitteleuropa ist die Region mit den höchsten Zeckeninfektionsraten in Europa, insbesondere in Österreich, der Tschechischen Republik, Süddeutschland, der Schweiz, der Slowakei und Slowenien. Dort sind mehr als 10 % der jungen Zecken (Nymphen) und über 20 % der erwachsenen Zecken infiziert.
Babesiose kommt in bestimmten Regionen Nordamerikas und in bewaldeten Gebieten Europas und Ostasiens vor.
Die Anaplasmose ist in Nordamerika, Europa und China verbreitet.
Ehrlichiose tritt häufig in den USA, in bestimmten Regionen Europas, in Südamerika und in Afrika auf.
Die Powassan-Krankheit kommt im Nordosten der USA und im fernöstlichen Russland vor, während das Schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom (SFTS) in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum auftritt.
Rickettsiosen sind weltweit verbreitet. Das afrikanische Zeckenstichfieber (ATBF) ist die am häufigsten gemeldete Rickettsieninfektion, die auf Reisen erworben wird. Sie ist im südlichen Afrika verbreitet, insbesondere in Botswana, Südafrika und Simbabwe. Das Mittelmeer-Fleckfieber (MSF), das bei Rückreisenden aus den USA und dem Vereinigten Königreich gemeldet wurde, tritt in weiten Teilen Afrikas, Europas, Indiens und des Nahen Ostens auf. Das Rocky-Mountain-Fleckfieber (RMSF) ist dagegen Kanada, Teilen von Mittel- und Südamerika sowie in den USA weit verbreitet.
Das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) ist eine seltene, aber schwerwiegende Viruserkrankung, die durch Zeckenstiche oder Kontakt mit infiziertem Tierblut übertragen wird. Es ist das am weitesten verbreitete virale hämorrhagische Fieber und kommt in Süd- und Osteuropa, dem Mittelmeerraum, Nordwestchina, Zentralasien, Afrika, dem Nahen Osten und dem Indischen Subkontinent vor. Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und/ oder mit Nutztieren umgehen, haben ein höheres Risiko, sich zu infizieren.
Der Schlüssel zur Vorbeugung von durch Zecken übertragenen Krankheiten liegt darin, sich vor Zeckenstichen zu schützen
(siehe auch Merkblatt "Prävention von Mücken- und Zeckenstichen"):
- Verwenden Sie Insektenschutzmittel (Repellentien)
- Tragen Sie langärmelige Hemden, Hosen und Socken
- Behandeln Sie die Kleidung und Ausrüstung mit 0,5 % Permethrin
- Führen Sie nach Aufenthalten im Freien gründliche Zeckenkontrollen durch! Wichtig: Bei einigen Krankheitserregern ist die Anhaftungsdauer der Zecke entscheidend für eine erfolgreiche Krankheitsübertragung. Ein schnelles Entfernen der Zecke kann daher eine Infektion verhindern!
Die beste Prävention gegen FSME ist die Impfung! Diese wird empfohlen, wenn man in einem endemischen Gebiet lebt oder reist. Der Impfstoff schützt gegen alle Virus-Subtypen.
- Achten Sie in Risikogebieten auf einen guten Zeckenschutz: Tragen Sie hautbedeckende Kleidung und geschlossene Schuhe und verwenden Sie Repellentien.
- Nach dem Aufenthalt in Risikogebieten: Überprüfen Sie Ihren Körper auf Zecken, entfernen Sie diese sofort und desinfizieren Sie den Stich.
- Überwachen Sie die Einstichstelle und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Symptome auftreten. Bei Symptomen nach einer Reise in den Tropen: konsultieren Sie einen Spezialisten in Tropen- und Reisemedizin!
- Die FSME-Impfung wird allen Bewohnern in endemischen Gebiete sowie Reisenden empfohlen, die solche Gebiete besuchen, insbesondere denen, die Outdoor-Aktivitäten nachgehen
- Covid-19 ist eine Krankheit, die den ganzen Körper befällt, sich aber hauptsächlich mit Atemwegs-Symptomen wie Husten und Atemnot zeigt. Sie wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht.
- Die Infektion wird hauptsächlich über Tröpfchen und möglicherweise Aerosole verbreitet, wenn infizierte Personen husten, niesen, sprechen oder singen, ohne eine Maske zu tragen.
- Die Infektion kann sehr wirksam durch eine Impfung verhindert werden, und eine zunehmende Anzahl von Impfstoffen ist inzwischen zum Schutz zugelassen und verfügbar.
- Die Impfung wird gemäss den Schweizer Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) empfohlen, siehe LINK.
- Darüber hinaus beruht die Prävention stark auf dem Tragen von Gesichtsmasken, auf Händehygiene und auf körperlichem Abstand (min. 1.5 m), wenn keine Maske getragen werden kann und die Personen nicht geimpft sind.
- Die Grippe ist auf der ganzen Welt verbreitet, auch in subtropischen und tropischen Ländern.
- Die Impfung bietet den besten Schutz.
- Die Impfung gegen Grippe wird für alle Reisenden empfohlen, die zu den "Risikogruppen" gehören, wie z. B. schwangere Reisende, Reisende mit Vorerkrankungen, ältere Menschen (>65 Jahre), oder wenn Sie eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff planen.
- Der Grippeimpfstoff bietet keinen Schutz gegen die Vogelgrippe.
Allgemeine Informationen bezüglich der saisonalen Grippe (Influenza)
Bitte folgende Links des BAG konsultieren:
Weitere Gesundheitsrisiken
- Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Ausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
- Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, so dass die WHO im August 2024 erneut einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) ausrief.
- Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
- Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
- Achten Sie auf allgemeine Vorsichtsmaßnahmen (siehe Factsheet), um die Krankheit zu verhindern.
- Es gibt eine Impfung gegen Mpox, die jedoch derzeit nur für Personen mit hohem Risiko zur Verfügung steht.
- Mpox ist eine virale Erkrankung, die typischerweise einen Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten und Fieber verursacht.
- Eine neu auftretende Variante breitet sich im Osten der D.R. Kongo und in den Nachbarländern rasch aus, was die WHO veranlasst hat, am 14. August 2024 einen internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC) auszurufen.
- Enger körperlicher Kontakt (sexuell oder nicht sexuell) ist der Hauptübertragungsweg.
- Die Erkrankung verläuft meistens mild. Kinder, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind am meisten gefährdet, Komplikationen zu erleiden.
- Eine Impfung gegen Mpox steht Gruppen mit hohem Expositionsrisiko zur Verfügung.
Mpox ist seit vielen Jahren in West- und Zentralafrika verbreitet, wo die vermuteten Reservoirtiere - kleine Säugetiere - vorkommen. Es gibt zwei Typen des Affenpockenvirus, die als "Kladen" bezeichnet werden und die Krankheit Mpox verursachen: Klade I in Zentralafrika und Klade II in Westafrika. Seit dem Ende der Pockenimpfkampagnen in den frühen 1980er Jahren haben die Pockenfälle zunächst langsam und in den letzten 5-10 Jahren deutlich zugenommen, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC).
Im Jahr 2022 war eine neu aufgetretene Subklade von Klade II für eine weltweite Epidemie verantwortlich, die sich hauptsächlich durch sexuelle Kontakte zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, verbreitete. Sie führte zum ersten internationalen Gesundheitsnotstand (PHEIC), den die WHO bis 2023 ausrief. Obwohl die Clade-II-Epidemie inzwischen unter Kontrolle ist, zirkuliert die Virus Variante Clade II weiterhin weltweit.
Im Jahr 2024 haben die anhaltende Ausbreitung von mpox Klade I in endemischen Regionen Zentralafrikas, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, und das Auftreten einer neuen Subklade Ib im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in benachbarten Ländern weltweit Besorgnis ausgelöst und die WHO veranlasst, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen PHEIC auszurufen. Die derzeitige geografische Ausbreitung der Klade Ib erfolgt über kommerzielle Wege durch sexuelle Kontakte (z. B. Sexarbeiter), gefolgt von einer lokalen Übertragung in Haushalten und anderen Umgebungen (Letztes nimmt zunehmend an Bedeutung).
Übertragung vom Tier auf den Menschen: Mpox kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wenn dieser in direkten Kontakt mit einem infizierten Tier (Nager oder Primaten) kommt.
Übertragung von Mensch zu Mensch:
Mpox können von Mensch zu Mensch durch engen körperlichen Kontakt (sexuelle und nicht-sexuelle Kontakte) mit jemandem, der Symptome von Mpox hat, übertragen werden. Besonders ansteckend sind Haut- und Schleimhautläsionen, Körperflüssigkeiten und Schorf. Eine Person kann sich auch anstecken, indem sie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr benutzt, die durch den Kontakt mit einer Person mit Symptomen kontaminiert wurden. Für Haushaltsmitglieder, Familienangehörige und Sexualpartner eines bestätigten Mpox-Falls besteht ein höheres Ansteckungsrisiko, ebenso wie für Personen aus dem Gesundheitswesen, die eine erkrankte Person ohne angemessenen persönlichen Schutz behandeln.
Die Inkubationszeit (Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten von Symptomen) reicht von einigen Tagen bis zu 3 Wochen. Mpox verursacht einen Hautausschlag, der schmerzhaft sein und mit geschwollenen Lymphknoten und Fieber einhergehen kann. Das Fieber kann bereits vor der Hautausschlagphase einsetzen. Weitere Symptome sind Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und Müdigkeit. Der Ausschlag kann lokalisiert oder generalisiert sein, mit nur wenigen oder bis zu Hunderten von Hautläsionen. Er betrifft hauptsächlich das Gesicht, den Rumpf, die Handflächen und die Fußsohlen. Er kann auch im Genitalbereich und auf den Schleimhäuten, z. B. in Mund und Rachen, auftreten. Die Symptome halten in der Regel 2 bis 4 Wochen an. Die Person bleibt so lange ansteckend, bis alle Läsionen abgeheilt sind (d.h. sobald die Krusten abgefallen sind).
Zu den Komplikationen gehören sekundäre bakterielle Infektionen, Infektionen der Lunge und des Gehirns sowie die Beteiligung weiterer Organe, Totgeburten und andere. Kinder, Schwangere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben ein höheres Risiko, einen schweren Verlauf von Mpox zu entwickeln.
Die meisten Personen mit Mpox erholen sich spontan und benötigen keine spezifische antivirale Behandlung. Die Behandlung besteht darin, Schmerzen und andere Symptome zu lindern und Komplikationen (z. B. Superinfektionen) zu verhindern. Es gibt keine etablierte direkte antivirale Behandlung, jedoch werden mehrere antivirale Medikamente in verschiedenen Ländern untersucht und können in Studien oder in klinischen Situationen gemäss den Empfehlungen nationaler medizinischer Fachgesellschaften eingesetzt werden.
Im Falle von Symptomen:
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Wenn Sie mit Mpox diagnostiziert werden:
- Bitte bleiben Sie zu Hause (isolieren Sie sich), bis Ihr Mpox-Ausschlag abgeheilt ist und sich eine neue Hautschicht gebildet hat. Indem Sie sich von anderen Menschen fernhalten und Dinge, die Sie angefasst haben, nicht mit anderen teilen, können Sie die Ausbreitung von Mpox verhindern. Menschen mit Mpox sollten die von ihnen genutzten Räume regelmässig reinigen und desinfizieren, um eine Ansteckung im Haushalt zu vermeiden.
- Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
- Sie sollten keinen Geschlechtsverkehr haben, solange Sie Symptome oder Läsionen haben. Verwenden Sie 12 Wochen lang nach der Infektion Kondome. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, um das Risiko der Übertragung des Virus auf einen Partner zu verringern.
- Weitere Informationen darüber, was Sie tun können, wenn Sie krank sind, finden Sie unter CDC LINK.
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen:
- Weltweit:
- Vermeiden Sie engen Hautkontakt mit Personen, die an Mpox erkrankt sind oder sein könnten, oder mit Personen, die einen Ausschlag haben (z. B. Pickel, Blasen, Schorf).
- Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser / Seife oder einem alkoholhaltigen Handdesinfektionsmittel mit mind. 60 % Alkohol.
- Vermeiden Sie es, potenziell kontaminierte persönliche Gegenstände wie Tassen, Bettwäsche/Kleidung, Handtücher zu berühren oder gemeinsam mit einer Person, die an Mpox erkrankt ist oder erkranken könnte, Essgeschirr/Tassen, Speisen oder Getränke zu benutzen.
- Vermeiden Sie Sex mit kranken Personen; verwenden Sie Kondome bis 12 Wochen nach der Mpox Erkrankung Ihres Partners.
- Befolgen Sie die Ratschläge der örtlichen Behörden.
- Bei Reisen in Gebiete in Afrika, in denen Mpox vorkommt oder Ausbrüche gemeldet sind, wird zusätzlich zu den oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
Vermeiden Sie den Verzehr oder die Zubereitung von Fleisch von Wildtieren (‘Bushmeat’) oder die Verwendung von Produkten (Cremes, Lotionen, Puder), die von Wildtieren stammen.
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren in Gebieten, in denen Mpox auftritt.
Impfung:
Es gibt einen Impfstoff gegen Mpox (Imvanex® oder Jynneos®, je nachdem, wo Sie wohnen). Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung der Pocken entwickelt, bietet aber einen Kreuzschutz gegen Mpox. In der Schweiz ist der Impfstoff Jynneos® seit 2024 von Swissmedic lizenziert. Risikogruppen (z.B. Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit mehreren Sexualpartnern) können sich seit 2022 impfen lassen, und diese Empfehlung bleibt unverändert (siehe Empfehlungen des BAG). Angesichts der epidemiologischen Situation in Afrika im Jahr 2024 empfiehlt die Schweizerische Expertenkomittee für Reisemedizin eine Impfung gegen Mpox für Berufstätige, welche mit Verdachtsfällen von Mpox in Kontakt sind oder sein werden, sowie Personen, die mit Tieren oder in einem Labor mit dem Virus arbeiten (bezüglich Aktualisierungen der Impfindikation, siehe News).
Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung und Reisende (Touristen) wird als äusserst gering eingestuft, wenn die oben genannten allgemeinen Vorsichtsmassnahmen befolgt werden; für sie wird eine Impfung nicht empfohlen.
- Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Mpox ist keine sexuell übertragbare Krankheit im engeren Sinne. Körperlicher Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person (Ausschlag in jedem Stadium) reicht aus, um sich anzustecken. Kondome schützen nicht vor einer Ansteckung mit Mpox!
Neben Dengue, Chikungunya und Zika besteht in sub-/tropischen Regionen und einigen Gebieten Südeuropas die Gefahr anderer Erkranungen, die durch Anthropoden (Gliederfüssler) übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel folgende Krankheiten [und deren Vektoren]:
- in Europa
- Borreliose, FSME, Rickettsien [Zecken]
- Leishmaniose [Sandmücken]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- auf dem Afrikanischen Kontinent
- Rickettsien, insbesondere Afrikanisches Zeckenbissfieber [Zecken]
- Leishmanien [Sandmücken]
- Afrikanische Trypanosomiasis = Schlafkrankheit [Tsetse Fliegen]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- in Asien
- Tsutsugamushi Fieber [Milben]
- Rickettsien [Zecken]
- Leishmanien [Sandmücken]
- West-Nil Fieber [Moskitos]
- Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber [Zecken]
- in Nord and Latein America
- Rickettsiosen, insbesondere Rocky Mountain Fleckfieber [Zecken]
- Leishmanien und Carrion Krankheit [Sandmücken]
- Amerikanische Trypanosomiasis = Chagas Krankheit [Raubwanzen]
- West Nil Fieber [Moskitos]
- STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
- Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine Post-Expositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist.
- Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.
- STIs sind ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem und können durch Prävention (Safer-Sex), regelmässiges Testen und Behandlung in den Griff bekommen werden.
- Bei einem möglichen HIV-Risiko ist es wichtig, schnell zu handeln. Lassen Sie sich so bald wie möglich beraten, ob eine Post-Expositionsprophylaxe
(PEP) sinnvoll ist. - Nach einer Risikosituation z. B. ungeschütztem Sex mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner wird empfohlen, sich auf STIs testen zu lassen, auch wenn Sie keine Symptome haben.
Das freie und verantwortungsbewusste Gestalten der eigenen Sexualität ist Teil eines gesunden Lebens. Zu wissen, wie man auf sich selbst und andere achtet, ist besonders wichtig, wenn man sich in neuen Situationen befindet – beispielsweise auf Reisen.
Reisende, die Gelegenheitssex haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit sexuell übertragbaren Infektionen, sogenannten Sexually Transmitted Infections (STIs), einschliesslich HIV, anzustecken. Ein Auslandaufenthalt, wobei man auch neue Menschen kennen lernt, kann damit verbunden sein, sich anders zu verhalten und mehr Risiken einzugehen, als man dies zu Hause tun würde. Es ist wichtig daran zu denken, dass ungeschützter Sex und mehrere neue Sexualpartner ein Risiko für STIs darstellen. STIs können unter Umständen schwere Komplikationen verursachen und zudem auf weitere Partner übertragen werden, sofern diese nicht rechtzeitig bemerkt und behandelt werden. Sind Sie nicht sicher, ob es sich um eine Risikosituation handelt, dann hilft der 'Risk-Check' von Love Life weiter.
- Brennen oder Juckreiz im Genitalbereich
- Schmerzhaftes, häufiges Wasserlösen oder Schmerzen im Unterleib
- Schmerzen oder Beschwerden beim Stuhlgang.
- Ungewöhnlicher Ausfluss aus dem Penis, After oder der Vagina
- Wunden, Rötungen, Bläschen im Mund/Lippen oder Genitalbereich sowie Warzen im Intimbereich
- Manchmal auch Fieber (eher selten)
Wichtig: STIs können auch ohne oder mit nur leichten Symptomen auftreten. Auch wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer neuen oder mehreren Partnerinnen oder Partnern hatten. Denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um eine Übertragung und Komplikationen durch unbehandelte Infektionen zu verhindern.
STIs können bei einer körperlichen Untersuchung oder durch die Untersuchung von Urin, einer Wunde oder eines Abstrichs aus der Vagina, dem Penis, dem Rachen oder dem Anus diagnostiziert werden. Bluttests können bei der Diagnose bestimmter Infektionen (Hepatitis A, B und C, HIV und Syphilis) auch helfen.
Der Zeitpunkt des Tests ist wichtig, da manche Infektionen kurz nach einer Ansteckung noch nicht nachweisbar sind (diagnostisches Fenster). Bei HIV und Syphilis sollte der Test in der Regel frühestens 6 Wochen nach dem sexuellen Kontakt gemacht werden. Bei Chlamydien und Gonorrhö sollte der Test frühestens 2 Wochen nach dem Kontakt gemacht werden. Dies gilt nur, wenn keine Symptome vorliegen.
Beachten Sie auch, dass der Zugang zu zuverlässigen Tests und Behandlungen an manchen Reisezielen eingeschränkt sein kann.
Vor der Reise:
- Eine STI-Testung kann sinnvoll sein, wenn Sie kürzlich eine Risikosituation hatten.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand sind (Hepatitis B, HPV und je nach Sexualverhalten Hepatitis A und Mpox).
- Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachperson zur HIV-PrEP beraten, wenn diese für Sie infrage kommt.
Während der Reise:
- Beachten Sie die Safer-Sex-Regeln von Love Life.
- Nehmen Sie Kondome aus zuverlässigen Quellen mit, da Qualität und Verfügbarkeit an manchen Reisezielen unterschiedlich sein können.
- Denken Sie daran, dass es bei Oralverkehr auch zu Übertragungen von STIs kommen kann.
- Nach einer Risikosituation sollten Sie so schnell wie möglich abklären, ob eine HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist. Am wirksamsten ist sie innerhalb weniger Stunden, spätestens 48 Stunden nach dem Risikokontakt.
- Denken Sie daran, dass Alkohol oder Drogen zu erhöhtem Risikoverhalten führen.
- Denken Sie daran, dass Sie beim Sex andere Personen anstecken können, wenn Sie eine unbehandelte STI haben.
- Menschen mit einer neu diagnostizierten STI sind angehalten ihre früheren Sexualpartner zu informieren, damit auch sie behandelt werden können.
- Auch ohne Symptome wird nach einer Risikoexposition ein STI-Check empfohlen.
- Wenn Sie Symptome haben (siehe oben)
- Wenn Sie mehrere Sexualpartner haben, wird empfohlen, mindestens einmal jährlich einen STI-Check zu machen.
- Wenn Sie einer Bevölkerungsgruppe mit erhöhtem STI-Risiko angehören. z. B. MSM, Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sowie deren Kunden
- Wenn bei einem Sexualpartner kürzlich eine STI diagnostiziert wurde
- Nach der Rückkehr von einer Reise, wenn Sie einen risikoreichen Kontakt hatten
- Zu Beginn einer neuen monogamen Beziehung
- Love Life: www.lovelife.ch
- Sexuelle Gesundheit Schweiz: www.sexuelle-gesundheit.ch
- Hepatitis Schweiz: https://hepatitis-schweiz.ch/formen/was-ist-hepatitis
- World Health Organization (WHO). Factsheets. Sexually transmitted infections (STIs). 20.12.2025: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/sexually-transmitted-infections-(stis)
- Es gibt weitere wichtige reisebedingte Gesundheitsrisiken wie Durchfall, Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung und mehr.
- Weitere Informationen finden Sie unter "Gesundes Reisen".
