Consigli medici

per i viaggiatori

Comitato svizzero di esperti per la medicina dei viaggi
Ultime notizie

Ultime notizie

In der Provinz North-Kivu wurde ein neuer, im Labor bestätigter Fall mit einer Ebola-Virus-Infektion festgestellt. Es handelt sich dabei um ein 3-jähriges Kind, welches Anfang Oktober erkrankte. Nachbarn des erkrankten Kindes (2 Kinder und deren Vater) waren bereits Mitte bzw. Ende September an Ebola verdächtigen Symptome verstorben, eine Labordiagnose wurde jedoch nicht gestellt. Inzwischen wurde ein weiterer Fall in der Stadt Beni bestätigt.
Am 3. Mai war der Ebola Ausbruch in der Nort Kivu Provinz erst als beendet erklärt worden.

Ebolafieber ist eine virale, hämorrhagische, äusserst virulente Krankheit. Sie wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen einer erkrankten Person (Blut, Speichel, Erbrochenes, Stuhl, Schweiss, Sperma, Urin usw.) oder mit infizierten Tieren (v. a. Affen, Antilopen, Nagern, Fledermäuse) übertragen. Die Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hals- oder Kopfschmerzen, gefolgt von Durchfall, Erbrechen und innerlichen und äusserlichen Blutungen. Eine frühzeitige Hospitalisierung mit unterstützender Pflege (Hydratation, Erhaltung eines normalen Blutdrucks) kann die Prognose verbessern.

 

Folgen für den Reisenden

Das Risiko einer Ebola-Infektion besteht für Personen, die in das Ausbruchsgebiet reisen, bei engem, ungeschütztem Kontakt mit einer an Ebola erkrankten oder verstorbenen Person (und deren Körperflüssigkeiten) sowie bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem Ebola-Patienten oder Überlebenden (12 Monate). Es wird empfohlen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren (insbesondere vor dem Berühren der Augen, der Nase und des Mundes, nach dem Umgang mit potenziell kontaminierten Gegenständen und nach dem Toilettengang) sowie den Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier zu vermeiden und kein Buschfleisch zu essen. Bei humanitären Einsätzen wird empfohlen, einen Spezialisten für Reisemedizin zu konsultieren.

 

Links

WHO DON, 10.10.2021

Das ukrainische Gesundheitsministerium meldet einen Fall von akuter schlaffer Lähmung verursacht durch das Poliovirus. Es handelt sich dabei um ein ungeimpftes 18 Monate altes Mädchen aus der Oblast Rivne im Nordwesten des Landes. Die Eltern hatten die Impfung aufgrund religiöser Überzeugungen abgelehnt. Auch bei 6 Kontaktpersonen wurde das Virus gefunden. Die Durchimpfungsrate gegen Polio ist in der Bevölkerung sehr gering.

Polio wird durch Wasser oder verunreinigte Nahrungsmittel übertragen und kann bleibende, invalidisierende Lähmungen verursachen. Es gibt keine Behandlung, aber die Impfung ist ein wirksames Mittel zur Vorbeugung der Krankheit.

 

Folgen für den Reisenden

Personen, die sich > 4 Wochen im Land aufhalten, wird dringend empfohlen, bei Ausreise aus der Ukraine eine mind. 4 Wochen und max. 12 Monate zurückliegende Polio-Auffrischimpfung mit Dokumentation im internationalen Impfausweis zu haben.  Bei Aufenthalten < 4 Wochen: Grundimmunisierung und Auffrischimpfung alle 10 Jahre.

 

Links

ECDC CDTR, 8.10.2021

Polioeradication (accessed 14.10.2021)

Seit Jahresbeginn 2021 wurden in Peru insgesamt 14 Fälle von Gelbfieber gemeldet, von denen 10 bestätigt wurden. Die Betroffenen waren nicht gegen Gelbfieber geimpft.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Ein Impfschutz gegen Gelbfieber wird bei Aufenthalten in Gebieten die unter 2’300m östlich der Anden liegen empfohlen (nicht für Aufenthalte in Cusco, Lima, Machu Picchu und für den Inca Trail).

 

Links

PAHO, 6.10.2021

Seit September 2017 besteht ein Gelbfieberausbruch in Nigeria. Seit Jahresanfang 2021 und bis Ende August wurden insgesamt 1’312 Verdachtsfälle registriert.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Impfung gegen Gelbfieber ist bei Aufenthalten in diesem Land obligatorisch und muss in einem offiziellen Impfzentrum (oder von einem zugelassenen Arzt) durchgeführt werden und spätestens 10 Tage vor Einreise erfolgt sein, damit ein Schutz gewährleistet ist. Bei immunkompetenten Personen ist eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Auffrischimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.

Zwischen Ende August und Mitte September 2021 wurden insgesamt 20 Verdachtsfälle und 22 bestätigte Fälle von Pest (19 Lungenpest Fälle, 3 Beulenpestfälle) gemeldet. Die gemeldeten Fälle befinden sich in zwei nicht benachbarten Regionen: Itasy und Haute Matsiatra. Beide Regionen sind als Pest-Endemiegebiete bekannt.
Die Pest ist auf Madagaskar endemisch, die Hauptübertragungszeit findet zwischen September und April statt. Jedes Jahr werden 200-700 Fälle gemeldet, hauptsächlich die Beulenpestform. 2017 gab es einen großen Ausbruch mit v. a. Lungenpest.

Die Pest wird durch Bakterien (Yersinia pestis) verursacht und durch Flöhe von Nagetieren (vor allem Ratten) oder auch Haustieren übertragen. Es gibt die sogenannte Beulen (Bubonen)-Pest und die seltener auftretende systemische (Pestsepsis) und Lungenpest. Letztere wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen über die Atemwege von Patienten mit Lungenpest übertragen. Diese Form ist äußerst ansteckend. Symptome der Lungenpest sind neben Fieber vor allem Lungenbeschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot und Husten. Eine Antibiotikatherapie muss innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Symptome begonnen werden. Die Bubonenpest äussert sich durch Fieber, Schüttelfrost und Grippesymptome (Kopf-, Muskel- und Halsschmerzen) und oft eine Schwellung der Lymphdrüsen (Beulen).

 

Folgen für den Reisenden

Das Risiko für Reisende ist sehr gering. Schützen Sie sich vor Flöhen, in dem Sie regelmässig Repellentien auftragen und Permethrin imprägnierte Kleidung tragen. Vermeiden Sie Kontakt mit Ratten und toten oder kranken Tieren, sowie erkrankten Personen. Konsultieren Sie bei Fieber, schmerzhaften Lymphknoten und/oder Atembeschwerden rasch einen Arzt.

 

Links

WHO DON, 1.8.2021

Laut Medienberichten wurde bis Anfang Oktober bei sieben Personen in Venezuela eine Gelbfieberinfektion festgestellt. Die Fälle traten in den Bundestaaten Monagas und Anzoategui auf. Die Durchimpfungsrate gegen Gelbfieber ist in der Bevölkerung von Venezuela ungenügend. Aufgrund der politischen Lage ist die medizinische Infrastruktur eingeschränkt.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Ein Impfschutz gegen Gelbfieber wird bei Aufenthalten in den meisten Bundesstaaten von Venezuela, einschliesslich Monangas und Anzoategui dringend empfohlen.

 

Links

Outbreak News Today, 3.10.2021

Masernausbrüche werden aus mindestens 14 Ländern Afrikas berichtet mit einigen Hundert bis mehreren Tausend Fällen seit Jahresbeginn 2021.

Masern sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die über die Atemwege übertragen wird. Sie ist in der ganzen Welt verbreitet. Mit einem Impfstoff lässt sich die Krankheit sehr wirksam verhindern.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Reise bietet eine ideale Gelegenheit, den Schutz vor Masern zu kontrollieren (2x geimpft oder durchgemachte Masern) und wenn nötig den Impfschutz zu aktualisieren.

 

Links

WHO | Regional Office for Africa, Woche 38, 13.-19.9.2021

Seit Jahresanfang 2021 wurden 5 Fälle von humaner Tollwut bekannt und 234 Fälle bei Tieren. Betroffen waren Personen aus allen Landesteilen.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Immunglobulin und 4 Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Für Langzeitreisende und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder, Arbeiten mit Tieren, Höhlenforscher usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.

 

Links

Outbreak News today, 23.9.2021

Bei einem 18 Monate alten, gegen diese Krankheit nicht geimpften Kind aus dem Dorf Mala im Distrikt Kemo in der Zentralafrikanischen Republik wurde eine Gelbfieberinfektion bestätigt.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Impfung gegen Gelbfieber ist bei Aufenthalten in diesen Ländern obligatorisch und muss in einem offiziellen Impfzentrum (oder von einem zugelassenen Arzt) durchgeführt werden und spätestens 10 Tage vor Einreise erfolgt sein, damit ein Schutz gewährleistet ist. Bei immunkompetenten Personen ist eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Auffrischimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.

 

Links

WHO | Regional Office for Africa, Woche 38, 13.-19.9.2021

Am 13. August 2021 wurden im Institut Pasteur in Dakar fünf aus der Côte d’Ivoire stammende Gelbfieberfälle bestätigt.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Impfung gegen Gelbfieber ist bei Aufenthalten in diesen Ländern obligatorisch und muss in einem offiziellen Impfzentrum (oder von einem zugelassenen Arzt) durchgeführt werden und spätestens 10 Tage vor Einreise erfolgt sein, damit ein Schutz gewährleistet ist. Bei immunkompetenten Personen ist eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Auffrischimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.

 

Links

WHO | Regional Office for Africa, Woche 38, 13.-19.9.2021

Der Bundesstaat Tamaulipas an der Ostküste Mexikos, der an Texas grenzt, hat Medienberichten zufolge in diesem Jahr bisher 3’407 Abdominaltyphus Infektionen gemeldet. Damit steht Tamaulipas an der Spitze der gemeldeten Fälle in Mexiko, dicht gefolgt vom Bundesstaat Sinaloa (3'381 Fälle).

Abdominaltyphus ist eine bakterielle Erkrankung, die durch kontaminierte Nahrungsmittel und Wasser übertragen wird. Symptome sind Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Antibiotika sind wirksam und eine vorbeugende Impfung ist verfügbar (um die 60% Schutzwirkung).

 

Folgen für den Reisenden

Nur gekochte Nahrungsmittel und abgekochte Getränke oder Mineralwasser konsumieren. Je nach Reiseart und Hygienestandard kann eine Impfung empfohlen werden. Sie sollte spätestens 2-3 Wochen vor der Abreise erfolgen.

 

Links

ProMED, 28.9.2021

Laut Medienberichten nimmt die Anzahl der gemeldeten Tollwutfälle bei Hunden  in Tema, Region Greater Accra zu: über 115 Tollwut-Verdachtsfälle wurden gemeldet. Auch andere Regionen scheinen eine Zunahme zu verzeichnen. So ist erst kürzlich eine 23-jährige Frau nach einem Hundebiss in Techiman, nördlich von Kumasi, an Tollwut gestorben, sowie zwei kleine Kinder.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Eine rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Gabe von Immunglobulinen und insgesamt 4 Impfdosen - kann verhindern, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Leider sind hochwertige Tollwutimpfstoffe, insbesondere Immunglobuline in vielen Ländern nicht immer verfügbar. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Für Expatriierte und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.

 

Links

News Ghana, 13.9.2021

Outbreak News Today, 4.9.2021

Sieben bestätigte und weitere sechs Verdachtsfälle von Leptospirose wurden bei Personen gemeldet, die im Fluss Argensou in Auzat und Vicdessos in Ariege (Südfrankreich) Wassersportaktivitäten wie Canyoning betrieben haben.

Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung, die weltweit vorkommt, besonders häufig in tropischen Ländern während der Regen- oder Überschwemmungszeit. Sie wird bei Kontakt von kleinen Hautverletzungen mit durch Urin verunreinigtem Wasser (v. a. von infizierten Ratten, Hunden, Schweinen, Kühen usw.) übertragen. Das Ansteckungsrisiko erhöht sich beim Campen oder bei Aktivitäten im Zusammenhang mit Wasser (Schwimmen, Kajakfahren, Durchwaten von Wasserläufen). Die Krankheit kann, wenn rechtzeitig diagnostiziert, mit Antibiotika behandelt werden.

 

Folgen für den Reisenden

Die französischen Gesundheitsbehörden rufen Personen, die im obengenannten Bereich gebadet oder geangelt haben, dazu auf, beim Auftreten von Symptomen schnell ihren Arzt aufzusuchen.

 

Links

Via ProMED 12.9.2021, ARS

In einer Tierklinik in Niedersachsen ist ein Hund an Tollwut gestorben. Der Welpe war Anfang September aus dem Mittelmeerraum ohne die vorgeschriebene Tollwutimpfung importiert worden. Post-mortem Tollwutteste fielen positiv aus. Über 50 Kontaktpersonen mussten sich einer post-expositionellen Impfung unterziehen.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Tollwut-Impfung ist u.a. Voraussetzung für den Import eines Tieres. Der illegale Import von Hunden und anderen Tieren ist ein ernst zunehmendes Problem und gefährdet Mensch und Tier! Bitte halten Sie sich an die Vorschriften.

 

Links

NDR, 16.9.2021

Tierklinik Posthausen – Facebook, 11.9.2021

Rabies-Bulletin-Europe, 16.9.2021

RKI - Tollwut

Südafrika: Innerhalb einer Woche (23.-31.8.2021) wurden 7 im Labor bestätigte humane Fälle in den Provinzen Limpopo, KwaZulu-Natal und Eastern Cape sowie zusätzlich 3 als wahrscheinlich beurteilte Fälle gemeldet.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Immunglobulin und 4 Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Der Zugang zu hochwertigen Tollwutimpfstoffen ist in Südafrika nicht immer gewährleistet! Für Langzeitreisende und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.

 

Quellen

Via ProMED, 3.5. und 6.5.2021. Opinion, 9.9.2021

Bolivien: Die Fälle von Hunde- und Katzentollwut haben sich in diesem Jahr in Cochabamba gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verdoppelt; vier Gemeinden haben den Notstand ausgerufen. Laut Angaben des offiziellen Tollwutprogrammes von Bolivien wurden 2021 bereits 45 Fälle bei Tieren registriert, 4 Personen sind verstorben. Massen-Impfkampagnen für Tiere wurden angekündigt.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Immunglobulin und 4 Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da Expositionen häufig unbemerkt erfolgen.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Der Zugang zu hochwertigen Tollwutimpfstoffen ist in Bolivien nicht immer gewährleistet! Für Langzeitreisende und Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder usw.) ist eine prä-expositionelle Impfung vor dem Aufenthalt (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr) empfehlenswert.

 

Quellen

Via ProMED, 3.5. und 6.5.2021. Opinion, 9.9.2021

Die Demokratische Republik Kongo hat einen Meningokokken-Meningitis Ausbruch in der nordöstlichen Provinz Tshopo gemeldet, in der mindestens 261 Verdachtsfälle und 129 Todesfälle aufgetreten sind. Die Sterblichkeitsrate ist mit 50 % sehr hoch.

Saisonale Meningitis-Epidemien kommen in Subsahara-Afrika vor allem während der Trockenzeit vor. Im Allgemeinen sind die Serogruppen der Meningokokken A, C, W und X für diese Ausbrüche verantwortlich. Die Krankheit verbreitet sich durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch. Falls Symptome (hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Erbrechen) auftreten, sollte sofort ein Arzt konsultiert und mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden, da die Krankheit innert Stunden zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Als Prophylaxe steht für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr eine Impfung gegen die wichtigsten Meningitisstämme zu Verfügung.

 

Folgen für den Reisenden

Aufgrund der aktuellen Epidemie wird eine Impfung gegen Meningokokken empfohlen.

 

Quellen

WHO Afro, 8.9.2021

Laut Medienberichten wurden zwischen Ende August und Anfang September 30 Verdachtsfälle mit Lungenpest gemeldet, von denen 12 Fälle bestätigt wurden. Sieben Personen verstarben. Die Fälle traten in Itasy, einer in der Nähe der Hauptstadt Antananarivo gelegenen Region im Zentrum des Landes auf.
Die Pest ist auf Madagaskar endemisch, die Hauptübertragungszeit findet zwischen September und April statt. Jedes Jahr werden 200-700 Fälle gemeldet, hauptsächlich die Beulenpestform. 2017 gab es einen großen Ausbruch mit v. a. Lungenpest.

Die Pest wird durch Bakterien (Yersinia pestis) verursacht und durch Flöhe von Nagetieren (vor allem Ratten) oder auch Haustieren übertragen. Es gibt die sogenannte Beulen (Bubonen)-Pest und die seltener auftretende systemische (Pestsepsis) und Lungenpest. Letztere wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen über die Atemwege von Patienten mit Lungenpest übertragen. Diese Form ist äußerst ansteckend. Symptome der Lungenpest sind neben Fieber vor allem Lungenbeschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot und Husten. Eine Antibiotikatherapie muss innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Symptome begonnen werden. Die Bubonenpest äussert sich durch Fieber, Schüttelfrost und Grippesymptome (Kopf-, Muskel- und Halsschmerzen) und oft eine Schwellung der Lymphdrüsen (Beulen).

 

Folgen für den Reisenden

Das Risiko für Reisende ist sehr gering. Schützen Sie sich vor Flöhen, in dem Sie regelmässig Repellentien auftragen und Permethrin imprägnierte Kleidung tragen. Vermeiden Sie Kontakt mit Ratten und toten oder kranken Tieren, sowie erkrankten Personen. Konsultieren Sie bei Fieber, schmerzhaften Lymphknoten und/oder Atembeschwerden rasch einen Arzt.

 

Quellen

Outbreak News Today, 8.9.2021

Innerhalb einer Woche wurden von den Gesundheitsbehörden in Hongkong drei Fälle mit einer Gelflügelinfluenza (H5N6) gemeldet. Der jüngste Fall betrifft einen 55-jährigen Mann, der in Liuzhou, Guangxi, lebt. Er ist Landwirt und hatte Kontakt mit lebendem Geflügel. Er entwickelte am 17. August Symptome und wurde noch am selben Tag zur Behandlung eingeliefert. Der Zustand des Patienten ist kritisch.

Im Allgemeinen ist das Vogelgrippe Infektionsrisiko für Menschen äusserst gering und kommt fast ausschliesslich bei engem Kontakt mit infiziertem Geflügel (Atemsekrete und Fäkalien) vor.

 

Folgen für den Reisenden

Optimale persönliche Hygiene, welche auch im Rahmen der COVID-19 Pandemie wichtig ist. Kontakt mit Geflügel und deren Ausscheidungen sollte vermieden werden. Kein Besuch von Vogel- und Geflügelmärkten/ -farmen.

 

Quellen

Outbreak News Today, 23.8.2021

Laut Medienberichten wurden in der Region Chuvisca, Bundesstaat Rio Grande do Sul, 4 tote Brüllaffen aufgefunden. Bei einem der Affen konnte eine Gelbfieberinfektion bestätigt werden. Die betroffene Region, in denen die toten Affen gefunden wurden, liegt zwischen Porto Alegre und der Grenze zu Uruguay.
Todesfälle bei Affen gehen in Südamerika häufig humanen Gelbfieberfällen voraus und sind damit ein Indikator für eine (vermehrte) Zirkulation von Gelbfieberviren.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende und Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Die Gelbfieberimpfung wird von der WHO für die meisten Regionen in Brasilien empfohlen. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung auch in bisher als gelbfieberfrei erklärten Gebieten sollte die Indikation für aktuell noch als gelbfieberfreie deklarierte Regionen ebenfalls großzügig gestellt werden (Hauptsaison für Gelbfieber ist Dezember bis Mai)! Empfehlung des Schweizerischen Expertenkomitees für Reisemedizin (EKRM): bei immunkompetenten Personen wird eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Zweitimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.

 

Quellen

Via ProMED 7.8.2021

Am 6. August 2021 wurde die WHO über einen bestätigten Fall mit einer Marburg-Virus-Infektion in der Präfektur Guéckédou, Region Nzérékoré, im Südwesten Guineas informiert. Das Dorf, in dem der Fall auftrat, liegt sowohl in der Nähe der Grenze zu Sierra Leone als auch zu Liberia. Dies ist der erste bekannte humane Fall mit einer Marburg-Virus-Infektion in Guinea. Inzwischen wurde ein zweiter Fall bestätigt; beide Fälle kommen aus Temessadou.

Das Marburg-Virus ist ein dem Ebola-Virus verwandter Erreger, welcher ein sogenanntes hämorrhagisches Fieber auslösen kann. Das Virus wird bei Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten von Infizierten übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 5-10 Tagen treten Symptome mit plötzlichem hohem Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hals- oder Kopfschmerzen auf, gefolgt von Durchfall, Erbrechen und innerlichen sowie äusserlichen Blutungen, welche meist zum Tod führen. Es gibt weder ein spezifisches Medikament noch eine Impfung. Bisher wurden sporadische Fälle insbesondere aus Uganda, Kenia und D.R. Kongo gemeldet. 2018 wurde das Marburg Virus erstmals in Sierra Leone bei Frucht-Fledermäusen identifiziert, ein Hinweis, dass das Virus auch in West Afrika zirkuliert.

 

Folgen für den Reisenden

Das Risiko für Reisende ist sehr gering, für Familienangehörige und Pflegepersonen, die mit Erkrankten Kontakt haben, allerdings gross. Vermeiden Sie Kontakt mit kranken Personen. Konsumieren Sie kein Buschfleisch (bushmeat) oder Fledermäuse. Ebenso sollten Höhlen, die Fledermäuse beherbergen können, gemieden werden. Bei Fieber konsultieren Sie bitte sofort einen Arzt, dies ist auch wichtig um andere Erkrankungen wie z.B. eine Malaria auszuschliessen.

 

Quellen

WHO DON, 9.8.2021

WHO AFRO, 8.8.2021

CDC - Marburg hemorrhagic fever

Die griechischen Gesundheitsbehörden haben die ersten drei West-Nil-Fieber Fälle der Saison aus der Region Pella in Zentralmazedonien gemeldet.

West Nil Fieber (WNF) ist eine virale Krankheit (Flavivirus), die in zahlreichen Regionen Europas, Zentralasiens, Nordamerikas und Afrikas durch Stechmücken auf den Menschen übertragen wird. Sie verläuft meist ohne Symptome (80%) oder wie eine Grippe. Selten (< 1 %) kommt es zu neurologischen Störungen oder zu einer Gehirnentzündung mit möglichem tödlichem Ausgang. Ältere Personen, Schwangere und Immunsupprimierte haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Es gibt keine spezifische Behandlung.

 

Folgen für den Reisenden

Schützen Sie sich gegen Mückenstiche tagsüber und nachts (lange Hosen, langärmlige Kleider, Mückenschutzmittel). Berühren Sie keine erkrankten oder toten Vögel, da diese ebenfalls infiziert sein können. Wenn Sie ein West Nil Fieber Übertragungsgebiet besucht haben, sollten Sie mindestens 28 Tage nach ihrer Rückkehr kein Blut spenden.

 

Quellen

Outbreak News Today

Aktuell besteht ein Dengue-Ausbruch (Typ 3) in Mombasa (Januar bis Juni 2021: über 710 Fälle) und Mandera County (52 Fälle, eine hohe Dunkelziffer wird vermutet). In Kenia kommt es seit fünf Jahren jedes Jahr zu Ausbrüchen von Dengue-Fieber.

Dengue Fieber ist eine virale Krankheit, die durch tagaktive Mücken v. a. in den Städten während und kurz nach der Regenzeit übertragen wird. Die Symptome sind hohes Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen und ein Hautausschlag. Die Krankheit verläuft meist gutartig und heilt normalerweise nach 10 Tagen aus. Seltener kann sie zu Blutungen führen.

 

Folgen für den Reisenden

Optimaler Mückenschutz 24/7 (in der Dämmerung und nachts gegen Malaria, tagsüber gegen Dengue und andere Arbovirosen. Bei Fieber: Paracetamol-Produkte und Flüssigkeitszufuhr. Keine Medikamente einnehmen die Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) enthalten, da diese die Blutungsgefahr erhöhen. Bei Fieber >37,5 °C muss auch an eine Malaria gedacht und diese vor Ort mittels Blutausstrich ausgeschlossen werden (eine medikamentöse Malariaprophylaxe wird neben der Durchführung eines Mückenschutzes unbedingt empfohlen!).

 

Quellen

WHO Africa, 11.7.2021

Laut WHO wurden in diesem Jahr 2 Gelbfieberfälle bestätigt: Bei dem ersten Fall handelt es sich um einen 34-jährigen Mann aus der Provinz Nord und beim zweiten Fall um eine 47-jährige, nicht gegen Gelbfieber geimpfte Frau aus der Provinz Bas Uele. Drei weitere Verdachtsfälle aus der Provinz Equateur, Kinshasa und Nord-Ubangi werden noch untersucht.

Gelbfieber ist eine hämorrhagische, virale Krankheit und wird durch Mücken übertragen. Sie beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen und kann bei gewissen Patienten zu Blutungen und Gelbsucht führen, die tödlich sein können. Es gibt keine spezifische Therapie, die Impfung ist das beste Mittel, sich vor dieser Krankheit zu schützen. Nicht geimpfte Personen (bei Kontraindikation) müssen sich unbedingt gegen Mückenstiche schützen. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Personen mit schwerer Immunschwäche oder Thymus Krankheiten, wird eine Zuweisung zu einem Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin empfohlen.

 

Folgen für den Reisenden

Eine Impfung gegen Gelbfieber ist bei Aufenthalten in der D.R. Kongo obligatorisch und muss in einem offiziellen Impfzentrum (oder von einem zugelassenen Arzt) durchgeführt werden und spätestens 10 Tage vor Einreise erfolgt sein, damit ein Schutz gewährleistet ist. Bei immunkompetenten Personen ist eine Gelbfieberimpfung mit einer einmaligen Auffrischimpfung nach 10 Jahren (d. h. maximal 2 Impfungen im Leben) empfohlen.

 

Quellen

WHO Africa, 25.7.2021

Im Bundesstaat Amapa ist ein 21-jähriger Mann an Gelbfieber verstorben. Der Mann stammte aus dem Staat Pará (Rio Tambaqui do Vieira, in Afua), wo er laut Behörden sehr wahrscheinlich auch die Infektion erworben hatte.

Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche virale Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Es gibt keine spezifische Therapie, jedoch eine sehr wirksame Impfung. Sie ist das beste Mittel, sich vor Gelbfieber zu schützen. Daneben ist ein optimaler Mückenschutz wichtig. Für Kinder unter 9 Monaten, Schwangere, Stillende, Personen mit Immunschwäche oder einer Thymus-Krankheit, die nach Brasilien reisen möchten, empfehlen wir einen Spezialisten in Reise- und Tropenmedizin zu konsultieren.

 

Folgen für den Reisenden

Die Impfung gegen Gelbfieber wird von der WHO für die meisten Regionen Brasiliens empfohlen. Seit ein paar Jahren breitet sich Gelbfieber zunehmend auch in bisher gelbfieberfreie Gebiete aus. Auch nicht geimpfte Reisende sind bereits nach einem Aufenthalt in Brasilien gestorben. Das Schweizerische Expertenkomitee für Reisemedizin empfiehlt deshalb einen Gelbfieberimpfschutz für Aufenthalte in allen Gebieten Brasiliens. Die Impfung muss in einem offiziellen Impfzentrum oder von einem dafür zugelassenen Arzt mindestens 10 Tage vor der Einreise nach Brasilien durchgeführt werden, um einen ausreichenden Schutz gegen Gelbfieber zu gewährleisten. Bei immunkompetenten Personen wird eine einmalige Auffrischung nach 10 Jahren empfohlen (d.h. maximal 2 Impfstoffdosen im Leben).

 

Quellen

Outbreak News Today, 26.7.2021

Seit Anfang Jahr wurden im mexikanischen Bundesstaat unmittelbar südlich des US-Bundesstaates Kalifornien 23 Fälle von Rocky Mountain Spotted Fever (RMSF) diagnostiziert, davon sind acht Personen verstorben. Die Verstorbenen waren alles Kinder und Jugendliche; Gründe dafür sind am ehesten die engeren Kontakte mit ihren Hunden, die die infizierten Zecken nach Hause bringen und die grundsätzlich erhöhte Mortalität bei Kindern und Jugendlichen.

RMSF wird durch Rickettsia rickettsii verursacht, eine durch Zecken übertragene Infektion. Entsprechend werden die meisten Fälle im Sommer gemeldet. Die Infektion zeigt sich anfänglich mit unspezifischen Symptomen. Der typische Ausschlag zeigt sich häufig erst nach wenigen Tagen, so dass die Diagnose bei Symptombeginn nicht leicht zu stellen ist. Die Infektion lässt sich mit einer raschen Doxyzyklin-Therapie gut behandeln. Kinder < 10 Jahren haben ein 5-fach erhöhtes Risiko an RMSF zu versterben.

 

Folgen für den Reisenden

Schützen Sie sich gegen Zecken (gut abschliessende Kleidung und die Socken über den Hosen tragen, Applikation von Insektiziden auf der Kleidung) und untersuchen sie Körper und Haare regelmässig. Manchmal kann ein Zeckenstichbiss unbemerkt bleiben. Finden Sie eine Zecke, entfernen Sie sie mit Hilfe einer Pinzette, indem Sie sie so nah wie möglich an der Haut fassen und allmählich rausziehen. Vermeiden Sie es, die Zecke zu zerdrücken (Kontaminationsrisiko), niemals mit einem Streichholz verbrennen oder verschiedene Flüssigkeiten anzuwenden. Waschen und desinfizieren Sie die Bissstelle und Ihre Hände. Konsultieren Sie bei Fieber oder Hautrötung für eine eventuelle Behandlung einen Arzt.

Aus den USA und Kanada werden verschiedene Expositionen gegenüber tollwütigen Tieren gemeldet (Waschbären, Fuchs, eigene Hunde). In allen Fällen konnten die Tiere identifiziert und getötet werden (inkl. Diagnosesicherung) und die exponierten Menschen erhielten eine korrekte postexpositionelle Prophylaxe (PEP) gegen Tollwut.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch eine rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Gabe von Immunglobulin und 4 aktiven Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da sie häufig Bissen im Gesicht ausgesetzt sind und das Virus nur einen kurzen Weg zurücklegen muss, um das Gehirn zu erreichen bzw. auch kleine Wunden unbemerkt geschehen können.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und alkalischer Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Für Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder, Höhlenforscher, Kontakt mit Tieren / Fledermäuse etc.) empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitte für Reisemedizin eine prä-expositionelle Impfung vor der geplanten Reise (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr).

 

Quellen

Outbreak News Today; via ProMED-mail

In Kolumbien ist ein junger Mann im Departement Huila, im Südwesten des Landes an Tollwut verstorben. Weitere Informationen sind nicht bekannt. Letzten September war im gleichen Departement eine 26-jährige Frau nach einem Biss durch ihre Hauskatze verstorben.

Tollwut kann durch Speichel von infizierten Säugetieren (vor allem Hunden, Katzen, Affen, Fledermäusen) übertragen werden. Durch eine rasche Behandlung – Wunde unter fliessendem Wasser und mit Seife mindestens 15 Minuten lang ausgiebig waschen und spülen, Gabe von Immunglobulin und 4 aktiven Impfdosen - kann verhindert werden, dass sich die Infektion zur tödlichen Tollwut entwickelt. Immunglobuline und moderne, hoch gereinigte Impfstoffe sind in vielen Regionen nicht erhältlich. Kinder sind besonders gefährdet, da sie häufig Bissen im Gesicht ausgesetzt sind und das Virus nur einen kurzen Weg zurücklegen muss, um das Gehirn zu erreichen bzw. auch kleine Wunden unbemerkt geschehen können.

 

Folgen für den Reisenden

Kontakt mit Tieren vermeiden (auf keinen Fall füttern!). Nach einem Tierbiss/-kratzer, die Wunde mit fliessendem Wasser und alkalischer Seife 15 Minuten lang waschen, desinfizieren und in jedem Falle ein qualitativ hochwertiges medizinisches Zentrum aufsuchen (post-expositionelle Impfung). Für Reisende mit erhöhtem Individualrisiko (Reisen mit Zweirädern, in entlegene Gebiete, Langzeitaufenthalte, Kleinkinder, Höhlenforscher, Kontakt mit Tieren / Fledermäuse etc.) empfiehlt das Schweizerische Expertenkomitte für Reisemedizin eine prä-expositionelle Impfung vor der geplanten Reise (2 Injektionen und eine Auffrischimpfung nach 1 Jahr).

 

Quellen

Outbreak News Today; via ProMED-mail

China wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als malariafrei zertifiziert. Das Land hat in der Bekämpfung der Malaria innerhalb der letzten 70 Jahre eine bemerkenswerte Leistung erbracht: in den 1940er Jahren wurden landesweit jährlich 30 Millionen Malaria-Fälle gemeldet. Ab den 1950er Jahren wurde eine nationale Malaria-Eliminationsstrategie entwickelt. Die Zertifizierung der Malaria-Eliminierung wird von der WHO erteilt, wenn ein Land nach eingehender Prüfung nachgewiesen hat, dass landesweite Übertragungen für mindestens die letzten drei aufeinander folgenden Jahre unterbrochen wurden. Das Land muss ausserdem nachweisen, dass es in der Lage ist, ein Wiederaufflammen von Übertragungen zu verhindern.

 

Folgen für den Reisenden

Auch wenn nun keine spezifische Malaria-Prävention mehr indiziert ist, sollten Mückenschutzmassnahmen weiterhin 24/7 durchgeführt werden: tagsüber gegen Mücken, die z.B. Dengue, Chikungunya und Zika übertragen können und nachts gegen mückenübertragene Erkrankungen wie die Japanische Enzephalitis.

 

Quellen

WHO, 25.6.2021