In der Provinz North-Kivu wurde ein neuer, im Labor bestätigter Fall mit einer Ebola-Virus-Infektion festgestellt. Es handelt sich dabei um ein 3-jähriges Kind, welches Anfang Oktober erkrankte. Nachbarn des erkrankten Kindes (2 Kinder und deren Vater) waren bereits Mitte bzw. Ende September an Ebola verdächtigen Symptome verstorben, eine Labordiagnose wurde jedoch nicht gestellt. Inzwischen wurde ein weiterer Fall in der Stadt Beni bestätigt.
Am 3. Mai war der Ebola Ausbruch in der Nort Kivu Provinz erst als beendet erklärt worden.

Ebolafieber ist eine virale, hämorrhagische, äusserst virulente Krankheit. Sie wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen einer erkrankten Person (Blut, Speichel, Erbrochenes, Stuhl, Schweiss, Sperma, Urin usw.) oder mit infizierten Tieren (v. a. Affen, Antilopen, Nagern, Fledermäuse) übertragen. Die Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Hals- oder Kopfschmerzen, gefolgt von Durchfall, Erbrechen und innerlichen und äusserlichen Blutungen. Eine frühzeitige Hospitalisierung mit unterstützender Pflege (Hydratation, Erhaltung eines normalen Blutdrucks) kann die Prognose verbessern.

 

Folgen für den Reisenden

Das Risiko einer Ebola-Infektion besteht für Personen, die in das Ausbruchsgebiet reisen, bei engem, ungeschütztem Kontakt mit einer an Ebola erkrankten oder verstorbenen Person (und deren Körperflüssigkeiten) sowie bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einem Ebola-Patienten oder Überlebenden (12 Monate). Es wird empfohlen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und zu desinfizieren (insbesondere vor dem Berühren der Augen, der Nase und des Mundes, nach dem Umgang mit potenziell kontaminierten Gegenständen und nach dem Toilettengang) sowie den Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier zu vermeiden und kein Buschfleisch zu essen. Bei humanitären Einsätzen wird empfohlen, einen Spezialisten für Reisemedizin zu konsultieren.

 

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WHO DON, 10.10.2021