China wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als malariafrei zertifiziert. Das Land hat in der Bekämpfung der Malaria innerhalb der letzten 70 Jahre eine bemerkenswerte Leistung erbracht: in den 1940er Jahren wurden landesweit jährlich 30 Millionen Malaria-Fälle gemeldet. Ab den 1950er Jahren wurde eine nationale Malaria-Eliminationsstrategie entwickelt. Die Zertifizierung der Malaria-Eliminierung wird von der WHO erteilt, wenn ein Land nach eingehender Prüfung nachgewiesen hat, dass landesweite Übertragungen für mindestens die letzten drei aufeinander folgenden Jahre unterbrochen wurden. Das Land muss ausserdem nachweisen, dass es in der Lage ist, ein Wiederaufflammen von Übertragungen zu verhindern.

 

Folgen für den Reisenden

Auch wenn nun keine spezifische Malaria-Prävention mehr indiziert ist, sollten Mückenschutzmassnahmen weiterhin 24/7 durchgeführt werden: tagsüber gegen Mücken, die z.B. Dengue, Chikungunya und Zika übertragen können und nachts gegen mückenübertragene Erkrankungen wie die Japanische Enzephalitis.

 

Quellen

WHO, 25.6.2021